Wie stößt man Artischocken vom Divensockel?
Entkleidet und zurechtgestutzt, gefällt unserem Koch das stachelige Gemüse am besten. So wird die Artischocke zur wahren Teamplayerin
Plötzlich schellen Alarmglocken
Die Regierung Erdogan begreift, dass sich weder die NATO noch die USA allein in ein Syrien-Abenteuer stürzen wollen – so kommt wieder die Diplomatie zu ihrem Recht
Wer droht, hat schon verloren
Bundestag will eine Studie zur Abgeordnetenkorruption mit Hilfe des Urheberrechts unter Verschluss halten
Breivik als Dilemma
In Weimar führt der Schweizer Dokumentartheatermacher Milo Rau "Breiviks Erklärung" als Reenactment auf. Er will den Massenmörder weginszenieren, was nicht gelingt
„In anderen Ländern klappt das auch“
Transparency-Vorstand Jochen Bäumel über vorgeschobene Argumente gegen die Offenlegung von Nebeneinkünften
Die andere Lust
Feministische und queere Pornos treten an, das Genre von Konventionen zu befreien. Das hat aber einen Preis
Notfalls in die Pleite schicken
Eine europäische Aufsicht ist nur sinnvoll, wenn sie jederzeit in das riskante Geschäftsgebaren von Geldhäusern eingreifen kann. Bis dahin ist es ein weiter Weg
Arm, aber gücklich?
Es steigt die Zahl der Menschen, die sich wirtschaftlich ausgegrenzt fühlen. Das macht Angst. Doch kann daraus auch eine Gemeinschaftserfahrung wachsen
Es grenzt an ein Wunder
Syrische Fronten drohen auch dem Nachbarland, das mit einer fragilen inneren Machtbalance leben muss. Ein militärischer Konflikt käme vor allem dem Iran ungelegen
"Enfant terrible der Tanzszene"
Trajal Harrell war Einserschüler in Georgia und Yale-Absolvent – nun verkörpert er als Südstaatler in New York eine neue Choreografen-Generation
Wenig Grund zur Hoffnung
Der UN-Sondergesandte Brahimi will eine Waffenruhe aushandeln. Auch wenn die zustande kommt, wird sie kaum den Weg zu Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien ebnen
Quote für Hosenanzüge
Durch mathematische Verfahren und Prozentvorgaben wird die Chancengleichheit im Alltag nicht verbessert. Im Gegenteil
EB | Die große Klappe funktioniert wieder
Auf Flohmärkten finden sich oft achtlos fortgeworfene Briefe aus Nachlässen. Dabei erzählen sie manchmal wundervolle Geschichten. Diesen sei hier Raum gegeben
Auch du bist Chanel
Der Parfümklassiker hat viel Tamtam nicht mehr nötig. Jetzt geht es darum, sich ein eigenes Bild zu machen. Das lädt zum Trittbrettfahren ein
Die rätselhafteste Band der Welt
Die Band „Godspeed You! Black Emperor“ veröffentlicht nach zehn Jahren ein neues Album, ohne Bescheid zu sagen. Das passt zu den Kanadiern, die sich allem verweigern
Nicht sexy, aber ärmer
Für den Normalbürger unsichtbar und selbst für die Zeitungen nur mäßig interessant: Presse-Grosso. Dabei sorgt der kriselnde Pressegroßhandel für die Vielfalt am Kiosk
Die Revolution entlässt ihre Väter
Die Kommunistische Partei hat Maos Erbe endgültig abgeschüttelt. Vor dem 18. Kongress schwanken viele im Land zwischen Respekt und Sarkasmus für die politische Führung
EB | Erneut – Wikipedia Italien und die Knebelung
Die italienische Version von Wikipedia sieht ihr Werk erneut durch Knebelungsgesetze in Gefahr; sie werden zur Stunde im Senat, der 2. Kammer des Parlaments, diskutiert
Vergessen ist nicht leicht
Das Kapitel Lance Armstrong soll nach dem offiziell anerkannten Betrug durch Doping gelöscht werden. Leichter gesagt als getan: Wie man künftig über Sport reden kann
Faustpfand und Faustkeil
Die Praxisgebühr steht vor dem Aus – gut so. Aber das Verteilen von Wahlgeschenken belegt noch keine sozialpolitische Kompetenz
Alben gibt es in der Jukebox nicht
Clara Drechsler hat „Spex“ mitgegründet und überträgt heute Pop-Romane ins Deutsche. Aktuell hat sie Tom Wolfs "Sound" übersetzt
Mali und der Rest der Welt
Die Bundesregierung argumentiert verstärkt für ein Mehr an militärischen Einsätzen. Deshalb braucht es jetzt eine grundsätzliche Debatte
„Möchten Sie einen Hirsch mitnehmen?“
In Georgien funktioniert zwar die demokratische Ablösung der Regierung. Mit dem Erhalt von Altbauten hapert es allerdings noch beträchtlich
Adieu, Chérie
Das deutsch-französische Verhältnis wird zu einer Partnerschaft ohne Parität. Paris sollte sich daher andere Verbündete suchen – am besten im Süden Europas