Cherry-Cherry-Lady ist eine Sauerkirsche
Warum ist die Welt voll von rachsüchtigen Frauen? Vielleicht waren sie verblendet und haben die Liebe missverstanden – Liebe ist doch nur eine schöne Normalität
Wir Wohlstandssozialisten
Wolfgang Pohrt rechnete am Wochenende in Berlin gleich zwei Mal mit jeder Kapitalismuskritik ab. Die Zuhörer betranken sich dabei. Was kann es schöneres geben?
Alles nur geborgt
Die Mittelschicht in den USA fürchtet den Abstieg – und will doch weiter auf Pump leben. Ein Besuch in New Jersey, im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
Besuch des alten Mahners
Der einstige Nestbeschmutzer ist zur moralischen Autorität geworden - Petros Markaris beschreibt in zwei neuen Büchern eindrucksvoll die Krise seines Landes
"Du bist jetzt in der Sauna!"
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Fiktives Schwitzen
Vaginagesteuert
Die Neurowissenschaften werden überall zitiert. Jetzt sogar im Feminismus: Naomi Wolfs „Vagina“ ist der Aufreger zum Bücherherbst. Zu Recht?
Bloß keinen Konsens!
In einem neuen Sammelband denken die wichtigsten Philosophen der Gegenwart darüber nach, was Demokratie eigentlich sein soll
Diese ganzen Anglizismen
Auch eine Leistung: Vom Dortmunder "Tatort: Alter ego" hat man schon nach der Auftaktfolge die Nase voll. Unsympathische Figuren, fetzige Dialoge, Ruhrpott-Klischees
Die Anbetung der Heiligen Gilda
Die argentinische Sängerin Miriam Bianchi, die sich Gilda nannte, starb 1996 bei einem Autounfall. Sie wird heute von ihren Fans verehrt wie eine Heilige
Schöner Schein
Die Wirklichkeit ist eine einzige Manipulation, schon klar. Nur, wer möchte eine unmanipulierte Welt? Dass Bluffs das Leben reicher machen, zeigt unser Lexikon der Woche
Die glorreichen Linien
Höchst aktuell und sehr lebendig: die "Frank Stella - Retrospektive" im Kunstmuseum Wolfsburg
„Manchmal habe ich Lust“
Warum soll sich eine Frau schämen, wenn sie als Escort-Lady arbeitet? Natalia, die für die Agentur „Meine Begleitung“ in Berlin arbeitet, erzählt aus ihrem Alltag
Julia Schramm – die digitale Exilantin
Die Piratin Schramm surft, seit sie acht ist. Sie sagt, sie sei nicht nur mit dem, sondern im Netz groß geworden. Nun hat sie ein Buch geschrieben. Passt das zusammen?
Moor is less
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg versucht sich an einer neuen Literatursendung, in der es allerdings um Literatur gar nicht geht, sondern etwa um "prominente Leser"
Nicht mehr per Anhalter
Die Tramper sind verschwunden, aber warum? Jeder weiß es, aber jeder weiß etwas anderes
Drüberreden
Die Aufregung um ein Interview, in dem anonym ein Fußballer über Homosexualität spricht, trägt genau dazu bei, wogegen sie sich zu wenden scheint: der Stigmatisierung
Geht doch
Manager können nicht Teilzeit arbeiten? Können sie doch. Die Fußballbundesliga macht's vor. Jörg Schmadtke, Sportdirektor von Hannover 96, ist nun halbtags tätig
Für eine Handvoll Lehm
Romane und andere nichtdramatische Texte werden in den letzten Jahren vermehrt ans Theater gebracht. Also auch das Buch der Bücher: Stefan Bachmanns "Genesis" in Zürich
Vergessen zum Essen
Ist Alzheimer eine neue Form von Zuckerkrankheit? Forscher finden immer neue Hinweise darauf. Es wird Zeit, vorzusorgen
Dumm wie unser täglich Brot
Nicht nur unsere Körper sind in Gefahr: Wenn es um Ernährung geht, steht längst viel mehr auf dem Spiel. Eine Streitschrift wider die Bauklötzchen-Logik
"Es gibt keine chinesische Kunstszene"
In London stellt "Art of Change: New Directions from China" aktuelle Kunst aus China vor. Doch das Gezeigte ist so zeitgenössisch wie Schweinefleisch süß-sauer
Spiel mir das Leid vom Tod
Michael Hanekes neuer Film heißt "Liebe". Dabei handelt er vom Tod. Und ist darin untypisch für den Regisseur, der so häufig nach den Ursachen der Gewalt gesucht hat
Dann muss ich Sie bitten, mitzukommen
Mathias Kopetzki stellt in Berlin ein Buch über die Freude am Schwarzfahren vor - die meisten seiner Zuhörer sind schon mal erwischt worden
Let’s Get Ravey!
„Viel hilft viel“ war schon immer die Devise des Hypes. Aber jetzt muss man Dubstep wohl oder übel für tot erklären. Denn es bleibt bloß noch verbrannte Erde