Senkgruben der Konformität
Wer „Mad Men“ mag, muss John Cheever lieben. In „Die Lichter von Bullet Park“ demontiert er das Glücksversprechen der bürgerlichen US-Vorstädte
Du wirst nie alleine sein?
Anton Hysén ist derzeit der einzige offen schwule Profi-Fußballer weltweit. Eine Begegnung mit dem Schweden – und gegnerischen Fans
Genosse Musterschüler
Nils Schmid ist durchaus zufrieden damit, in Stuttgart zunächst die zweite Geige zu spielen. Beobachter und Genossen wundern sich: Wie kann der Mensch so fröhlich sein?
Nein ist auch eine Möglichkeit
Der Bundestag will den Embryonen-Check gesetzlich regeln. Und steht erneut vor dem Dilemma, dass es kein richtig und falsch geben kann
Im Gefängnis Gaddafis
Ein Guardian-Reporter wollte über den Krieg in Libyen berichten. Dann nahmen ihn Gaddafis Truppen fest. Ein Bericht über 14 Tage in libyscher Haft
Im Schatten
Der Streit bei FDP und Linken verdeckt, dass es vor allem die Sozialdemokraten sind, denen eine existenzielle Krise droht
Das Ende meiner Amtszeit
„Das Amt und die Vergangenheit“ hat seine Kritiker gefunden. Unbestreitbar bleibt: Das Auswärtige Amt war in die NS-Verbrechen verstrickt. Erinnerung eines Ex-Diplomaten
Peter Sunde: Der gute Pirat
Peter Sunde war das Gesicht der schwedischen Online-Tauschbörse Pirate Bay. Mit Flattr kämpft er heute für ein Netz mit freien Inhalten – und für eine andere Gesellschaft
Was Barack Obama von Michael Jackson lernte
Erst war es Massenkultur, jetzt soll es museumsreif sein? Kunsthistoriker und Nostalgiker widmen in Berlin dem Musikvideo eine Hommage
Vom Gegner zum Feind zum Monster
Dämonisierung sorgt dafür, dass vom Politiker Gaddafi nichts als der Verbrecher Gaddafi übrig bleibt, gegen den so gut wie alles erlaubt ist. Die Muster sind erprobt
Star Wars und Schmorbraten
Am 12. April 1961 flog erstmals ein Mensch ins Weltall: Juri Gagarin. Ihm folgten Vyoma- und Taikonauten, Bärtierchen und ein Playboy-Kalender. Ein A–Z
„Wir malen uns nicht grün an“
Die Linke spekuliert über Lafontaine. Klaus Ernst findet die Debatte wenig hilfreich. Ein Gespräch über Selbstkritik in der Politik und den ökologischen Paradigmenwechsel
Die tragischen Verlierer
Fukushima und unsere Angst zeigen: Die Globalisierung ist endgültig da! Und sie drängt den Politiker in die Rolle des Schauspielers
Partei als Pflegefall
Westerwelle geht, Rösler kommt – und die FDP wird mit der letzten sozialen Reform der Legislaturperiode Farbe bekennen müssen
„Wikipedia ist nur dann gut, wenn sie bunt ist“
Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner sagt: Die Online-Enzyklopädie wird nur mit mehr Autorinnen besser
Wir sind das Netz
Ohne es zu wollen, bestärken Männer wie Frauen den Mythos, das Internet sei ein digitaler Männerspielplatz. Angewandte Heldinnenforschung kann das ändern. Ein Vorschlag
Auch China wird sich ändern
Der Künstler Ai Weiwei ist verschwunden. Peking kann nicht an seiner Praxis der Repression festhalten. Die EU muss Wen Jiabao zu menschenrechtlichen Reformen drängen
Kurz vor Ultimo in Abidjan
Die Kapitulation des abgewählten Präsidenten Gbagbo steht nach dem Eingreifen französischer Truppen offenbar bevor, nicht aber ein Ende des ivorischen Bürgerkrieges
Live is live ... von wegen!
Zwischen Konzernmarketing-Etats und Megafestivals bleibt nicht viel Luft für den klassischen Musik-Club
Wie grün sind Sie?
Die Grünen sind erfolgreich wie nie. Abseits der Wahlurnen haben sie längst die kulturelle Hegemonie errungen. Jeder ist ein bisschen grün. Ein Selbsttest
Der Unversöhnte
Unterwegs in Jenin: Vor einem Jahr bereiste ich eine für mich fremde Welt, die mir durch eine Begegnung mit Juliano Mer Khamis näher kam. Am Mittwoch wurde er beerdigt
Viel Sinn fürs Tackling
Serben und Kosovo-Albaner verhandeln wieder miteinander. Ergebnis könnte eine Teilung des Kosovo nach dem Prinzip sein: Erst schrumpfen, dann richtig unabhängig werden
Diese Suche ergibt keinen Treffer
Im Internet lauern Trolle, also brauchen wir eine Netzethik. Ach ja? Nähert man sich der Natur des Web, erkennt man etwas anderes
Endstation Dhaka
Seit ihm der Klimawandel das Haus nahm, strampelt sich Jahangir Alam auf einer Rikscha ab. Nun drängt ihn die Weltbank von der Straße