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Benjamin Netanjahu steht vor israelischen Flaggen und legt die Hand ans Kinn.

Um der Staatsräson willen

Wenn Kanzlerin Merkel heute Israels Premier empfängt, muss sie dessen Siedlungspolitik öffentlich kritisieren. Es sei denn, sie will sich in der EU weiter isolieren

Lutz Herden
Zwei Frauen in Pelzmänteln mit Leopardenmuster und Fellkragen stehen vor einem gemusterten Vorhang.

Deutsche Exportschlager

Die Debatte über Panzergeschäfte mit Saudi-Arabien zielt auf mehr Parlamentskontrolle. Es sollte besser um damit verbundene Ausfuhren von Macht und Technologie gehen

Lutz Herden
Mohammed Mursi vor der UN-Flagge und der ägyptischen Flagge.

Mursis Macht

Der Präsident in Kairo nutzt die Gunst der Stunde zum innenpolitischen Machtausbau. Das ändert nichts daran: Für den Westen bleibt er momentan unverzichtbar

Lutz Herden
Zwei Männer in Anzügen, einer mit Brille und blauem Hemd, der andere mit Brille und Schnurrbart.

Operation Himmelfahrt

Die Bundesrepublik Deutschland will endlich auch als Militärmacht im Nahen Osten vor- und vorankommen. Ein Vorsatz mit riskanten Optionen

Lutz Herden

Schwarzer Dienstag

Die Euro-Finanzminister sind mit ihren Griechenland-Sondierungen über den toten Punkt nicht hinausgekommen. In einer Woche dürfte die Lage kaum besser sein

Lutz Herden
Soldaten auf einem Panzer vor einem Gebäude und einem Wachturm im Sonnenuntergang.

Hinein ins Vergnügen

Was ist Mali gegen Anatolien? Vor drei Wochen erst bewarb sich die Bundeswehr um einen Platz an der Sonne Nordafrikas. Jetzt gerät auch der Nahe Osten ins Programm

Lutz Herden
Vier Männer stehen dicht beieinander vor einer metallenen Wand. Einer wird von einem anderen berührt.

Auf der Suche nach Feinden

Mit seiner Gaza-Strategie tut Premier Netanjahu so, als habe sich das arabische Umfeld der Konfliktzone nicht verändert. Nun aber greifen Kairo und Tunis diplomatisch ein

Lutz Herden
Ein Mann sitzt auf dem Boden, während Menschen an ihm vorbeigehen.

Koste es, was es wolle

Im Umgang mit dem Schuldensünder gilt die permanente Drohkulisse offenbar als unverzichtbar. Was wäre eigentlich, wenn wir so viel kürzen müssten?

Lutz Herden
Menschenmenge bei Protest, einer hält eine Rauchfackel in die Luft. Schilder sind zu sehen.

Auf Gegenmacht kommt es an

Ein historischer Moment für Europas Gewerkschaften. Von Belgien bis Griechenland gibt es Massenproteste gegen den Aufmarsch des Neoliberalismus und brachiale Spardogmen

Lutz Herden
Mann in Uniform blickt auf eine Bühne mit Tiananmen-Tor, roten Fahnen und Tauben.

Aus dem Vollen

Man habe nicht vor, den Westen zu kopieren, heißt es auf dem laufenden Parteitag in Peking immer wieder. Die neue Führung tut gut daran, bei diesem Vorsatz zu bleiben

Lutz Herden
Barack Obama im Anzug gibt Daumen hoch.

Good Morning, Mister President!

Der imperiale Einfluss dürfte weiter schrumpfen. Doch wird Barack Obama die nächsten vier Jahre nicht als Konkursverwalter im Weißen Haus regieren

Lutz Herden

Es war nur ein Moment

Wer seit 1989 die USA regiert hat, muss viele Entscheidungen verantworten. Doch gibt es bei allen Präsidenten den Augenblick, in dem sich eine ganze Amtszeit spiegelt

Lutz Herden

Auf Kosten der anderen

Mit der Drohung eines EU-Austritts lässt sich in London politisch immer noch mehr anfangen als mit einem Austritt, egal wie viele Abstimmungen David Cameron verliert

Lutz Herden
Recep Tayyip Erdogan mit Kopfhörer im Ohr vor blau-weißem Hintergrund.

