Beginn der dritten Phase
In einem heute erscheinenden Brief fordern Ökonomen und Aktivisten die Einführung einer Transaktionssteuer. Doch auch auf politischer Ebene tut sich etwas
Klassenkampf, Grundeinkommen & Altherrenfantasien
Nicht alles, was diese Woche unter dem Teppich landete, gehört dorthin: 5 weitere Themen der Woche in aller Kürze analysiert
Wem gehört die Wall Street?
Am Samstag zogen 5.000 Demonstranten ins New Yorker Finanzviertel, 300 sind geblieben, um zu zelten. Die Internationalisierung einer Protestform geht weiter
Auch Souveränität kommt abhanden
Nicht nur die europäische Grundierung der deutschen Politik steht zur Disposition – sondern auch das Konzept des Nationalstaats
„Lust auf Hoyerswerda“
1991 wütete in der Oberlausitz ein rassistischer Mob. Bis Menschen fliehen mussten. 20 Jahre später sagen die Vertriebenen nach einem Besuch: Es ist wie damals
„Könnt ihr mal mit dem WLAN helfen?“
Nicht nur ins Abgeordnetenhaus ziehen die Piraten ein: 56 Sitze in den Bezirksparlamenten hat die Partei gewonnen. Einige davon werden leer bleiben
Über den Bildschirmrand hinaus
Netzpolitik war viel zu lange ein Nischenthema. Es bedarf einer digitalen europäischen Bürgerrechtsbewegung, die sich auch in Brüssel und Straßburg Gehör verschafft
Nicht nur digital ist besser
Der Erfolg der Piraten und die Niederlage der Linken sind zwei Seiten einer Medaille. Und das hat keineswegs nur mit dem Thema Netzpolitik zu tun
Eurorettung als soziale Falle
Die Schuldenkrise erreicht jetzt Kernländer der Währungsunion. Zeit für einen Paradigmenwechsel: Ohne koordinierte Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik geht es nicht
Streit um den gluckernden Berg
Im Hotzenwald soll Deutschlands größtes Pumpspeicherkraftwerk die Energiewende voranbringen. Doch skeptische Anwohner protestieren. Am Dienstag tagt erneut der Runde Tisch
Piraten an Bord
Im Wahlkampf hatten die etablierten Parteien oft nur Spott übrig für die Piraten. Das Wahlergebnis zeigt aber: Ihre vermeintliche Naivität ist Grund des Erfolgs
Der Gladiator tanzt
Berlin hat verstanden: Klaus Wowereit feiert seinen Wahl-Triumph Wowi-gemäß mit einer Tanzbäreneinlage. Und die SPD freut sich mit. Denn ab jetzt geht es um mehr
Retro oder was?
In der Hauptstadt stehen sich am Abend viele Verlierer gegenüber. Vor allem die SPD hat jetzt Grund zum Nachdenken – es geht auch um die Bundespolitik
Finale im Superdebakeljahr
Röslers Schrumpfpartei ist am Ende, die SPD gewinnt mit Verlusten und ein rot-grünes Paket wartet schon: Die Folgen der Berliner Wahl auf die Bundespolitik
Dschihad-, Salaf-, Islamisten
Vier Lager zeichnen sich auf der politischen Landkarte ab: Für die Ausrichtung und Führung des Post-Gaddafi-Staates fehlt es nicht an ambitionierten Bewerbern
Italiener statt Sachsen
Die geschlossene DDR-Grenze hatte auch Folgen für die bundesdeutsche Wirtschaft. Wegen des Arbeitskräftemangels wurden immer mehr Gastarbeiter aus Südeuropa angeworben
Opas anhören oder Merkel bloßstellen
Die Realität hat den Gorleben-Untersuchungsausschuss überholt. Nach anderthalb Jahren streitet selbst die Opposition über eine Strategie
Alleskleber für eine brüchige Supermacht
Beim 9/11-Gedenken wurde eine einzigartige Gemeinschaft beschworen. Die Opfer der Wirtschaftskrise spüren davon im Augenblick nicht viel
Europa spart sich kaputt
Die Finanzmärkte laufen Amok. Das ist kein Wunder, denn sie sind auf den Sand der Ungleichgewichte zwischen den Ländern und Regionen gebaut
Auf Beutefeldzug
Cameron und Sarkozy beteuern in Tripolis ihre edle Gesinnung: Lukrative Verträge beim Wiederaufbau? Interessieren sie nicht im mindesten
Mahatma Gandhi in Ramallah
Die Palästinenser wollen kommende Woche von der UNO als Staat anerkannt werden. Martin Reeh war im Westjordanland und hat sich im Vorfeld des Entscheids umgehört
Karat kommt nicht bis Lichterfelde Ost
Für die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien ist die Wahl schon vor dem Sonntag so gut wie gelaufen. Was ihr Endspurt dennoch erzählt: eine Ortsbegehung
Datenschutz viral
Lange sah es so aus, als scheitere die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung. Nun feiert die Netzgemeinde einen späten Sieg – viralem Marketing sei Dank
Schrille Töne aus Ankara
Die türkische Regierung benutzt ihre Abrechnung mit Israel wie ein Schwungrad, um sich auf der arabischen Straße in Szene zu setzen