Soweit sich tatsächlich die Hersteller von Leuchtmitteln um ein vergleichbar ausgewogenes Protfolio an Leuchtstoff-Mitteln bemühen, wie bei Glühbirnen, wird der Bedarf an Quecksilber gewaltig ansteigen. Es wird nicht nur mehr Quecksilber benötigt, es wird wie die meisten Rohstoffe im Billiglohnsektor abgebaut. Es wird mehr davon in unseren Stuben verweilen, und unser Gesundheitsrisiko fördern. Es wird uns mehr davon dort bedrohen, wo wir es schon immer entsorgten - hinter unseren Mülltonnen - oder tragen sie die Leuchtstoffröhren unterm Arm zur Sondermüll-Sammelstelle?
permalinkEntweder man stufte Frau Paulis Stunde der schwersten Entscheidung, nämlich ihre Trennung von der Loyalität zur Obrigkeit, als Nestbeschmutzung ein, und ließ dies Etikett auch zur Parteigründung hängen oder man hört zum ersten mal von ihr, weil man über das Tun und Lassen von Personen wie Kader Loth "gut informiert" ist.
Aber was war denn mit La Fontaine, Gysi oder Heinrich Lummer? Alles Leute, die gut genug waren, einer Partei Gesicht, Farbe oder Sprache zu geben. Auch Frau Pauli ist hier am Basteln, und nicht die erste. Hier ist auch zu bedenken: Das Schaustück ist schließlich - sorry für die Abfälligkeit - vor allem ein bayerisches. Da tut ein Busen noch Wunder. Diesen Teil Politkultur sehe ich damit als normal an - nicht als Jux.
Mein Kreuz gehört zum bedingungslosen Grundeinkommen, da Besitzstands-Befürchter, welche Kohle haben oder glauben, welche zu haben, oder glauben, mit einem Kredit Kohle zu haben, schon immer vehement dagegen einsetzten, noch bevor konzeptionell überhaupt eine ordentliche Verhandlungs- und Diskussionsmasse auf dem Tisch lag. Das Thema ist auch gar nicht das Grundeinkommen als solches. Es geht immer ein Gespenst um, welches die letzten Cents aus dem eigenen Portemonne klauen könnte. Glaubt denn irgend Jemand, wenn es um die Einführung eines Arbeitslosengelds oder einer Rente ginge, bei der anderen "Orts" Vergünstigungen wegfallen, dass dann andere Positionen vertreten würden? Sicher nicht.
permalinkDie Piratenpartei trifft den Nerv der heutigen (digitalen) Welt, so wie dies einst die Grünen im Zeitalter von Tschernobyl und Exxon Valdez taten.
permalinkWenn man das "junge Volk" mit dem, was es als wichtig empfindet, in Sparten sortieren will, stimmt das so. Es wird auch weiterhin "grüne" Ansichten geben. Ob sich aber das Zeitempfinden vor allem mit der "Netz"- und "Überwachungs"- Frage so herausheben kann, dass der Zuspruch in der Art überproportional wächst, wie einstmals bei den Grünen, wäre abzuwarten. Es wäre jedenfalls ein Phänomen. Ich sehe in der Entwicklung noch nicht die tangierenden Elemente, wie einst die Ostermärsche, kurz die Friedensbewegung, die auch den "grünen" zu ihrer Farbe verhalfen, auch wenn man meinen könnte, dies wäre unverdient gewesen. Ich bin also mal gespannt...
angesichts der dimension, die die bedrohung der ökosphäre angenommen hat, wundert man sich doch, dass die grünen dieses problem nicht radikaler thematisieren. das ist der grundwiderspruch aus dem sie entstanden sind. da liegt ihre kernkompetenz. da müssen sie sichtbar sein, radikaler agieren. stattdessen basteln sie marketingpapiere wie den "ökologischen new deal".
permalinkJa, genau, die Grünen haben in der Krise ihre Farbe gegen WUMS oder sowas ähnliches ausgetauscht. WUMS mögen die Leute mehr als GRÜN, wie man bei der letzten Wahl sehen konnte. Ich habe Bekannte, die sich bei diesem Unsinn an den Kopf gefasst haben. aber gut - vielleicht heißt es späterhin auch mal AUA, da weiss man schon vorher, wohin die Prozente wandern. Spaß beiseite: Ich finde durchaus, dass die Grünen verschlafen haben, aus dem Klimawandel Profit zu schlagen. Sie haben sich mit der WUMMS-Marke der Wirtschaft nähern wollen, was dieser eigentlich egal ist, aber sie haben damit Schwein gehabt.
schon interessant, dass immer die kleinen gebeten werden, endlich mal erwachsen zu werden. das vorbild der großen ist ja auch so überaus nachahmenswert. die spd ist weder regierungs- noch oppositionsfähig, glaubt aber, sie könne der linken abverlangen, erst mal "koalitionsfähig" zu werden. damit verdeckt sie nur, dass sie (links)-programmatisch nullkommanull auf der pfanne hat. gleichzeitig soll den radikaleren forderungen der linken der zahn gezogen werden. übrigens: wer das machiavellistische gebaren von herrn lafontaine als hindernis für eien mögliche koalition hinstellt, müsste der nicht endlich auch mal der hölzernen flachpfeife müntefering den laufpass geben? von der man eigentlich noch nie was zukunftsweisendes gehört hat.
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Ausgabe 11/10
18.03.2010
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