Vom Liebkosen der Details
Die Kulturzeitschriften haben in ihren aktuellen Ausgaben Jubilare wie Kleist und Raabe vorzustellen – oder können selbst ein Jubiläum feiern
Was machen wir mit dem Spitzkohl?
Der Koch mag Kohl vor allem, wenn er ihn (fast) roh essen kann. Da verdient ein Gemüse Beachtung, das relativ neu auf den Speisekarten ist – ohne Modegemüse zu sein
Ein Wundertäter käme gelegen
Nachdem sich Ehud Barak brüsk aus der Arbeitspartei verabschiedet hat, gilt der bisherige Sozialminister als ein Hoffnungsträger für Israels Sozialdemokratie
Ein Bild von einem Schiff
Der Hof zur Schule der Gorch-Fock-Offiziere ist mit einem Schlagbaum abgesperrt. Wer dennoch hineinblickt, entdeckt auch etwas in sich selbst
Glamour für die Rente
Die ARD-Sendung über den Finanzmakler Maschmeyer hat juristische Folgen – vielleicht sind sie politisch nützlich
Panzer mit Löchern
Palermo 1978: Kinder spielen die Brigate Rosse nach. Wie der Autor Giorgio Vastas in "Die Glasfresser" vom terroristischen Fanatismus erzählt, ist ungeheuerlich
Kulissenschieben am Putin-Prospekt
In Grosny schreitet zwar der Wiederaufbau voran, doch der innere Frieden der Kaukasusrepublik ist trügerisch, die terroristische Gefahr noch längst nicht gebannt
Die andere Seite des Altherrenwitzes
Wie die politische Kultur auf den Hund kommt, wenn Populisten regieren. Steffen Vogel über eine Zensur-Posse in Italien
In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod
Seit letzter Woche präsentiert Dieter Nuhr die ARD-Kabarettsendung Satire Gipfel. Und die Sendung hat ein Problem mehr
Herkunft entscheidet
Klientelpolitik der anderen Art – positive Diskriminierung ist zur Praxis bundespolitischer und privatwirtschaftlicher Bildungsförderung geworden
Eine unzähmbare Wut
Hunderttausende von Protestierenden sind nichts weniger als die Repräsentanten von Millionen Menschen, denen politische Dekadenz das Selbstbestimmungsrecht geraubt hat
Rolling stoned
Unser Kolumnist sah bei Youtube "Cocksucker Blues", den legendären Film über die Rolling Stones während der Tournee 1972: auf der Bühne, hinter der Bühne, neben der Spur
Unterwegs im globalen Netz
In Davos treffen sich die noch immer Mächtigen dieser Welt – in Dakar suchen die immer noch Ohnmächtigen eine Alternative
Aufstocker und Überflieger
Europas Banken haben die Risiken der Kreditvergabe erfolgreich auf die Staaten abgewälzt. So sind viele EU-Länder fast pleite, würde ein größerer Rettungsfonds helfen?
Grüne Hoffnung
Gesine Agena will als Sprecherin der Grünen Jugend nicht nur von einer besseren Welt träumen, sondern auch was tun. Wie sieht der Politiker-Alltag einer 23-Jährigen aus?
Das elektronische Reenactment
Der Blockbuster „Tron – Legacy“ und das 1001. Gesicht des Helden oder was wir schon immer über die eigene Funktion in der digital verwandelten Welt wissen wollten
Vergesst Guttenberg
Die Debatte über die Verteidigungspolitik leidet unter der Fixierung auf eine Personalie. Afghanistan und die Wehrreform sind wichtiger
Vom Slum ins Luxushotel
Mit der Kampagne zur Wiederaneignung von Grundbesitz und Wohnraum will die Regierung von Hugo Chávez der Krise auf dem Wohnungsmarkt und Popularitätsverlusten begegnen
Protestieren geht über blockieren
Wie die ägyptische Regierung versucht, Seiten wie Twitter und Facebook unter Kontrolle und die Demonstranten zum Schweigen zu bringen
Mit den eigenen Waffen
Digital verhaftet: Im Iran sollen jetzt Cybercops antirevolutionäre Webseiten und Blogs entlarven und sperren. Es ist nicht der einzige Schritt zur totalen Netz-Kontrolle
Gedränge der Preisträger
Soziale Fragen und kein wohlfeiles Stasi-Bashing: Eindrücke vom 32. Max-Ophüls-Preis, dem Filmfestival für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm in Saarbrücken
Ein unermesslich tiefes Loch
Die Politik begeht den Holocaust-Gedenktag. Ritualisiertes Gedenken sei besser als Vergessen, sagt der Zentralrat der Juden. Aber wo findet aktives Erinnern statt?
Fahrlässig gegen langweilig
Der Benziner wird 125 Jahre. Manche geben ihm nicht mehr lange, denn das Elektro-Auto kommt. Doch glühende Anhänger gibt es weiterhin. Ein Besuch in zwei Welten
Mubaraks tönerne Füße
Mit der wankenden Autokratie am Nil würden die Vereinigten Staaten einen geschätzten Verbündeten – Araber und Israelis einen geduldigen Vermittler verlieren