Frankreich
Schwimmen im Haifischbecken
Die sozialistische Parteichefin Martine Aubry steht vor der Frage, soll sie auf Dominique Strauss-Kahn warten oder selbst zur Präsidentenwahl 2012 antreten?
Im Namen der Anderen
Wie halten es die Autoren mit den Massen, die sie beschwören? In „Der Philosoph und seine Armen“ kritisiert Jacques Rancière den Paternalismus der Pariser Großdenker
Das anarchische Element
Rancière entdecken! Der französische Philosoph denkt jenseits der ausgetretenen Pfade über Demokratie nach
Wem die Märkte zürnen
Genau genommen ist das Rettungspaket für Griechenland kein Geschenk oder Zuschuss, sondern ein weiteres Rettungspaket für europäische Großbanken
Befreiende Worte
Viele sind der Ansicht, Jacques Chirac habe lange genug damit gewartet, mit Nicolas Sarkozy abzurechnen. Nun zeigt er der Rechten, wie man Sarko los werden kann
Die Bastille, das ist lange her
Von Paris über Petersburg bis Tunis und Kairo: Immer trägt eine Revolution auch die Restauration auf dem Rücken
Kandidiert!
Der IWF-Vorstoß der französischen Attac-Aktivistin Aurélie Trouvé darf Schule machen: Warum die Linke beim Postenzirkus der Mächtigen öfter mittanzen sollte
Als harter Gläubiger im Geschäft
Wer ist der Mann, der Dominique Strauss-Kahn an der Sitze des IWF vertritt? Mit John Lipsky ist ein Amerikaner zum externen Euro-Retter berufen
Übernahme in Verantwortung
Wenn die USA ihren Führungsanspruch aufgeben, muss Europa bereit sein einzuspringen – auf seine Weise
Mehr als ein paar Schürfwunden
Die Festnahme des IWF-Direktors in New York sorgt für wildeste Gerüchte. Wurde er Opfer eines Komplotts, um ihn als Präsidentschaftsbewerber kaltzustellen?
Es bleibt nur der Tropf
Heraus sparen aus der Finanzkrise funktioniert nicht. Doch der Austritt aus dem Euro wäre die schlechteste Variante - für Athen, aber auch für Frankreich und Deutschland
Mit zitternder Hand das Blatt wenden
Der Staat und islamistischer Terror lähmen die schwache Opposition. Und so ist ein zweites Libyen trotz des erheblichen Reformstaus in Algerien vorerst nicht in Sicht
Schlachtfeld Feuilleton
Der Pariser Medienintellektuelle Bernard-Henri Lévy hat Präsident Sarkozy im Krieg gegen Libyen die Hand geführt, zwischenzeitlich macht sich Gegenwind bemerkbar
Glückliches England
Unmengen von Devotionalien: Das britische Parlament muss nicht den ganzen „Volkswillen“ verkörpern. Das Königshaus hilft mit
Ein Retter des Planeten
Ein populärer Umweltschützer und Fernsehmoderator will Präsident werden - und treibt die französischen Grünen erneut ins Dilemma einer schädlichen Doppelkandidatur
Zeit für Robin Hood
Die Vorteile einer Finanztransaktionssteuer sind mittlerweile so offensichtlich, dass uns künftige Generationen fragen werden, warum wir so lange damit gewartet haben
Eine Frage der Aufklärung
Ai Weiwei ist kein Einzelfall. Seit Monaten geht Chinas Regime gegen Journalisten, Blogger und Künstler vor. Das hätten auch deutsche Kulturvermittler wissen müssen
Hier will kein Finne hin
Während Japan eine Nuklearkatastrophe durchstehen muss, baut der französische Konzern Areva auf Olkiluoto das mutmaßlich modernste Kernkraftwerk der Welt
Phantom „Staatengemeinschaft“
In dem westafrikanischen Staat ist ein Bürgerkrieg nicht mehr einzudämmen, der durch ethnische Konflikte zusätzlich angefacht wird – eine lange absehbare Eskalation
Kurz vor Ultimo in Abidjan
Die Kapitulation des abgewählten Präsidenten Gbagbo steht nach dem Eingreifen französischer Truppen offenbar bevor, nicht aber ein Ende des ivorischen Bürgerkrieges
Lexikon Flucht und Asyl
Ein Kompendium wichtiger Begriffe zur Flüchtlingspolitik. Von A wie Asyl über D wie Dublin-II-Verordnung und R wie Rücknahmeabkommen zu W wie Wiederansiedlung
Utopie oder Tod
In Frankreich ist die Anti-AKW-Bewegung nach 1970 bereits eine Macht, als es von ihr in Deutschland noch wenig zu sehen gibt. Ihr Kampf gilt vor allem dem „Superphénix“
Operation am offenen Herzen
Die NATO hat das Oberkommando für die Militäroperationen übernommen und verschafft dem Prinzip Schutzverantwortung einen Präzedenzfall
Mobilität für Europas Profit
Der Umbruch im Maghreb hat die Angst vor Flüchtlingen verstärkt. Doch ihre Migration ist erzwungen und nützt nicht nur Afrikas, sondern vor allem auch Europas Wirtschaft