Kräftiger Mann am Bosporus

Premier Erdogan hat sich selbst eine EU-Warteschleife von mindestens zehn Jahren auferlegt. Das riecht nach einem Abschied, zumindest einer Abkehr von Europa

Lutz Herden
Soldaten der Bundeswehr marschieren in bergigem Gelände in Afghanistan.

Wir sind überall

Mit ihren Auslandseinsätzen bringt es die Bundeswehr seit 1991 auf eine ansehnliche, zugleich erschreckende Quote. Jetzt soll auch noch Mali ins Repertoire

Lutz Herden
Frau mit gelbem T-Shirt schreit bei einer Demonstration mit Fahnen und Transparenten.

Haircut beim griechischen Patienten

Es zeichnet sich seit längerem ab: Auch die öffentlichen Gläubiger Griechenlands könnten viel Geld verlieren. Ein Schuldenerlass wird immer unausweichlicher

Lutz Herden
Mann mit Stein in der Hand und Tuch vor dem Mund, im Hintergrund Rauch und Menschen.

Es grenzt an ein Wunder

Syrische Fronten drohen auch dem Nachbarland, das mit einer fragilen inneren Machtbalance leben muss. Ein militärischer Konflikt käme vor allem dem Iran ungelegen

Lutz Herden
François Mitterrand und Helmut Kohl stehen mit Begleitung im Freien.

Adieu, Chérie

Das deutsch-französische Verhältnis wird zu einer Partnerschaft ohne Parität. Paris sollte sich daher andere Verbündete suchen – am besten im Süden Europas

Lutz Herden

Prädikat systemrelevant

Die EU bekommt einen ideologischen Rettungsschirm. Mit ihrer tatsächlichen Bilanz hat das nur bedingt etwas zu tun

Lutz Herden
Wolfgang Schäuble nimmt einen Korb mit Äpfeln entgegen. Eine Frau hält den Korb mit.

Fiskalunion oder -autokratie?

Kurz vor dem nächsten EU-Gipfel schockt Finanzminister Schäuble die Euro-Partner, weil er den EU-Währungskommissar zum Brüsseler Oberaufseher befördern will

Lutz Herden
Die Flagge der Europäischen Union weht vor einem modernen Glasgebäude.

Ermutigung der Entmutigten

Die EU wird durch das Nobelpreiskomitee für ihr Friedenswerk in Europa ausgezeichnet, obwohl es dabei Brüche gibt und die Zukunft im Ungewissen liegt

Lutz Herden
Karte von Türkei und Syrien mit farbigen Gebieten und vertikalen Linien.

Viel missionarischer Eifer

Die Türkei könnte unversehens im syrischen Sumpf stecken, weil sie als Regionalmacht zu wenig Zurückhaltung walten lässt, wie auch der jüngste Luftzwischenfall zeigt

Lutz Herden
Mann mit Schild

Ohne Skrupel, ohne Erbarmen

Da der Besuch von Angela Merkel viele Griechen nicht zu Freudentränen rührt, findet das Ereignis unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und dauert nur sechs Stunden

Lutz Herden
Menschen fliehen vor Rauch und Explosionen in einer Stadt. Ein Mann zeigt in die Richtung des Rauchs.

Vergeltung und Versuchung

Ankara hält die Zeit offenbar für reif, sehr direkt und sehr riskant in einen Konflikt einzugreifen, der ihr als Regionalmacht nicht entgleiten soll

Lutz Herden
Benjamin Netanjahu hält eine Zeichnung einer Bombe mit Prozentangaben vor der UN-Vollversammlung.

Die Farbe Rot

Premier Netanjahu lässt kaum Gelegenheiten verstreichen, seine Meinung über den Umgang mit dem Iran kundzutun. Besonders gegenüber der US-Regierung wird er deutlich

Lutz Herden