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Potenzielle Pflichtlektüre

Nun hat auch Jan Böttcher einen Lehrerroman geschrieben. Aber sein Boden heißt Musik, und der ist sehr gut, fast schon zu gut bestellt

Fundgruben für Literaturliebhaber

Die „Neue Rundschau“ feiert munter ihren 125. Geburtstag. Soll keiner sagen, die deutschen Kultur- und Literaturzeitschriften seien tot. Ein Rundgang

Zynische Sezier-Stunde

Judith Schalansky schickt in ihrem gelungenen Roman „Der Hals der Giraffe“ eine Biologie-Lehrerin ins sozialistische Labor

Ulrike Baureithel

Der Kunst entkommt keiner

Der Weg vom Schmutz zum Kanon wird immer kürzer. In diesem Prozess ist die Verschriftlichung des Mündlichen das Hauptgeschehen. Eine Kritik der Gegenwartsliteratur

Desillusionskunst

Mit "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge den deutschen Buchpreis gewonnen. Zu Recht meint unser Rezensent

Hetzjagd im Stehen

Jan Brandt schreibt in "Gegen die Welt" über den verdächtigen Jungen in der Kleinstadt. Nicht nur ein großartiger Roman. Brandt hat auch die ideale Erzählform erfunden

Das Schweigen der Pilze

Ein erschreckender Bildband zeigt das Wohnhaus des Schriftstellers Peter Handke – Nahrung für den Handke-Hasser

Die Wütenden

Facebook, Liebe per SMS und tägliche Horrorszenarien – ergibt das noch Sinn? Die jungen wütenden Autoren finden sich mit den bekannten Antworten nicht ab

Unbritische Emphase

Kritiker James Wood lehrt den Genuss von Literatur, vor allem die Kunst, Kunst von Nichtgekonntem zu unterscheiden. Sein Buch ist so unterhaltsam wie belehrend

Affaire Nofretete in neuem Licht

Über die Rückgabe der Nofretete wird zu wenig diskutiert, meint die Kunstgeschichtsprofessorin Bénédicte Savoy. Nun veröffentlicht sie ein Buch mit erhellenden Fakten

Kleists Gedankenstrich

Marlene Streeruwitz schildert in "Die Schmerzmacherin" das Schicksal einer Frau, die eigentlich schon aufgehört hat zu leben. Das passt zu ihrem typisch punktierten Sound

Für das Feuilleton

Siegfried Kracauer als Zeitungsschreiber kann man immer wieder neu für sich entdecken. Band 5 der Werkausgabe hilft einem dabei

Eine Reise ins fränkische Exil

In Michael Buselmeiers Roman "Wunsiedel" bleiben autobiografische Züge nicht unentdeckt. Der Leser leidet mit dem Helden

Die karge Poesie einer Gräte

Angelika Klüssendorfs "Das Mädchen" beschreibt ein prekäres Milieu und macht das Benachteiligtsein unerbittlich einprägsam

Literatur im Zeichen des Burn-Out

"Sickster": Thomas Melle schreibt einen furiosen ­Roman über junge Leute, die erst in der Anstalt wieder kreativ ­werden können

Ich bin mehrere

Der Begriff der "Rolle" stammt ursprünglich aus dem Theater. In der Salzburger Ausstellung "Rollenbilder – Rollenspiele" ist er sehr viel weiter gefasst. Das ist anregend

Mit SED und Trompeten

Was als missliebige Sache anfing, endete als Staatskunst. Karlheinz Drechsel blickt zurück auf die wechselhafte Geschichte des Jazz in der DDR

Dagegen ist Murdoch ein Sozialist

Wissenschaftsverlage schröpfen nicht nur die Forschung. Sie betrügen auch die Öffentlichkeit, die sich keinen freien Zugang zu den überteuerten Publikationen leisten kann

Filme interessieren mich nicht

Oskar Roehler über sein Romandebüt "Herkunft", seine schreckliche Kindheit und die Frage, warum er der beste Regisseur seiner Generation ist

Im Namen der Rose

Es ist die erste Tournee des Freedom Theatre nach dem Tod von Juliano Mer Khamis. Im Anschluss redete das Publikum dann auch lieber über Politik als über die Vorführung

Maxi Leinkauf

Streikwelle am Nil

Die Ausstände der Lehrer, Ärzte und Transportarbeiter in Ägypten zeigen: Im Kampf für gesellschaftliche Veränderungen spielen zunehmend soziale Fragen eine Rolle