Oh, eine lesbische Nonne!

Paul Verhoevens neuer Film ist ein kalkulierte Aufreger der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes, doch das Ergebnis bleibt trivial. Dabei böte die tatsächliche Geschichte Stoff für einen cineastischen Paukenschlag

Das ist mir Lachs

Peter Eötvös’ neue Komposition „Sleepless“ führt uns in den Körper eines filetierten Fisches – dort wird in finsterer Atmosphäre gemordet

Symbole des Ewigwährenden

Zypresse, Linde, Magnolie: „Die Zähmung der Bäume“ dokumentiert die bizarre Obsession eines Milliardärs und die Gemeinschaften aus deren Mitte er seine Sammlung rekrutiert

Eidinger? Bleibtreu!

„Faking Hitler“ will die „Stern“-Affäre um die Tagebücher moderner erzählen – und mit einer Frau

Hand hält rote Walnussschale über kleiner gelber Kugel und zwei Walnusshälften.

Stille Macht

SPD, Grüne und FDP pochen auf „Vertrauen“. Die Öffentlichkeit lassen sie außen vor. Wer von diesem neuen Stil profitieren wird, ist bereits jetzt erkennbar

Michael Jäger
Angela Merkel mit geschlossenen Augen vor blauem Hintergrund.

Kirche, Osten, Frau

Nach 16 Jahren wird die Kanzlerin mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet. Für diesen Anlass hat sie eine Musikauswahl getroffen – und schickt damit eine Botschaft

Krieg und Alltag

Der erste Band wurde politisch frisiert, der zweite mitsamt Notizen vom KBG konfisziert. Jetzt ist Wassili Grossmans „Stalingrad" aus einem Typoskript restauriert worden und bietet tiefe Einblicke in die Sowjetunion des Zweiten Weltkriegs

Ansichten des weiten Landes

Viele Menschen in den ländlichen Regionen der USA leben in Armut und wurden lange übersehen. Das US-Indiekino greift dieses Thema auf und erzählt von prekären und marginalisierten Existenzen

A–Z: Mitte

Friedrich Merz rückt ab vom Rand und ins Zentrum der CDU. In Berlin-Moabit ist der Bezirk Mitte zum Glück meilenweit entfernt und für Aristoteles war der Punkt in gleicher Entfernung zu zwei Polen das perfekte Ideal

Die Ungeeigneten

„Succession“ zeigt den knallharten Machtkampf einer Familiendynastie – und Reichtum als Selbstverständlichkeit

ZDF-Satellitenschüssel vor dramatischem Wolkenhimmel.

Nur noch fünf Fernsehsender?

Seit Jahrzehnten soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden. Bisherige Änderungen sind immer an einzelnen Bundesländern gescheitert. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag und alle sollen im Internet mitdiskutieren

Frauenbildnis im Stil von

Fliegen sollst du

Kennen Sie Aphra Behn? Vermutlich nicht. Dabei brach die Theaterautorin zu Shakespeares Zeit Konventionen. Dann wurde sie vergessen. Höchste Zeit also, dass sie nun wiederentdeckt wird

Ein ganz fauler Fake

Luk Perceval adaptiert in Köln Gontscharows „Oblomow“ und spiegelt die Produktionsbedingungen des Theaters

Schattenfiguren von Händen, die einen Hund und einen Hasen darstellen, vor rotem Hintergrund.

„Schön absurd, oder?“

Interessant ist, was aus dem Zusammenhang fällt: Ein Gespräch mit Gisela von Wysocki über das Schreiben und ihren ehemaligen Lehrer Theodor W. Adorno

Michael Angele

Seefahrt mit Mama

Die Macht von Christian Krachts Text ist so groß, dass jede Bearbeitung seines Romans „Eurotrash“ droht, zum Unfall zu werden. Die Schaubühne geht das Wagnis ein

Leander F. Badura

Wo der Gast König ist

Der Film „À la carte!“ inszeniert das Ende des Ancien Régimes als Geburtsstunde der Restaurantkultur

Menschenmenge mit israelischen Flaggen, eine Frau filmt mit ihrem Handy.

Ein Hit ist ein Hit

Eigentlich ist Gaza von der Hamas kontrolliert und für Israelis nicht zugänglich. Der Sänger Mike Sharif will dort trotzdem auf einer Hochzeit auftreten

Generationen von Sucht

Julia Hertäg bewundert den Überlebenswillen einer Mutter in der Netflixserie „Maid“

„Mein Privileg ist der Außenblick“

Goran Vojnović sieht sich als postjugoslawischer Autor, in Slowenien ist er längst ein Star. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller über Literatur in Krisenzeiten

Empfehlung der Woche

Nicht

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Dror Mishani

Hardcover Leinen
192 Seiten

25 €

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Was ihr wollt

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William Shakespeare

Regie: Sarah Kurze

Termine: 12./13. Mai und 3./4./5. Juni 2026

Dauer: 1 Stunde 20 Minuten

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Nachbeben

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Zinnini Elkington

Drama

Dänemark 2025

92 Minuten

Ab 7. Mai 2026 im Kino!

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Traum & Trauma – Expressionismus in Kunst und Film

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KUNSTHALLE „Talstrasse“ Kunstverein „Talstrasse“ e.V.

Talstraße 23, 06120 Halle (Saale)

Vom 29. April 2026 bis 09. August 2026!

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