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Das Auge war Zeuge
Mit dem „Handbuch der politischen Poesie“ lässt sich nachempfinden: Zu guten engagierten Gedichten gehört mehr als gute Gesinnung
Störrisch, sperrig, gut
Die wichtigsten deutschsprachigen Neuerscheinungen haben viel mit dem Jahrhundertdichter Georg Trakl zu tun
Bitte keine Witze erklären
Jonathan Franzen will uns den Publizisten Karl Kraus kulturkritisch näherbringen. Versuch misslungen
Lesen, nicht scrollen
Müssen E-Books interaktiv sein? Der Schriftsteller Gregor Hens zieht das lineare Erzählen vor
Kapitallismus
In seinem Bestseller „Der Marsianer“ erzählt Andy Weir ganz neu von der Besiedlung des Mars. Wird der Planet nun im Sinne einer neoliberalen Landnahme kolonisiert?
Grundkurs Überwachung
Stefan Aust und Thomas Ammann verbreiten viele Phrasen und zu wenig Mut. Doch „Digitale Diktatur“ markiert den Weg zur Wende
Verachtung für Profis
Don Winslows neuer Roman „Missing. New York“ ist noch unterkomplexer und damit ideologischer als sein Vorgänger
Links die Beretta
Man hört’s am Sound seines „Boogie Man“: Nathan Larson kommt aus Washingtons Hardcore-Szene
We are the 99 Percent
Meisterhaft beschreibt Gene Kerrigans „Wut“ ein Dublin nach dem Finanzcrash
Sherlocks Geliebte
Annelie Wendeberg seziert in ihrem Debüt „Teufelsgrinsen“ eine medizinische Verschwörung
So schräg, so schön
In „Lady Bag“ betrachtet Liza Cody die Stadt von unten und das Genre vom Rand her
„Er ist halt instabil“
Nach einem Ausraster wurde Johannes Schäfer aus Wien strafversetzt in die Provinz, treu folgen ihm die Leser. Was macht Georg Haderers Kommissar so beliebt?
Verdammt, diese Wüste
James Lee Burke aus Texas gilt als einer der ganz Großen seiner Altersklasse. „Regengötter“ ist wieder so ein Riesen-Amerika-Ding
Ein Virus im Nahostkrieg
In Dan T. Sehlbergs „Mona“ setzen die schiitische Hisbollah, ein saudischer Wirtschaftsmagnat und al Qaida gemeinsam einen perfiden Plan um
Zwei Ischen gegen die Mafia
In María Inés Krimers „Sangre Kosher“ ermittelt eine Archivarin mit der Putzfrau
Bitter und zart
Orkun Erteners „Lebt“ und Martin von Arndts „Tage der Nemesis“ führen durch ein Europa der Kriege
Das Hohelied der Qual
Volker Reinhardts Buch über Leben und Wirken des unsterblichen Marquis de Sade ist eine wackere Fleißarbeit
„Wir waren wie Könige!“
„Kriminelle Bande“ erzählt aus der Perspektive von Frankreichs Hautevolee. Flore Vasseur kennt sich dort aus
Herr May und sein Knecht Ndasenga
Schwülstig erzählt Hermann Schulz in der „Nacht von Dar es Salaam“ vom Leben seines Vaters und einer Männerfreundschaft
Umleitungsgespräche und die Stasi privat
Literaturprofessor Erhard Schütz mit einer Auswahl an Bucherscheinungen zum Mauerfalljubiläum
Hilft ja nichts
Die Journalistin Charlotte Wiedemann hat das Bürgerkriegsland Mali bereist. An dessen Demokratie hat der Westen keinen Anteil
Tigerstaaten auf der Spur
„Afrika ist das neue Asien“, findet Christian Hiller von Gaertringen. Aber wer profitiert denn vom strammen Wachstumskurs?
Jean Gabin, da im Nebel
Mit „Gräser der Nacht“ führt uns der Nobelpreisträger Patrick Modiano einmal mehr anmutig ins Ungefähre
Exquisit und delikat
Über das Leben in der DDR und ihr Nachleben sind dieses Jahr viele Bücher erschienen. Wir haben die 15 wichtigsten herausgesucht
Kein Kinderspiel
Wir europäischen Leser sollten endlich lernen, afrikanische Romane als Literatur wahrzunehmen. Zwei Beispiele