Verschweigen, was ist
Die "Bild"-Zeitung hat ihren Schrecken verloren, und die schärfsten Gegner haben ihr dabei geholfen. Aber das Blatt bleibt gefährlich
Geiseln eines Bürgerkrieges
Kofi Annans UN-Mission bleibt der letzte Wall gegen eine hemmungslose Eskalation. Der Region droht andernfalls ein Stellvertreterkrieg
Über allen Wipfeln ist Unruh’
Ehrgeizige Klimaziele erfordern Windräder im Wald. Naturschützer bangen um Landschaft, Bäume und Vögel. Aber ist die Kritik berechtigt?
Eine Lebende unter Toten
Gisela Elsner wird endlich wiederentdeckt – und es stellt sich die Frage: Wie kommen Sätze von ihr in die „Blechtrommel“?
Summa cum gaudi?
Studierende seien selbstbezogene Wassertrinker, ärgerte sich Christiane Florin in der „Zeit“. Bullshit! Eine Replik
Landflucht und Slums
Die Kommentare der IWF-Chefin zu Griechenland haben dort für Aufregung gesorgt. Im Niger, dem ihr "Mitgefühl" gilt, werden sie kaum besser aufgenommen worden sein
Auf der richtigen Seite?
„Triggerwarnungen“ haben eine neue Stufe erreicht, sie werden vor allem moralisch legitimiert. Doch wer sie inflationär benutzt, verwässert die Idee, sagt unsere Autorin
Ärzte als Täter
Erst 65 Jahre nach Kriegsende bekennt sich der Deutsche Ärztetag zur Mitverantwortung der Mediziner an den NS-Verbrechen. Das ist ein gutes Signal und auch eine Mahnung
Warum der WDR Helge Schneider ans Internet verschenkt
"Helge's Heimatabend" präsentierte beim Jazz-Festival Moers ein Sammelsurium an Unterhaltungselementen. Das live zu übertragen fand der WDR offensichtlich zu riskant
Chance für die Transparenz
Julian Assange darf ausgeliefert werden, sagt der britische Supreme Court. Gut so. Die Vergewaltigungsvorwürfe gehören vor Gericht, sonst bleiben sie an Wikileaks hängen
Alles selbstgesponnen
Was haben der Karneval der Kulturen, der Eurovision Song Contest und Griechenland gemeinsam? Sie sind Teil unseres selbstgesponnenen Bedeutungsgewebes. Zumindest zurzeit
Beliebte Deutsche, Betreuungsgeld & Hochverrat
Nicht alles, was diese Woche unter dem Teppich landete, gehört dorthin: 4 weitere Themen der Woche in aller Kürze analysiert
Der Tag der langen Messer
Ein Referendum entscheidet am 31. Mai über den Beitritt zur EU-Fiskalunion. Bei einem Nein dürfte der entsprechende Vertrag in seiner jetzigen Form kaum zu halten sein
Der Mann fürs Mögliche
Er war der Pate der Realpolitik - und von Rupert Murdochs Tochter. Tony Blairs Aussage vor dem Leveson-Ausschuss zeugte nicht nur von seinem großen politischen Talent
Die neue greisenhafte Jugendlichkeit
Die stärksten Filme im Wettbewerb erzählten in diesem Jahr von Übergängen, Träumen, imaginären und virtuellen Welten, die das Reale zu Boden drücken
Flucht aus dem Flaggenmeer
Unsere Autorin kehrte in ihre Heimatstadt Baku zurück, um über den Eurovision Song Contest zu berichten. Wie erlebte sie den Wettbewerb in Aserbaidschan?
Der Schrecken von Hula
Nach dem Massaker könnte Russlands Unterstützung für Kofi Annans Plan Syrien vor einem ausufernden Bürgerkrieg bewahren
Das ewige Rückzugsgefecht
Zwei Momente des Innehaltens und tieferen Verstehens: die neuen mögenswerten Alben von F.S.K. und Dexys (Midnight Runners)
Die Beharrlichkeit des Wortes
Beim Iran sollte die Welt nicht nur auf die Atomgespräche blicken: Eine Würdigung der inhaftierten Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh
Echtes Nylon, falsche Haut
Wie lange muss eine Frau in der Sonne liegen, damit sie so braun wird wie die Models auf den H&M-Plakaten? Werbekritiker versahen diese nun mit einer Photoshop-Leiste
Die Notwendigkeit des Schreibens
Zweimal erhielt Louis Paul Boon den belgischen Staatspreis, in Deutschland blieb er unbekannt. Der Alexander Verlag legt nun zwei Werke des Antifaschisten und Modernisten vor
Wart schnell, Beat
Luzern hat's begonnen, Luzern bringt's zu Ende: Der Schweizer "Tatort: Skalpell" beschließt die Saison. Flückiger hat eine neue Kollegin, die an die alte erinnern soll
„Er muss anrufen“
Wer sich an die klassischen Regeln hält, wird nicht enttäuscht, sagt Clara Ott, Autorin des Romans "Aufrüschbar"
Ex und Hoppe
Warum die Schriftstellerin Felicitas Hoppe auch als Romanfigur nicht zu greifen ist – und dennoch zu Recht den Georg-Büchner-Preis erhalten hat