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Zauberwort Modernisierung
Reinhard Krumm, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland, sieht das demokratische Angebot des Präsidenten Dmitri Medwedjew nicht eingelöst
Neue Bücher
Was waren die wichtigsten Ereignisse 2011? Diese 15 gehören dazu: Romane, Essays, Miniaturen oder Fotobände von Autoren aus dem Umfeld des "Freitag". Im Lexikon der Woche
Hurra, wir kapitulieren
Beim Schlagabtausch über Merkels Erklärung zu den Gipfel-Beschlüssen spielte das keine Rolle: Die Schuldenbremse rettet nicht den Euro, sondern monetarisiert die Demokratie
Das war kein Befreiungsschlag
Nach dem Brüsseler EU-Gipfel hat sich für die Euro-Staaten eine gestaltende Finanzpolitik erledigt, sagt der Ökonom Rudolf Hickel. Der Euro wird davon nicht sicherer
Um Gottes willen
Was Brüssel bisher bietet, ist gut für die Banken und schlecht für Länder, die Geld brauchen und nun wissen, dass sie ihre Bürger schröpfen müssen, um es zu bekommen
Arabischer Frühling, russischer Winter
Noch erfassen die Proteste gegen die administrative Anmaßung des Staates nur eine Minderheit in Moskau und St. Petersburg. Doch es gärt im sozialen Unterbau
Schläge und Gegenschläge
Nach dem Sturm auf die britische Botschaft wird Teheran mit militärischer Vergeltung gedroht. Über die regionalen Konsequenzen einer Eskalation wird kaum geredet
Es brechen die Dämme
Das ist mehr als ein Schuss vor den Bug. Die US-Rating-Agentur Standard & Poor's stellt die gesamte Eurozone unter den Verdacht schwindender Kreditwürdigkeit
Super-Maastricht
Wenn Merkel und Sarkozy ihre Vertragsreformen präsentieren, darf sich die Finanzwelt in einer neuen Art von Kriegsführung gegen Staaten bestätigt fühlen
Ein Wink für Merkel
Der Empfang für die EU-Spitzen im Weißen Haus, die in Europa bestenfalls als Moderatoren der Eurokrise geduldet werden, wirkt nicht wie ein Liebesgruß nach Berlin
Zur Räson bringen
Der NATO-Angriff auf pakistanische Militärs beschert dem Verhältnis zwischen Washington und Islamabad eine jähe Talfahrt und unterläuft eine Befriedung Afghanistans
Hin und schnell wieder weg
Köln ist lustig, München schön, Wolfsburg boomt? Falsch: Köln nervt, München ist verknöchert, Wolfsburg langweilig. Und Alsbach-Hähnlein macht’s nicht besser. Das Lexikon
Je später desto teurer
Deutsches Veto gegen eine europäische Initiative – die Bundesregierung reagiert auf Vorschläge der EU-Kommission zu Gemeinschaftsanleihen mit vorauseilendem Boykott
Allen Schwüren zum Trotz
Die Eurokrise stellt zusehends die europäische Geschäftsgrundlage des 3. Oktober 1990 zur Disposition
Kommen und Gehen
Die NATO-Staaten warten mit Abzugsplänen auf und tun so, als ob für die Restlaufzeit ihrer Besatzung nicht mehr viel zu tun sei, um ein befriedetes Land zu hinterlassen
Bella Italia
Der Politiker Berlusconi hat sich längst überlebt, der Regierungschef will sich noch eine Gnadenfrist gönnen – der Medien-Caudillo wird Italien wohl erhalten bleiben
Großer Sprung oder großes Loch
Eine neue Regierung in Athen hin oder her. Angela Merkels mutmaßlicher Königsweg, Griechenlands Wirtschaft durch Auszehrung gesunden zu lassen, ist gescheitert
Demokratie muss man sich leisten können
Den Griechen werden die Instrumente gezeigt. Vorerst fließen keine Hilfsgelder mehr. Mehr Souveränität wagen heißt offenbar, den Bankrott riskieren
Volkssouveränität gleich Börsensturz
Der Dax bricht immerhin um sechs Prozent ein, wenn Premier Papandreou ein Plebiszit zum jüngsten Rettungspaket ankündigt. Die Währungsunion steht auf der Kippe
Abgeschlagene Minderheit
Die Aufnahme Palästinas als 195. Mitglied der UNESCO ist ein Indiz dafür, wie sich dessen Staatlichkeit international durchsetzt, auch wenn die USA weiter bremsen
Kollateralschäden zuhauf
Der Sturz Gaddafis gehörte nicht zum UN-Auftrag für den nun beendeten Libyen-Einsatz der NATO. Sie hat ihn dennoch erledigt und damit erneut gezeigt, wozu sie fähig ist
Bankrottmanager in eigener Sache
Schuldenschnitt hin oder her. Vielleicht wäre eine geordnete Staatsinsolvenz das Beste für den Pleitier. Leider fehlen in der EU die erforderlichen Insolvenzregeln
Platz machen für Teheran?
Der kompakte Abzug der US-Armee aus dem Irak ist für den 31. Dezember angekündigt, aber noch nicht besiegelt. Es geht um den künftigen Einfluss des Iran
Kein Arbeitersamariterbund
Die Euro-Retter tagen quasi in Permanenz und kämen nur weiter, würde die Eurozone als knallharte Konkurrenzgesellschaft begriffen mit allen sich daraus ergebenden Folgen
In inniger Feindschaft verbunden
Zu Beginn der Präsidentschaft Obamas schien eine Normalisierung der Beziehungen durchaus möglich. Mit der Botschafter-Affäre ist sie definitiv gescheitert