Peter Sloterdijks Buch über den Klimawandel: Biedermann stiftet Brand
Sympathische Schreibfantasie oder professoraler Elfenbeinturm: Peter Sloterdijk imaginiert in „Die Reue des Prometheus“, wie sich der Untergang der Welt abwenden ließe
„Der verlorene Zug“: Nach dem Krieg ist noch nicht Frieden
In Saskia Diesings Film „Der verlorene Zug“ treffen im April 1945 eine Jüdin, eine Deutsche und eine Russin aufeinander
„Sardanapal“ an der Volksbühne in Berlin: Ein Abend, der immer schlimmer wird
Fabian Hinrichs stilisiert an der Volksbühne in Berlin Lord Byrons Ästhetizismus mit dessen „Sardanapal“ zum Modell für unsere Zeit. Das geht entsetzlich schief
Erhard Schütz: Vorsicht vor dem Illustionsgenerator falscher Gewissheiten
Was er alles nicht weiß, erfuhr unser Kolumnist Professor Dr. Schütz bei der Auswahl der Sachbuch-Tipps des Monats. Er lädt uns ein: Lesen und über Wissengrenzen hinauswagen!
Asta Nielsens Erzählungen „Im Paradies“: Wie Lippenstiftrot vor Wolkenweiß
Wenig bekannt: Die Stummfilmlegende Asta Nielsen war auch eine Schriftstellerin. „Im Paradies“ versammelt teils bisher unveröffentlichte Erzählungen
Benjamin von Stuckrad-Barre: „Noch wach?“ ist reine Selbstrechtfertigung
Die Stimmung bei der Premiere von Benjamin von Stuckrad-Barres neuem Roman „Noch wach?“ war ausgelassen. Kein Wunder: Alle wähnten sich auf der richtigen Seite. Vorneweg der Autor selbst
Prime-Serie „Dead Ringers“: This Frankenstein shit
In Alice Birchs Serienadaption von David Cronenbergs Body-Horror-Klassiker „Dead Ringers“ sind die Zwillinge weiblich, wodurch die Geschichte an neuer Tiefe gewinnt. Unser Autor Michael Pekler findet Gefallen daran
„Roter Himmel“ von Christian Petzold: Ein dunkles Sommermärchen
Schlechte Laune im Angesicht der Katastrophe: Im Zentrum von Christian Petzolds „Roter Himmel“ steht Leon, ein miesepetriger junger Autor, der alles um sich herum verkennt. Ein Spiel zwischen Leichtigkeit und Tiefe, Paradies und Dystopie
Parabel oder Farce? Eugen Ruges Gleichnis „Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna“
Eugen Ruges „Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna“ erzählt in seinem neuen Roman, wie Menschen von Mächtigen geblendet, getäuscht und betrogen werden. Was will er dem Leser damit sagen? Und: ist sein Lehrstück auch ein Lesevergnügen?
„Loriots große Trickfilmrevue“: Die Zeitlosigkeit des Humors von gestern
An „Loriots große Trickfilmrevue“ verblüfft, wie seine Cartoons in den 1970ern Themen behandelten, über die wir uns heute den Kopf zerbrechen
„Die Netanjahus“ von Joshua Cohen: Tragisch und komisch, dass einem die Tränen kommen
„Die Netanjahus“ ist eine ebenso witzige wie deprimierende Erzählung darüber, was es heißt, als Jude in der (amerikanischen) Diaspora zu leben. Der Schriftsteller Joshua Cohen erhielt dafür 2022 den renommierten Pulitzer-Preis
Großes Kino: „Die große Uhr“ aus dem Jahr 1946
„Die Große Uhr“ von Kenneth Fearing ist ein großartiger, atmosphärischer New-York-Thriller aus dem Jahr 1946. Nun erscheint er erstmals in deutscher Übersetzung
Psychologischer Drahtseilakt: Megan Abbotts Ballettkrimi „Aus der Balance“
Megan Abbotts Krimi „Aus der Balance“ erzählt von einer Ballettschule, die sich ein Bauunternehmer einverleiben will und wurde in den USA zu einem Überraschungserfolg
EB | Martin Suter: Melody für Millionen
Martin Suter legt endlich wieder einen echten Suter vor – ein Hochgenuss für alle Suteraner
Schurke im Tweed-Anzug: Joachim Feldmanns Bösewichte der Saison
Joachim Feldmann schreibt seit vielen Jahren über Kriminalliteratur. „Feldmanns dunkle Seite“ lautet das Motto der Krimikolumne, die er ab dieser Ausgabe übernimmt. Zum Auftakt inspiziert er die Figur des Bösewichts in den Krimis der Saison
Eine Geiselnahme, die Italien erschütterte: Leonardo Sciascias „Die Affäre Moro“
Mai 1978: Der ehemalige italienische Ministerpräsident Aldo Moro wird ermordet. Der große Leonardo Sciascia hat die Tragödie in einem Roman verfasst. Bei Edition Converso ist nun eine neuübersetzte Auflage von der „Affäre Moro“ erschienen
Land im Chaos: Jerome Leroys „Die letzten Tage der Raubtiere“
Gelbwesten, Waldbrände, Corona: Jerome Leroy ist mit seinen Politkrimis auch außerhalb Frankreichs erfolgeich. In „Die letzten Tage der Raubtiere“ herrscht Chaos in einem fiktiven Frankreich. Und dann tritt auch noch die Präsidentin zurück
Tobias Zielonys Installation „Wolfen“: Siehst du’s nicht?
Fortschritt als Verbrechen: Tobias Zielonys Installation „Wolfen“ ist eine radikal neue Form der Industriedokumentation
Wie Arjouni auf Speed: Kim Koplins „Die Guten und die Toten“
Nihal Khirgarian, Berliner Kommissarin mit aserbaidschanischen Wurzeln, ist ehrgeizig, kompetent und sympathisch. Kim Koplins „Die Guten und die Toten“ ist ein ultraschneller Mix aus Großstadtkrimi und Politthriller
Netflix-Serie „Beef“: Wo Wut gut tut
Die Netflix-Serie „Beef“ nimmt einen Fall von Straßenaggression zum Anlass für eine komplexe Erzählung über Migration und Depression. Barbara Schweizerhof über ein allzu bekanntes Gefühl
„Mi país imaginario“: Der Protest hat ein weibliches Gesicht
Der Altmeister Patricio Guzmán dokumentiert in „Mi país imaginario“ die Referendumsbewegung in Chile – und die ist erstaunlich weiblich. Ein Film über die große Hoffnung auf Veränderung
Die kleinen Dinge: Dany Boon und Line Renaud in „Im Taxi mit Madeleine“
Ikonen des französischen Kinos: Dany Boon und Line Renaud sind großartig in „Im Taxi mit Madeleine“. Über einen Film, der von einer Fahrt durch ganz Paris und gleichzeitig vom Leben der kleinen Leute nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt
„Professor der Apokalypse“ erzählt die vielen Leben des Philosophen Jacob Taubes
Jerry Z. Mullers faszinierende Intellektuellenbiografie des Religionsphilosophen Jacob Taubes entfaltet zugleich ein epochales Panorama der Nachkriegszeit
Mit Blitzen gegen Sexismus
Amazon verfilmt Naomi Aldermans Bestseller-Roman „Die Gabe“ als actionreiche und kämpferische Empowerment-Serie