Judentum
Ein Gag, der keiner war
Oliver Polak wirft in seinem Buch einem Moderator antisemitisches Verhalten vor. Sein Verlag will es nicht drucken. Dass es um Jan Böhmermann geht, verschweigen alle
Lesen wie ein Salafist
Thilo Sarrazin will die Gefahren des Islam aufzeigen. Leider erweist er sich dabei als sehr selektiver, schlampiger Leser des Korans
Sippe, eine Suppe
Wer mit wem verwandt ist, bestimmt die Biologie – oder? Christina von Braun sieht das als kulturelle Konstruktion
Wir wollen einfach eine Zukunft
Die palästinensischen Demonstranten wollen den Staat Israel weder abschaffen noch negieren. Sie wollen lediglich, dass ihre Stimme gehört wird
Verwirrung der Begriffe
Der Umgang mit der internationalen Bewegung BDS zeigt, wie Israel-Kritik prompt zum Antisemitismus erklärt wird
„Ich glaube an Streit“
Der israelische Schriftsteller Amos Oz erklärt seinen neuen Roman „Judas“ und die Politik in seinem Heimatland
1945: Hüter ohne Haus
Vor 70 Jahren wurde der Theologe Dietrich Bonhoeffer ermordet. Nach Kriegsende tat sich die Kirche schwer: Sollte sie den Verschwörer vergessen oder den Märtyrer ehren?
Enttäuschte Liebe
In der Debatte um den Gaza-Krieg werden Philosemitismus und Antisemitismus wieder zu Machtinstrumenten. Die wichtigen Fragen bleiben offen
Keine Fragen offen
Martin Heideggers „Schwarze Hefte“ kann man nicht schön reden. Aus ihnen spricht Antisemitismus, NS-Kitsch und Starrsinn
Medizinisch nutzlos?
Kollaborative Live-Recherche mit Wissenskarte: Religiöse Beschneidung bei minderjährigen Jungen ist bald straffrei. Aber ist sie auch mit ärztlicher Ethik vereinbar?
Aggressiv scharfsinnig
Der Germanist Walter Boehlich war Außenseiter und Intellektueller im besten Sinn: klug und belesen, in mehreren Sprachen zu Hause, unbestechlich und leidenschaftlich
Koscheres Essen
Mehr grundlegende Einführung in die heterogene Welt des jüdischen Glaubens als Kriminalfilm klassischen Zuschnitts: Der Münchner "Tatort: Ein ganz normaler Fall"
Koscher kuppeln
Heather Sirota arrangiert Ehen im ultraorthodoxen Viertel Mea Shearim in Jerusalem. Ihre Klienten werden immer wählerischer
Tausend Wüsten
Nach dem Pogrom vom 9. November 1938 werden letzte jüdische Schüler aus „arischen“ Lehranstalten vertrieben. Sie müssen an noch geduldete jüdische Volksschulen wechseln
Stadt im Nahkampf
Rainer Werner Fassbinder wollte 1985 mit seinem Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ Frankfurter Spekulanten ein Abschiedsgeschenk machen. Die schlugen es aus
Religion als Staatsraison
Die Kritiker Christian Wulffs verkennen – ganz wie der Präsident selbst: Es gibt nur ein bürgerliches Recht und Gesetz, dem der Islam so egal ist wie das Christentum
Der rationale Kern der Islamophobie
Arye Sharuz Shalicar erzählt, wie er vom Deutsch-Iraner aus Berlin-Wedding zum Presseprecher der israelischen Armee wurde
"Der Islam ist nur eine Abstraktion"
Der iranisch-amerikanische Intellektuelle Hamid Dabashi darüber, dass der "Europäische Islam" nicht weiterführt, und wieso Muslime in den USA besser integriert sind
Ein Mann für alle Fälle
Raphi Walden ist Leibarzt von Präsident Peres. Er behandelt afrikanische Flüchtlinge – und könnte dafür mit Gefängnis bestraft werden
Grabbeltisch der Weltanschauungen
Das aufklärerische Licht verblasst: Am „Verlag der Weltreligionen“ zeigt sich die Krise des Suhrkamp-Verlags
Der unsichtbare Bruder
Der Briefwechsel zwischen Gershom Scholem und Ernst Jünger ist nur in einem Punkt interessant: Er erinnert an Gershoms Bruder Werner, der als Kommunist im KZ getötet wurde
Ihr Söhne von Ottern
Christentum wie Islam begreifen Jesus als Friedensstifter. Er könnte als Brücke dienen. Nur die Religionsführer weigern sich, das zur Kenntnis zu nehmen
Jude sein ist jetzt total angesagt
Oliver Polak spielt als Standup-Comedian mit jüdischen Stereotypen - im Quiz „Judenspiel“ zum Beispiel. Viele finden das provokativ. Er hält es für längst überfällig
Büßer-Kinder
Vorfahr Nazi, sie sind Juden. Zu Besuch bei deutschen Konvertiten in Israel