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Finten und Floskeln
Die Bundesregierung spielt erkennbar auf Zeit. Sie will offiziell erst nach der Londoner Afghanistan-Konferenz Ende Januar über mehr Truppen entscheiden
Staat a.D.
Mit dem Wahltermin im März 2010 wird die Verfassung des Irak gebrochen. Dessen staatliche Autorität gerät in Verruf, auch weil sie neuen Attentaten ohnmächtig zusieht
Geschlossene Vorstellung
Zwischen 1933 und 1941 bot der „Jüdische Kulturbund“ ausgegrenzten Künstlern ein Exil im eigenen Land. Bis heute eine umstrittene Tat
Dunkle Wolken über Kopenhagen?
Eine Zusammenstellung der im Freitag erschienenen Artikel zum Thema Klimaveränderung
Kriterien des Abzugs
Über Exit-Strategien nachzudenken, heißt nicht, Zeitpläne für Abzugsszenarien zu entwerfen, sondern Kriterien zu benennen, von denen sie abhängen
Westerwelles Stolperstein
Zum Antrittsbesuch in Israel reist Außenminister Westerwelle mit dem festen Vorsatz, die Zwei-Staaten-Lösung zu vertreten, für die Israel derzeit so gut wie nichts tut
Der Wahnsinn geht weiter
Fairplay hat im Fußball ausgesorgt. Manipulierte Spiele sind daher mehr das folkloristische Dekor eines Metiers, in dem ökonomisches Kalkül den Sport versklavt
EU-Spitze als West-Paket
Weder der künftige EU-Ratspräsident noch die erste EU-Außenministerin kommen aus Osteuropa – die Wende-Gewinnler gehen erstaunlicher Weise leer aus
Gerupfte Hühner
Jüngste Siedlungsbeschlüsse des Kabinetts Netanjahu brüskieren Palästinenser-Präsident Abbas dermaßen, er müsste eigentlich noch schneller zurücktreten
Glasnost mit Guttenberg
Realistischer beurteilen, will der neue Verteidigungsminister den Bundeswehr-Einsatz in Kundus sehr wohl, doch eine neue Afghanistan-Politik bleibt er schuldig
Fasten gegen die Ignoranz
Die Welternährungsorganisation steht bei ihrem Gipfel in Rom auf verlorenem Posten. Die reichen Länder wollen erst selbst die Krise überwinden, bevor sie anderen helfen
Selten übermütig – Modrows neuer Kulturminister
Ab Mitte November 1989 hat die DDR erstmals in ihrer Geschichte eine Koalitionsregierung. Der "Sonntag" interviewt den Minister aus einem bis dahin immer heiklen Ressort
Wenn Geschichte nur stört
Wer den 9. November 1989, die Mauer und den Mauerfall aus ihren historischen Verankerungen reißt, springt leider entschieden zu kurz
Liebe Brüder und Schwestern von drüben!
Statt des 13-Uhr-Kommentars: Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Wenn wir in Ost und West fleißig Stein auf Stein setzen und "Bau auf" singen, kann viel passieren
Eine Sonntag-Redakteurin zeigt Arbeitshaltung
Ironie der Geschichte – der "Sonntag" veröffentlicht die erste Reportage vom Mauerfall in der gleichen Ausgabe wie die Reden von der Kundgebung am 4. November 1989
SED-Opposition und 4. November 89
In der Ausgabe vom 19. 11. 89 dokumentiert der "Sonntag" Alexanderplatz-Reden vom 4. November. Zur Vorgeschichte dieser Kundgebung gehört nicht nur der Herbst 1989
Wieder bei George W. Bush
Israels Premier Netanjahu wird am Sonntag in Washington erwartet. Gelegenheit, im Gespräch mit Obama auszuloten, ob es bei der US-Nahostpolitik einen Kurswechsel gibt
Schlag ins Kontor, nicht unter die Gürtellinie
Die Kanzlerin lernt dank Opel viel über Marktwirtschaft und weiß jetzt, wer Freunde in der Wirtschaft hat wie den GM-Vorstand, braucht keine politischen Feinde mehr
Lob des Spielverderbers
Das tschechische Verfassungsgericht hat auch die letzten Interventionen gegen den Lissabon-Vertrag abgeschmettert. Nun soll Vaclav Klaus tun, was von ihm erwartet wird
Wahlsieger Taliban
Die Demokratisierung Afghanistans ist um eine weitere Facette reicher. Stichwahlen um die Präsidentschaft wurden abgesagt, weil der Sieger schon feststeht
Zum Bleiben verdammt
Die schweren Anschläge in Bagdad zeigen, die USA haben den Irak in einen Zustand versetzt, der sie zwingt, Besatzungsmacht zu sein, solange die Besatzung andauert
Die eigene Haut
Die Sozialversicherung für 80 Millionen Deutsche soll künftig durch eine Bad Bank des Staates kofinanziert werden. Ein Modell auch für die Entwicklungshilfe?
Bevor der Hahn kräht
Kurz vor Ultimo wird es in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fast schon ruppig – die Steuersenkungsmanie der Freidemokraten hat ihren Anteil daran
Karsai im Hoffnungslauf
Das Präsidentenvotum vom 20. August ist nach allen Regeln der Kunst und Demokratie gescheitert. Damit stellt sich für den Krieg am Hindukusch einmal mehr die Sinnfrage
Fall- und Gefallsucht
Gut beraten ist, wer Wirtschaftsprognosen wie einen schlechten Pfennig prüft und nach dem Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen alle Zahlen auf den Prüfstand holt