Ein Jahr mit Folgen
Sie dachten, 2011 war ereignisreich? Mag sein, aber es war nichts im Vergleich zu 1982: Retortenbaby, C64, Misstrauensvotum, Computerviren, Emoticons und Pop-Zitate
Die PID, ein Zwischenspiel
Gendiagnostik im Reagenzglas: Während die Politik Alternativen aufzeigt, preschen Wissenschaftler „alternativlos“ vor
Balanceakt der Sozialdemokraten
Seit Wochen ringen Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig. Die Hartz-Reform kann für die SPD eine Chance sein – wenn sie beim Mindestlohn hart bleibt
Vom Liebkosen der Details
Die Kulturzeitschriften haben in ihren aktuellen Ausgaben Jubilare wie Kleist und Raabe vorzustellen – oder können selbst ein Jubiläum feiern
Ein Wundertäter käme gelegen
Nachdem sich Ehud Barak brüsk aus der Arbeitspartei verabschiedet hat, gilt der bisherige Sozialminister als ein Hoffnungsträger für Israels Sozialdemokratie
Ein Bild von einem Schiff
Der Hof zur Schule der Gorch-Fock-Offiziere ist mit einem Schlagbaum abgesperrt. Wer dennoch hineinblickt, entdeckt auch etwas in sich selbst
Panzer mit Löchern
Palermo 1978: Kinder spielen die Brigate Rosse nach. Wie der Autor Giorgio Vastas in "Die Glasfresser" vom terroristischen Fanatismus erzählt, ist ungeheuerlich
Kulissenschieben am Putin-Prospekt
In Grosny schreitet zwar der Wiederaufbau voran, doch der innere Frieden der Kaukasusrepublik ist trügerisch, die terroristische Gefahr noch längst nicht gebannt
Herkunft entscheidet
Klientelpolitik der anderen Art – positive Diskriminierung ist zur Praxis bundespolitischer und privatwirtschaftlicher Bildungsförderung geworden
Eine unzähmbare Wut
Hunderttausende von Protestierenden sind nichts weniger als die Repräsentanten von Millionen Menschen, denen politische Dekadenz das Selbstbestimmungsrecht geraubt hat
Aufstocker und Überflieger
Europas Banken haben die Risiken der Kreditvergabe erfolgreich auf die Staaten abgewälzt. So sind viele EU-Länder fast pleite, würde ein größerer Rettungsfonds helfen?
Grüne Hoffnung
Gesine Agena will als Sprecherin der Grünen Jugend nicht nur von einer besseren Welt träumen, sondern auch was tun. Wie sieht der Politiker-Alltag einer 23-Jährigen aus?
Das elektronische Reenactment
Der Blockbuster „Tron – Legacy“ und das 1001. Gesicht des Helden oder was wir schon immer über die eigene Funktion in der digital verwandelten Welt wissen wollten
Vergesst Guttenberg
Die Debatte über die Verteidigungspolitik leidet unter der Fixierung auf eine Personalie. Afghanistan und die Wehrreform sind wichtiger
Vom Slum ins Luxushotel
Mit der Kampagne zur Wiederaneignung von Grundbesitz und Wohnraum will die Regierung von Hugo Chávez der Krise auf dem Wohnungsmarkt und Popularitätsverlusten begegnen
Ein unermesslich tiefes Loch
Die Politik begeht den Holocaust-Gedenktag. Ritualisiertes Gedenken sei besser als Vergessen, sagt der Zentralrat der Juden. Aber wo findet aktives Erinnern statt?
Fahrlässig gegen langweilig
Der Benziner wird 125 Jahre. Manche geben ihm nicht mehr lange, denn das Elektro-Auto kommt. Doch glühende Anhänger gibt es weiterhin. Ein Besuch in zwei Welten
Signale des Zorns
Es gibt in diesem Land einen Riss zwischen den Erwartungen der Menschen und der sie umgebenden Wirklichkeit. Der Soziologe Oskar Negt über Stuttgart21, Sarrazin und Eulen
Manchmal genügt nur ein Funke
Viele junge Ägypter warten bisher nur darauf, dass ihr Leben beginnt. Doch wer durch das Land reist, bemerkt: Nun beginnen sie zu träumen
Gärstoffe der Revolte
Es ist kein Zufall, dass der Aufstand ausgerechnet in Tunesien begann. Eine kleine Archäologie der Revolution
Revolution auf Arabisch
Wenn sich die Nordafrikaner die Entscheidungsgewalt über ihre Zukunft zurückerobern, bieten sie ein überzeugenderes Beispiel für die arabische Jugend als jeder Islamist
Schäumen vor Wut
Viele Palästinenser betrachten die Veröffentlichung geheimer Protokolle über Verhandlungen mit Israel durch den in Qatar ansässigen Fernsehkanal als schweren Affront
Keine Erleichterung über den Einzelfall
Die Festnahme des Berliner Moschee-Brandstifters ist kein Grund zum Aufatmen. Islamfeindlichkeit liegt weiter im Trend, befürchten Vertreter der muslimischen Gemeinden
Sie stinken vor Hass
Die wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Christin Aasia Bibi kann dem Henker entgehen, aber auch dann wird sie von der Pogromstimmung in ihrem Heimatdorf bedroht sein