„Ich gehe heute Abend über die Grenze“
Wladimir Putin hat die Teilmobilmachung angekündigt. Vor allem Männer verlassen Hals über Kopf das Land. Wer sind die Russ:innen, die jetzt fliehen?
Warum Italien am 25. September keine Wahl hat
Den rechten Parteien wird bei den Parlamentswahlen in Italien wohl der Erfolg zufliegen. Trotzdem geht der Wahlkampf so geräuschlos vonstatten, als ginge es um nichts. Auch Medien und Intellektuelle bleiben seltsam still. Was ist da los?
Linkspartei: Wer ist eigentlich Martin Schirdewan?
Seit Juni führt er mit Janine Wissler die Linkspartei, politisch gearbeitet hat er bisher aber vor allem in Brüssel und Straßburg: Martin Schirdewan kann dabei einige Erfolge vorweisen. Gelingt es ihm, seine Partei zusammenzuschweißen?
Wie erklärt man Kindern die Gentrifizierung – oder soll man es lassen?
Sollten Eltern früh erklären, warum man nicht „Indianer“ sagt? Oder stürmt ohnehin schon zu viel Politik auf unsere Kinder ein? Eine Kontroverse
Schwarze Arielle: Was in der Fantasie beginnt
Die schwarze Arielle in Disneys neuer Realverfilmung erhitzt die Gemüter. Über Grenzen und Möglichkeiten des „Colorblind Casting“
Ursula von der Leyen will der EU einen geopolitischen Zuschnitt verpassen
Eine Neufassung der EU-Verträge ausgerechnet jetzt wäre vom „Kampf der Systeme“ geprägt. Ein Selbstläufer wäre sie nicht
Bürgergeld: Kommt nun wirklich der Abschied von Hartz IV?
SPD, Grüne und FDP versprechen Respekt, Augenhöhe, Sicherheit – und steigende Regelsätze. Für viele Empfänger von Sozialhilfe wird sich trotzdem nichts ändern
Trotzig lächeln und das Weltall streicheln: Lutz Rathenow wird 70
Zehn Jahre lang war Lutz Rathenow in Sachsen Landesbeauftragter für die Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen. Ein Schriftsteller ist er immer geblieben. Jetzt wird er 70. Ein Gespräch über Politik, Poesie und Prosa
Muss Armenien die Region Bergkarabach aufgeben?
Da Aserbaidschan dank türkischer Hilfe militärisch überlegen ist, steht die Regierung in Jerewan vor schmerzhaften Entscheidungen
Zeitenwende in Deutschland: Sprechen bleibt besser als Schießen
Deutschland muss eine Führungsmacht sein, sagen Kanzler Olaf Scholz und die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Dass sie das vor allem militärisch meinen, birgt eine große Gefahr
Margot Käßmann: „Ich bleibe Pazifistin“
Margot Käßmann sprach sich gegen Waffenlieferungen an Kiew aus – und wurde angefeindet. Seither hält sie sich mit öffentlichen Appellen zurück. Wieso sie den militärischen Kampf der Ukraine kritisch sieht, hat sie Jakob Augstein erklärt
Aus Wut auf Amazon wird Mut zum Streik
1.900 Beschäftigte aus 70 Ländern: Für Verdi war der hochmoderne Amazon-Standort Winsen in Niedersachsen bisher schwieriges Terrain. Jetzt wagten Arbeiterinnen den ersten Streik. Ein Ortsbesuch
Die vierte Corona-Impfung kommt. Und jetzt?
Um eine breite Ansteckungswelle im Herbst zu vermeiden, sollen sich laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach alle impfen lassen. Die Stiko hält dagegen. Auch Experten sind sich über den Sinn und Zweck der vierten Impfung nicht einig
Theater nach Corona: Endlich wieder anfassen
Immersive Formate gibt es schon lange. Doch nach zweieinhalb Jahren Pandemie fühlt sich alles anders an. Wie Schauspiel und Performance Nähe und Distanz vermitteln
Wir brauchen die Atomkraft nicht – auch nicht in dieser Energiekrise
Keine Laufzeitverlängerung, kein Streckbetrieb und nicht mal eine Atomkraft-Notreserve sind notwendig, um der Krise angemessen zu begegnen. Das zeigt ein genauer Blick auf den zweiten Stresstest
Grundsteuererklärung: Hilfe, in diesem Formulardschungel werde ich wirklich verrückt!
Wer ein Grundstück besitzt, muss in diesem Jahr eine Feststellungserklärung abgeben. Auch unsere Autorin muss sich diesem Irrsinn der deutschen Bürokratie aussetzen. An den Formularen verzweifeln sogar Anwälte
Täter oder Opfer? Der Fall Johann König
Die „Zeit“ hat den Galeristen Johann König als Grapscher vorgeführt. Zu Recht? Bei genauer Lektüre zeigt der Artikel vor allem die Schwierigkeiten von Journalismus, wenn kein Raum für Ambivalenzen mehr bleibt
Gesellschaftskritik in Argentinien: Welt des Schmerzes
Argentinien will ein weißes Land sein. Ein rassistisches Narrativ, das der Künstler Tiziano Cruz in seinen Performances anklagt. Ein Porträt
Warum wir den Kosmopolitismus neu erfinden müssen
Die „Globalisierung von oben“ mag gescheitert sein. Doch wir sollten wir nicht aufhören, für universale Rechte in einer fragmentierten Welt und einen „Kosmopolitismus von unten“ zu kämpfen. Über eine konkrete Utopie
Lyon Biennale: Ein Glaubensbekenntnis zur Kunst
Bei der von Sam Bardaouil und Till Fellrath kuratierten Lyon Biennale steht das ästhetische Erlebnis wieder im Vordergrund. Ihr „Manifest der Zerbrechlichkeit“ überzeugt mit erfreulich zugänglichen Werken
Trauer um Queen Elizabeth II: Im Wannenbad der Gefühle
Ukraine-Krieg, Corona, Klimakrise? Der Abschied von Elisabeth II. überstrahlt alles andere, der Eskapismus kennt keine Grenzen. Warum ist das so?
Gefahr einer nuklearen Eskalation: Weckt die politischen Schlafwandler!
Besonders dann, wenn die Kriegsparteien zu siegen glauben, drohen womöglich Atomschläge. Die Zivilgesellschaft muss auf die Straße gehen
„Sorry for you, Johnny Goethe“
Georg Büchners „Woyzeck“ hat Goethes „Faust“ als meistinszeniertes Stück auf den deutschsprachigen Bühnen abgelöst. Kein Wunder, bei den Zuständen da draußen
Adam Tooze: „Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg mit Russland, ganz klar“
Der britische Historiker Adam Tooze beobachtet auf beiden Seiten eine Opferlogik: Es sei das Größte, sich für die Sache zu opfern. Deshalb wolle auch weder Russland noch die Ukraine derzeit verhandeln