A–Z: Mitte
Friedrich Merz rückt ab vom Rand und ins Zentrum der CDU. In Berlin-Moabit ist der Bezirk Mitte zum Glück meilenweit entfernt und für Aristoteles war der Punkt in gleicher Entfernung zu zwei Polen das perfekte Ideal
Wenn die Künstlerin die Kresse im Kissen schmuggelt
In Corona-Zeiten kaum vorstellbar: Es ist wieder Messe-Saison. Unsere Kolumnistin schaut bei der „Paris Photo“ vorbei – und begegnet dort den üblichen schillernden Persönlichkeiten
Die Ungeeigneten
„Succession“ zeigt den knallharten Machtkampf einer Familiendynastie – und Reichtum als Selbstverständlichkeit
Nur noch fünf Fernsehsender?
Seit Jahrzehnten soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden. Bisherige Änderungen sind immer an einzelnen Bundesländern gescheitert. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag und alle sollen im Internet mitdiskutieren
Fliegen sollst du
Kennen Sie Aphra Behn? Vermutlich nicht. Dabei brach die Theaterautorin zu Shakespeares Zeit Konventionen. Dann wurde sie vergessen. Höchste Zeit also, dass sie nun wiederentdeckt wird
Ein ganz fauler Fake
Luk Perceval adaptiert in Köln Gontscharows „Oblomow“ und spiegelt die Produktionsbedingungen des Theaters
„Schön absurd, oder?“
Interessant ist, was aus dem Zusammenhang fällt: Ein Gespräch mit Gisela von Wysocki über das Schreiben und ihren ehemaligen Lehrer Theodor W. Adorno
Seefahrt mit Mama
Die Macht von Christian Krachts Text ist so groß, dass jede Bearbeitung seines Romans „Eurotrash“ droht, zum Unfall zu werden. Die Schaubühne geht das Wagnis ein
Wo der Gast König ist
Der Film „À la carte!“ inszeniert das Ende des Ancien Régimes als Geburtsstunde der Restaurantkultur
Ein Hit ist ein Hit
Eigentlich ist Gaza von der Hamas kontrolliert und für Israelis nicht zugänglich. Der Sänger Mike Sharif will dort trotzdem auf einer Hochzeit auftreten
Generationen von Sucht
Julia Hertäg bewundert den Überlebenswillen einer Mutter in der Netflixserie „Maid“
„Mein Privileg ist der Außenblick“
Goran Vojnović sieht sich als postjugoslawischer Autor, in Slowenien ist er längst ein Star. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller über Literatur in Krisenzeiten
Reingeschlittert ins Verbrechen
Ein spröder Mathematiker erbt einen Abenteuerpark – und erlebt den „Kaninchen-Faktor“
Alles für Adele
Damit die Dramaturgie ihres neuen Albums aufgeht, bittet die britische Sängerin Spotify, die Zufallswiedergabe als Standard abzuschaffen – und hat Erfolg. Dabei verkennt sie, was Popmusik ausmacht
Schlafwagen zum Kollaps
Angesichts der Klimakrise missverstehen sich viele deutsche Bühnen als Hörsäle – das Publikum lehnt sich zurück und schaltet ab
A–Z: Déjà-vu
Wir hören wieder von der „Dynamik der Pandemie“, es ist wie im „Murmeltier“-Film. Und auch bei den „Simpsons“ tauchten dreiäugige Fische und Corona auf, bevor sie unsere Realität crashten. Unser Lexikon
„Herzschmerz, Flucht und eine gerechtere Welt“
Robert Stadlober wurde mit den Filmen „Sonnenallee“ und „Crazy“ zum Teenie-Star, später war er Hassobjekt. Im Interview erzählt er, weshalb er während der Pandemie eine Band gründete und was ihn am DDR-Schriftsteller Stefan Heym fasziniert
Unter Weißen
„Passing“ erzählt von Versuchen, im New York der 1920er eine neue Identität anzunehmen
Er macht sein Ding
René Pollesch stellt die Volksbühne selbst in den Fokus seiner dritten Premiere als Intendant. Was lehrt uns dieser Abend?
Ödnis, Krise, tiefes Gelingen
Unser Kolumnist Erhard Schütz reist durch Kulturgeschichten des 20. Jahrhunderts, inklusive „Schwarzwaldklinik“. Manches gerät dabei episch!
Édouard Louis: Der feine Herr Sohn
Warum werden Männer so sanft, wenn sie von ihren Müttern erzählen? Eine Annäherung an das Phänomen Édouard Louis
60 Jahre Eichmann-Prozess: Als das Radio alle erreichte
Die weltweite Ausstrahlung der Prozessberichterstattung gab den Überlebenden der NS-Verbrechen eine Stimme. Wer die Aufklärung ernst nimmt, muss das auch für die Gegenwart verlangen
Was gefällt uns heute?
Moritz Basler und Heinz Drügh versuchen sich an einer Ästhetik der Jetztzeit. Der könnte in einer Zeit der ethisch-moralischen Überhöhung eine entscheidende Bedeutung zukommen
„Wie eine Selbsttherapie“
Eigentlich wollte die Psychoanalytikerin Ofra Bloch einen Film über die Deutschen und den Holocaust drehen. Heraus kam „Afterward“, mit einer Brücke zum Nahost-Konflikt