Wissen
Der Mensch im „Anthropozän“ überschätzt sich grandios
Die neuen Sachbücher im Februar: Prof. Dr. Erhard Schütz liest sich „per Anhalter“ durch die Weltgeschichte und landet beim höchsten der Gefühle
„Weniger arbeiten ist gut fürs Klima“: Autorin Sara Weber im Gespräch
Sara Weber hat während der Pandemie ihren Job bei LinkedIn gekündigt und jetzt ein Buch geschrieben: „Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?“
Corona-Politik aufarbeiten? Ja, gerne: Aber doch nicht nur Schulschließungen
Es wird jetzt viel über eine „Aufarbeitung der Corona-Politik“ gesprochen. Aber sind wir uns darüber klar, was genau abseits von einzelnen Maßnahmen wie Schulschließungen aufgearbeitet werden soll?
Von Kant bis Kittler: Als die Universität noch Querköpfe kannte
Im Zeitalter von Exzellenzclustern, Drittmittel-Druck und Zeitnot ist an Hochschulen kaum noch Platz für Nonkonformisten. Das war mal anders
Von wegen Klimaterrorismus: Widerstand in Lützerath ist Pflicht
Aktivist:innen stemmen sich gegen die Räumung des Dorfes Lützerath. Juristisch ist die Sache klar, der Energiekonzern RWE ist im Recht. Aber ziviler Ungehorsam ist trotzdem geboten. Es geht um mehr als Eigentum: um unsere Zukunft
Vom Störfall zur Zeitenwende: Was bleibt von der Pandemie?
Als sich „die Wissenschaft“ mit Moral und Politik vermählte: Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel erklärt, warum wir besser daran täten, die Corona-Pandemie sorgfältig aufzuarbeiten
Silvester: Der Krawall dieser einen Nacht des Jahres
Wer nach den Attacken auf Feuerwehr und Polizei über Böllerverbote sinniert oder Menschen ihrer Herkunft wegen diskreditiert, will von den Verhältnissen dahinter nichts wissen. Das „Lexikon der Leistungsgesellschaft“
Medikamenten-Knappheit: „Kurios und beschämend für eine so hochindustrialisierte Nation“
Apotheker Steffen Plauschin spricht über die Arzneimittelknappheit in Deutschland. Fehlender Fiebersaft sei dabei noch das eher kleinere Problem. Sorgen bereiten ihm vor allem die Lieferschwierigkeiten von 300 Standard-Medikamenten
Tierwohllabel von Cem Özdemir: Ein Minister duckt sich weg
Die hehren Erwartungen, die an Cem Özdemir gestellt wurden, haben sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Jenseits von Ankündigungen ist es um den Tierschutz schlecht bestellt. Das zeigt auch die Tragödie des geborstenen Aquadoms in Berlin
„Frieden ist etwas für die, die sich mit eingeschränkten Freiheiten zufriedengeben können“
Die iranische Journalistin Shiva Akhavan Rad und Bestsellerautorin Elena Ferrante unterhalten sich über die Proteste im Iran, feministische Kämpfe in Europa und die Frage, welche Lehren jede Freiheitsbewegung aus der Geschichte ziehen muss
Endlich WLAN: Entdeckt das Theater der Zukunft die Digitalisierung?
Die Pandemie zwang die Bühnen zur Digitalität, viele Theater mussten neue digitale Formate aufstellen. War all das provisorisch? Oder ist es die Zukunft? Und vor allem: Was bleibt davon?
Überlebender des rassistischen Anschlags von Mölln: „Wir vertrauen dem Staat nicht mehr“
İbrahim Arslan überlebte den rassistischen Brandanschlag von Mölln vor 30 Jahren. Wieso wurde seine Familie verdächtigt?
Nur noch Zahlen, Daten, Fakten? Corona und die Gefahren des Glaubens an die Wissenschaft
Was sagen Zahlen? Was sagen Daten? Leider sind diese nicht immer so eindeutig, wie manche sich das wünschen. Denn Wahrheit ist immer umkämpft
Lexikon der Leistungsgesellschaft: Was wir eigentlich meinen, wenn wir „Alles gut!“ sagen
Im Bus einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen? „Alles gut!“, beschwichtigen wir. Dabei ist eben nicht alles gut. Das „Lexikon der Leistungsgesellschaft“
Tadzio Müller: „Ihr macht mich zur Zielscheibe, um die Klimakrise zu verdrängen“
In den Angriffen auf Klimaaktivisten zeigt sich, dass Menschen ihre eigene Verantwortung für die Klimakatastrophe nicht wahrnehmen wollen, sagt Tadzio Müller. Seinen pietätlosen Tweet nach dem Tod einer Radfahrerin bereut er
Jens Balzer und Svenja Flaßpöhler: Gibt es gute und schlechte kulturelle Aneignung?
Kultur ist immer schon Aneignung, aber welche Formen sind ethisch vertretbar? Diese und andere Fragen diskutieren der Autor Jens Balzer und die Philosophin Svenja Flaßpöhler
Greta Thunberg: Ihr lasst euch belügen
Unsere Regierungen sagen, sie würden alles tun, um den Klimawandel zu bekämpfen. Doch das stimmt nicht. Es ist höchste Zeit, dagegen aufzustehen. Ein Weckruf von Greta Thunberg
Smiley Company: Das fröhliche Milliarden-Geschäft
Seit 50 Jahren ist das Smiley ein geschütztes Symbol. Seine Popularität änderte sich über die Jahrzehnte immer wieder – und damit auch sein Wert. Wie die Smiley Company dafür sorgt, dass das Smiley weiter relevant bleibt
Strategisches Narrativ: Wie Wolodymyr Selenskyj die Regeln der Erzählkunst einsetzt
Was droht mit Putins Anti-Westen-Narrativ? Was bewirkt Bidens Spruch vom Ende von Corona? – Fragen an Literatur- und Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt
Wie erklärt man Kindern die Gentrifizierung – oder soll man es lassen?
Sollten Eltern früh erklären, warum man nicht „Indianer“ sagt? Oder stürmt ohnehin schon zu viel Politik auf unsere Kinder ein? Eine Kontroverse
Warum wir den Kosmopolitismus neu erfinden müssen
Die „Globalisierung von oben“ mag gescheitert sein. Doch wir sollten wir nicht aufhören, für universale Rechte in einer fragmentierten Welt und einen „Kosmopolitismus von unten“ zu kämpfen. Über eine konkrete Utopie
Dating: Intelligente Frauen haben es besonders schwer
Laut einer Partnerbörse sollten sich intelligente Frauen dümmer stellen, als sie sind, um ihren Traummann zu halten. Dieses jahrhundertealte Konzept sollte endlich entsorgt werden
Untersuchungsausschüsse müssten von unabhängigen Bürgern geleitet werden
Was kommt heraus, wenn die Politik ihre eigenen Skandale untersucht? Meistens nicht viel, wie der Cum-Ex-Skandal um Olaf Scholz zeigt. Deshalb sollten Untersuchungsausschüsse reformiert werden
Journalismus und Krieg: „Viele wünschen sich mehr Hintergrundwissen“
Wie berichtet man vom Krieg, ohne dass Menschen ihren Medienkonsum einschränken, um sich vor schlechten Nachrichten zu schützen? Ellen Heinrichs und Katja Ehrenberg sprechen über ihre Studie „konstruktive Kriegsberichterstattung“