Washingtoner Komplott
Der vereitelte Anschlag auf den saudischen Botschafter in Washington wirft viele Fragen auf. Die iranische Al-Quds-Einheit geht eigentlich nicht so unprofessionell vor
Die Zaudernden bestraft das Leben
Die Piraten könnten ihren Einfluss bundesweit ausdehnen – wenn sie in der Debatte um den Staatstrojaner klarer Position beziehen
Jenseits der großen Erzählung lauert der nackte Code
Warum wir von „Staatstrojanern“ und „digitalem Ungeziefer“ reden müssen, wenn es um ein hochkomplexes Gebilde geht
Der will nicht nur gucken
Die Bürger können sich weder auf Behörden noch auf Firmen verlassen, wenn sie in die digitale Gesellschaft aufbrechen wollen. Der Chaos Computer Club hilft da schon eher
„Vielen Dank für nichts, ihr Deppen!“
Déjà-vu: In Berlin stört abermals ein Anschlag den Berufsverkehr. Die Politik strapaziert wieder das Wort von der neuen RAF. Und in der Szene stößt die Aktion auf wenig Verständnis
Scharade der Möglichkeiten
Unendlicher Gesprächsstoff: In „Die Liebesfälscher“ erzählt der iranische Filmemacher Abbas Kiarostami eine Geschichte mit Juliette Binoche, die man so und so sehen kann
Soul Time!
Das Herz des andauernden Soul-Hypes schlägt in Brooklyn. Vor zehn Jahren gründeten Gabriel Roth und Neal Sugarman hier das Label Daptone Records
Betreuung nach Kassenlage
Familienministerin Kristina Schröder will das Betreuungsgeld nun doch nur für zwölf Monate zahlen. Sie folgt dabei nicht inhaltlichen Argumenten, sondern Haushaltszwängen
Wenn die Worte stumm bleiben
Dank der Forschung kann Kindern mit Legasthenie geholfen werden. Im Alltag wird diese Option aber zunehmend ins Gegenteil verkehrt
Auf Pferde wetten, die niemals laufen
Der britische Politologe Colin Crouch schlägt den Neoliberalismus auf seinem eigenen Feld, und wir schauen gebannt zu
Potenzielle Pflichtlektüre
Nun hat auch Jan Böttcher einen Lehrerroman geschrieben. Aber sein Boden heißt Musik, und der ist sehr gut, fast schon zu gut bestellt
Was Nora Gomringer sehr gut in den Mund passt
Am 15. Oktober wird ihr der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache verliehen – und es gibt neue Bücher der Autorin von "Klimaforschung"
Fundgruben für Literaturliebhaber
Die „Neue Rundschau“ feiert munter ihren 125. Geburtstag. Soll keiner sagen, die deutschen Kultur- und Literaturzeitschriften seien tot. Ein Rundgang
Armer Tropf in der Diaspora
Peter Ramsauer gibt sich im Verkehrsministerium auch als Sachwalter bayerischer Interessen. Zusammen mit der Maut-Debatte verhalf ihm das zur Wiederwahl als CSU-Vizechef
Schön, egalitär und intelligent
Die italienische Linke hat mehr begabte Literaten als Politiker? Nichi Vendola beweist mit "Es gibt ein besseres Italien. Manifest für eine neue Politik": Beides ist vereinbar
Zynische Sezier-Stunde
Judith Schalansky schickt in ihrem gelungenen Roman „Der Hals der Giraffe“ eine Biologie-Lehrerin ins sozialistische Labor
Die Wahrheit jenseits der Buchstaben
Navid Kermani hat für seinen neuen Roman "Dein Name" zwei Ko-Autoren engagiert: das Sein und das Nichts
Armee am Pranger
Die Militärregierung versuche Christen und Moslems gegeneinander aufzubringen, schreibt die Schriftstellerin Ahdaf Soueif. Die Zivilgesellschaft verlangt Aufklärung
Der Kunst entkommt keiner
Der Weg vom Schmutz zum Kanon wird immer kürzer. In diesem Prozess ist die Verschriftlichung des Mündlichen das Hauptgeschehen. Eine Kritik der Gegenwartsliteratur
Wer soll das alles lesen?
An biografischen Schriften herrscht derzeit kein Mangel: Rösler, Lahm, Schwarzer – und demnächst natürlich Steve Jobs. Aber wie verändert Facebook das Erinnerungs-Genre?
Gefangen in der Modellwelt
Nicht nur Politik und Medien, auch die Ökonomen selbst orientieren sich oft blind an Zahlen. Doch Konjunkturprognosen helfen nur im Verbund mit wirtschaftspolitischen Zielen
Gescheitert und unter Generalverdacht
Mit der Hungersnot zahlt das Land am Horn von Afrika einen horrenden Preis dafür, dass die USA seit zehn Jahren auch in dieser Region ihren Antiterror-Krieg führen
Wenn das Wasser brennt
Unkonventionelles Erdgas gilt als Energie der Zukunft. Noch! Unter Experten lassen sich immer weniger Befürworter finden
Desillusionskunst
Mit "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge den deutschen Buchpreis gewonnen. Zu Recht meint unser Rezensent