Kuba
SPD-Coup, britischer Aderlass & Castros Papstempfang
Nicht alles, was diese Woche unter dem Teppich landete, gehört dorthin: 5 weitere Themen der Woche in aller Kürze analysiert
Schöpfrad der Unbeirrbaren
Vom Guerillero zur Legende und zum Mythos – Fidel Castro wird 85. Er hielt stets mehr von Massenmobilisierung als von Meinungspluralismus und Gewaltenteilung
Keine Gnade, kein Entkommen
Die Publikation von Guantánamo-Dokumenten durch den Guardian verweist auf ein Strafsystem, das sich über das Recht stellt und dadurch Unschuldigen keine Chance lässt
Einige Tage in Kuba
Notizen einer sentimentalen Reise: Die Beute des Kuba-Touristen sind die Geschichten eines Sozialismus, der beinahe funktioniert hätte. Oder noch funktionieren könnte
Vereinigte Bonbon-Staaten of Whatever
Vorläufigkeit, nicht Vergänglichkeit ist der Schlüssel zum Werk des Kubaners Felix Gonzales-Torres. Das MMK in Frankfurt zeigt "Specific Objects without Specific Form"
Wenn die Funken fliegen
Der Aderlass durch Entlassungen im öffentlichen Sektor hat begonnen. Für Staatschef Raúl Castro ein unverzichtbarer Rettungsakt, um das Überleben des Systems zu sichern
Obama lockert das Embargo
Das Weiße Haus hält nicht länger an den einschneidenden Beschränkungen für Reisen und Finanztransaktionen von US-Bürgern in den sozialistischen Karibikstaat fest
Ein unberechenbarer Aderlass
Kleine Reformen lösen wenig, große gefährden alles – eine halbe Million Staatsbedienstete sollen 2011 in die Privatwirtschaft wechseln
Davids Gewehr
Als 1983 der Druck durch die Contras stärker wird, führt die sandinistische Regierung den Wehrdienst ein. Ein Entschluss, der ihr mehr schadet als hilft
Das kubanische Modell lebt
Die Entlassung einer halben Million Staatsbediensteter und die Wiederausweitung des privaten Sektors bedeuten nicht den Ausverkauf an die Kräfte des Marktes
Überreaktionen sind möglich
Kubas Maximo Lider hat seine Kritik am eigenen System inzwischen als missverstandene Ironie bezeichnet. Nicht aber seine Aussagen zum Verhältnis Iran-Israel relativiert
Diagramme der Revolution
Fidel Castro wird bald den ersten Band seiner Erinnerungen veröffentlichen. Der unterscheidet sich schon im Titel von den Memoiren prominenter Politiker
Alles sinnfrei?
Der kubanische Autor erlebt während seines Studiums in Berlin erstaunliche Parallelen zu seiner Schulzeit in der Heimat
Bewunderung und Feindeseligkeit
Terry Eagleton hat kein gutes Gefühl bezüglich Norbert Fuentes säbelrasselnder Fidel-Castro-Biografie, die Ende 2009 nun auch auf Englisch erschienen ist
Rumoren in der Schweinebucht
Mobiltelefone auf Kuba verändern den Alltag auf der Insel. Die neue Technologie ist zwar teuer, aber ein zuverlässiger Komplize für die Vernetzung von unten
Land ohne Gott und Gnade
De facto wird Haiti seit Jahren von der internationale Gemeinschaft regiert. Die trägt eine Mitschuld am Ausmaß der Tragödie
Alptraum ohne Ende
Wenn es die internationale Staatengemeinschaft mit der Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben ernst nimmt, muss sie aufhören, das zerstörte Land auszunutzen
Che wusste, wie man liebt
Aleida Guevara sah ihren Vater das letzte Mal 1967 – kurz vor seinem Tod. Bis heute prägt er ihr Leben. Um Revolutionär zu sein, muss man Romantiker sein, sagt sie
Der Duft der alten Dame
Mit einem Motorrad-Gespann auf Hemingways Spuren in Havanna, wo Salz, Sonne und Sozialismus an den Fassaden nagen
Jerome gibt noch einmal Gas
Auf der kubanischen Landstraße treffen sich Mythos und Alltag der Revolution. Eine Fahrt zum Che-Guevara-Denkmal nach Santa Clara
Give Peace a chance
Der kolumbianische Sänger Juanes bekommt Todesdrohungen, seit er angekündigt hat, ein "Friedenskonzert" in Kuba zu veranstalten. Kritiker werfen ihm Regimenähe vor
„Kolumbien soll zu einem tropischen Israel werden“
Nicht nur mit ihrer zögerlichen Honduraspolitik handeln sich die USA viel Misstrauen auf dem Subkontinent ein
Jerome gibt noch einmal Gas
Auf der kubanischen Landstraße treffen sich Mythos und Alltag der Revolution. Eine Fahrt zum Che-Guevara-Denkmal nach Santa Clara
Kein Bild von einem Mann
Guerillakampf ohne jeden Glamour: Steven Soderbergh hat die Geschichte Che Guevaras in vier Stunden Film verarbeitet und sich dabei nicht aus der Distanz locken lassen