Theater
Verachtete Proletarier
Während alle gebannt auf Brandauer starren, bekennt sich Jossi Wieler mit der Inszenierung von Stefan Zweigs Erzählung "Angst" zum epischen Theater
Nichts anderes als Unfug
Wenn die Schauspieler ausziehen, zieht Rolf Hochhuth ein. In diesem Sommer gibt es im Berliner Ensemble seine "Inselkomödie" zu sehen. Johannes Heesters ist auch dabei
Skepsis gegenüber sich selbst
Das Theater bedrohe den Schauspieler, der nur noch erzählen und nicht mehr spielen darf - vor schlechten Aufführungen schützt einen weder das eine noch das andere
Tanz den Europäer!
Das Festival "Theater der Welt" eröffnet in Essen/Mülheim: mit einer aufregenden Inszenierung des thailändischen Tänzers Pichet Klunchun. Und einem Bagger-Ballett
Aus 1 mach 3
Der Schriftsteller Ronald M. Schernikau hat nie für das Theater geschrieben. Taugt aber zur dramatischen Figur, wie eine Berliner Inszenierung zeigt
Wir Künstler sind zu brav
Frie Leysen, die künstlerische Leiterin des Festivals „Theater der Welt“, über die Festivalisierung des Theaters, multiple Identitäten und Schreibfehler im Programmheft
Erhellendes Inferno
Gewagter Abschluss: Mit Jorinde Dröses Inszenierung von Anja Hillings „Schwarzes Tier Traurigkeit“ endet das erste Jahr Khuon-Intendanz am Deutschen Theater Berlin
Erlösung statt Erlös
In Berlin ging das 47. Theatertreffen zu Ende. Mit der Chronik des fortlaufenden ökonomischen Schwachsinns: "Die Kontrakte des Kaufmanns" von Jelinek und Stemann
Helmut Kohl über Gastfreundschaft
Im Berliner Ballhaus Naunynstraße versucht sich "Lö Bal Almanya" an einer Nummernrevue von 50 Jahren Arbeitsmigration nach Deutschland
Sprichwortakrobaten
Im Wartesaal nach Island, Werner-Schwab-Hommage und Künstler, die mit Selbstmord drohen: Eindrücke vom Stückemarkt des Berliner Theatertreffens
Stunden des Nichtwissens
Beim Theatertreffen sind alle internationalen Produktionen gelaufen. Und regen deshalb zu Debatten an: Wie wichtig Austausch ist, was Austausch eigentlich ist?
Krise auf dem Fest
Das Theatertreffen in Berlin eröffnet mit einer programmatischen Inszenierung von Horvaths "Kasimir und Karoline". Und einem ziemlich langen Telefongespräch
Gefragter Lustschreiber
Die Tage, als Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt die Schweizer wachrütteln wollten, sind vorbei. Der Autor Lukas Bärfuss steht in ihrer Tradition. Und ist doch anders
Hier weht ein guter Geist
Kirchenaustritte, Mixa-Rücktritt: Was heißt das für die Heilige Messe in der Diaspora? Katholischer Gottesdienst, Berliner Herz-Jesu-Kirche, 25. April, 10.30 Uhr
Hier weht ein guter Geist
Kirchenaustritte, Mixa-Abgang: Was heißt das für die Heilige Messe? Zu Gast in einem katholischen Gottesdienst, Berliner Herz-Jesu-Kirche, Sonntag 10.30 Uhr
Zurück auf den Sockel
Ruedi Häusermann inszeniert den Maler Ferdinand Hodler am Schauspielhaus Zürich. Das verstehen nur Vorgeschädigte
Wo ist das Volk?
In Leipzig tobt ein Streit um das Theater, das Centraltheater-Intendant Sebastian Hartmann neu erfinden wollte
Ein Glück, dass Karin Neuhäuser mitspielte
Premiere von "Andersen. Trip zwischen Welten" am Hamburger Thalia Theater: exzessive Video-Aufführungen, stimmliche Exaltation und pausenlose Musik
Im Klettergarten der Eifersucht
"Woyzeck" ist coming home: Das Hamburger Thalia spielt eine Produktion von Robert Wilson und Tom Waits nach, die beide vor 20 Jahren dort große Erfolge feierten.
Sie wirkt so kühl, an sie kommt niemand ran
Ansichten eines Theatermuffels: Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" in einer Neufassung am Maxim Gorki Theater hat einen Dreh ins Cineastische
Der Kanalrattenblues
Maxim Biller im Interview über alte Hüte aus Deutschland, sein neues Buch und die Geburtsschmerzen der Dritten Nation
Die Plastiktüten der Frau Luckerniddle
Nicolas Stemann verwandelt am Berliner Deutschen Theater Brechts "Heilige Johanna der Schlachthöfe" in eine bunte Revue, in der man über Sozialhilfeempfänger lachen darf
Scheitern als Tanzen
In Paris gelingt Jérôme Bel das Kunststück, mit "Cédric Andrieux" eine Tänzerbiographie zu erzählen, die dem großen Choreographen Merce Cunningham skeptisch huldigt
Der Zauber der Windmaschinen
Katastrophen-Tourismus als Life-Hörspiel, schwarze Hunde, die am Kunstschnee knabbern, Erinnerungen an die Militärdiktatur: Das achte SpielArt-Festival in München