Europäische Union

Es lebe die europäische Republik!

Der Euro steckt in seiner tiefsten Krise seit Beginn der Währungsunion. Das hat politische Gründe – aber es gibt Alternativen: eine demokratische Wirtschaftsregierung

Protektionistische Reflexe

Die Verankerung von gemeinsamen Standards für Asylverfahren stößt in den EU-Staaten auf eine breite Front der ­Ablehnung

Der Angriff

Mächtige Interessengruppen schlagen politisches Kapital aus der ökonomischen Malaise

Cameron hofiert Ankara

Bei seinem Türkeibesuch kritisierte der britische Premier Israel scharf – und die Blockade eines türkischen EU-Beitritts durch Deutschland und Frankreich

Leichter gesagt als getan

David Camerons pro-türkische Haltung ist begrüßenswert. Nur muss er seinen Reden auch Taten folgen lassen – innenpolitisch wie in der EU

Dem Kosovo droht weiter Stillstand

Die EU wird mit der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes über die Unabhängigkeit des Kosovo nicht umgehen können. Sie ist in der Frage tief gespalten

Pappkartons voller Träume

Der keltische Tiger wird zur streunenden Katze, seit die Regierung in Dublin ihre Sparleidenschaft entdeckt hat und nicht mehr viel für die Konjunktur tut

Fuß auf der Konjunkturbremse

Entweder die G20-Staaten einigen sich bei ihrem Treffen in Kanada auf eine krisenfeste Weltfinanz­ordnung oder sie haben als Klub der Großen ausgesorgt

Verbannt, verfolgt, verleumdet

60 Jahre nach ihrer Einführung wirkt die Genfer Flüchtlingskonvention nicht mehr sehr zweckdienlich, auch wenn sie von der Universalität der Menschenrechte ausgeht

Brückenkopf auf dem Balkan

Eine kraftvolle Intervention in Griechenland hat das geplagte EU-Führungspersonal daran erinnert, wie Peking die Euro-Krise nutzt, um mehr Einfluss zu gewinnen

Die Gläubiger dürfen weiter zittern

Eigentlich zwingt die desolate Lage die EU auf ihrem Gipfel zur Einigung – eine EU-Wirtschaftsregierung wird es aber trotzdem nicht geben. Berlin stellt sich weiter quer

Merkel kopiert Bush

Beim Treffen mit Nicolas Sarkozy verweigert sich die Kanzlerin erneut einer EU-Wirtschaftsregierung und verspürt Lust zum Unilateralismus in der multilateralen EU

Lutz Herden

Zerbrochenes Kaleidoskop

Großbritannien steht nach den Wahlen vor einer neuen Phase der Politik. Die Bilanz nach dreizehn Jahren Labour an der Regierung ist durchwachsen

Das ist Schreibstuben-Bellizismus

Torsten Wöhlert hat Befürwortern eines Abzugs aus Afghanistan im „Freitag“ vorgeworfen, sie würden der Frage nach einer Nachkriegsordnung aus dem Weg gehen. Eine Replik

Vor dem Karren des Kapitals

Nicht mit dem Staat allein, aber auch nicht ohne ihn: Opel wird zum Modellfall einer desolaten Widerspruchsbearbeitung

Berliner Luft in Dosen

Mit der EU-Krise wird ­offenbar, worin tatsächlich die europäische Geschäftsgrundlage der deutschen Wiedervereinigung im Oktober 1990 bestand

Lutz Herden

Vom Regen in die Traufe

Die Sparpolitik, die jetzt den Euro retten soll, wird nicht Inflation, sondern ihr Gegenteil bewirken

Eine deutsche Angst

Inflation macht vielen Menschen Sorgen. Hierzulande aber entspringt die Angst vor der Geldentwertung einem doppelten Trauma. Ein Plädoyer für dessen Überwindung

Nahe an der Kernschmelze

Die Angriffe auf die Gemeinschaftswährung in der Eurozone erschüttern die gesamte Europäische Union derzeit sehr viel mehr als das Verfassungsfiasko von 2005

Lutz Herden

Deichbau gegen den Tsunami

Mit dem 720-Milliarden-Krisenfonds gegen Spekulanten wird die soziale Substanz und Leistungsfähigkeit aller beteiligten EU-Staaten aufs Spiel gesetzt wie noch nie

Lutz Herden

Das Bordell soll brennen

Für viele Griechen sind die derzeitigen Proteste und Streiks nur ein Vorgeschmack, auf das, was noch kommen wird, wenn die Spardiktate durchgesetzt werden

Die nächste Welle

Griechenland sollte durch geregelte Schuldenstreichung entschuldet werden. Sonst bleibt nur der Teufelskreis, alte mit neuen Schulden zu bezahlen

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