Abgeschlagene Minderheit
Die Aufnahme Palästinas als 195. Mitglied der UNESCO ist ein Indiz dafür, wie sich dessen Staatlichkeit international durchsetzt, auch wenn die USA weiter bremsen
Nägel mit veränderten Köpfen
Nein, der Mindestlohn der CDU ist natürlich keine Revolution. Und doch verweist der Schwenk Merkels auf geöffnete Räume, in welche die Linken nun weiter vorstoßen müssen
Hauptsache reibungslos spekulieren
Die USA machen vor, wie man das Rohstoffgeschacher eindämmt. Die EU-Kommission und die G20 tun es trotzdem nicht
Der dritte Super-Zyklus
Auf dem G20-Treffen in Cannes ab dem 3. November dürfte recht deutlich werden, dass die Vormachtstellung Europas und Nordamerikas endgültig der Vergangenheit angehört
Rendezvous in der Mitte
Unsere Kolumnistin möchte die Gesellschaft nicht in männlich oder weiblich unterteilen. Beide Sphären sollen sich auf Augenhöhe begegnen und gegenseitig beeinflussen
Schweizer durch und durch
Der Vorsitzende der Volkspartei verliert bei der Nationalratswahl an Zuspruch. Für den Bundesrat in Bern ist der Rechtspopulist schon lange nicht mehr tragbar
Kollateralschäden zuhauf
Der Sturz Gaddafis gehörte nicht zum UN-Auftrag für den nun beendeten Libyen-Einsatz der NATO. Sie hat ihn dennoch erledigt und damit erneut gezeigt, wozu sie fähig ist
Medien und Mamas
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Lebensstile
Die Herren des Hungers
Rohstoffspekulation ist ein gutes Geschäft. Die Erfinder der Fonds nennen ihre Profitziele erstaunlich offen. Verantwortlich für den Hunger sehen sie sich nicht
Mit dem Tod der Alge fängt es an
Dass das Eis am Nordpol schwindet, ist unvermeidlich. Über die Folgen für das arktische Ökosystem wird unter Forschern noch gestritten
Das Archiv der Migration
50 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei: Wer an die Zukunft denkt, muss sich erinnern können. Ein Plädoyer für eine deutsche Geschichte
Mehr Demokratie – aber wie?
Der Ruf nach neuen Beteiligungsformen war selten lauter als heute. Doch nie zuvor war er auch so ambivalent. Die Grenzen sind unübersehbar
Heute abend bei mir, kochen?
Ist schon okay, tut gleichmäßig weh: Der "Polizeiruf 110: Blutige Straße" spielt Agatha Christie, will aber noch mehr, und auch deshalb sieht man von Halle nichts
Warum beteiligen Sie sich am Protest?
Occupy-Aktivisten aus Deutschland, Spanien, Israel und Chile, erzählen im Gespräch mit Guardian-Redakteuren, warum sie auf die Straße gehen
Bis zum nächsten Schluckauf der Märkte
Statt eines gehebelten Rettungsfonds EFSF sollte es in der Eurozone endlich gemeinsame Eurobonds und das Bekenntnis zur Transferunion geben
Ein ganz normaler Kontinent
Afrika hat 30 Millionen Quadratkilometer. Kulturell, politisch, sozial aber gibt es "Afrika" nicht. Was den Kontinent trotzdem verbindet, steht in unserem Lexikon
Sand aus der Karibik
Zehn Jahre nach ihrem Absturz taucht die „New Economy“ als erfolgreiche Gegenwart wieder auf. Sie hatte einst das Internet ebenso im Gepäck wie eine neue Arbeitskultur
Oper in Zeiten des Aufstandes
Die Deutsche Oper Berlin gibt Verdis „Don Carlo“, und der Kritiker kommt nicht umhin, brennend aktuelle Themen mitzudenken und mitzuhören
Selbstgemachter Spaß
Bremerhaven gilt als öde Stadt. Ein paar Studenten wollen das ändern – mit Trockensurfen und Kunstaktionen in der Fußgängerzone
Die Kunst, Segel zu setzen
Die Linke hat ein neues Programm und eine alte Personaldebatte. Was ihr fehlt, ist eine große Erzählung
Das Leben nach dem Tod
Die Reaktion der Norweger auf den Amoklauf beeindruckt die Welt. Wie machen die das? Eine Suche nach der Quelle der Gelassenheit
In der Revolution gestrandet
Fast 6.000 Menschen sitzen im libyschen Grenzgebiet zu Ägypten und Tunesien fest. Deutschland und andere EU-Länder verweigern die von der UNO geforderte Aufnahme
Kommissar Cioloş will den großen Schnitt
Wenn es nach den Vorstellungen des EU-Agrarkommissars geht, soll die Landwirtschaftspolitik ab 2014 grüner werden und Bauern in Osteuropa begünstigen
Das Los der Kofferkinder
Wer über die Geschichte der türkischen Migranten reden will, muss das Schicksal der zweiten Generation der heute 35- bis 50-Jährigen kennen