Antisemitismus
Zur Zeugenschaft gezwungen: Wie Juden und Israelis mit den Bildern des Terrors umgehen
Die Hamas hat ihre Gräueltaten gefilmt, um allen Juden klarzumachen: Ihr seid nirgendwo sicher. Gleichzeitig geben die Bilder Aufschluss über den Verbleib Verschleppter und können der Aufklärung dienen. Wie soll man also mit ihnen umgehen?
Angriff auf jüdisches Leben: Vergleichen und verstehen
„Nie wieder“ beginnt damit, dass man die historischen Fakten vermittelt: Was der Terror der Hamas am 7. Oktober 2023 und seine Folgen für Holocaustforschung und Erinnerung in Deutschland bedeuten
Israel, Palästina – und die DDR
Unparteiische Vermittlerrolle statt Bekenntnis zu Israel: Dieses Votum stößt im Osten Deutschlands auf mehr Zustimmung als im Westen, so das Ergebnis einer Umfrage. Autor Gunnar Decker sucht nach Gründen
Was kann ein Schriftsteller gegen Antisemitismus tun? An das Vergessen erinnern
In Zukunft wird es noch mehr unsere Aufgabe sein, gegen Judenhass und Propaganda anzuschreiben, sagt der Autor Karsten Krampitz. Denn die „Gedächtnislücken“ werden immer größer
Die unangenehme Wahrheit im Fall Gil Ofarim
Wär der Musiker Gil Ofarim im Hotel wirklich antisemitisch angegangen worden, wäre dies für uns kein „Einzelfall“ gewesen. Und nun? Ist es einer?
Das unheimliche Nachleben der Documenta Fifteen
Nach antisemitischen Kunstwerken auf der Documenta Fifteen kommt die Kunstausstellung nicht zur Ruhe. Deshalb ist jetzt nicht der richtige Moment, um nach Personen zu suchen, die die nächste kuratieren
Ungarn und Israel: Woher Viktor Orbáns enger Draht zu Benjamin Netanjahu kommt
Früher musste sich Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán in Deutschland nach Antisemitismus fragen lassen, heute gilt er als bester Freund von Israels Premier Benjamin Netanjahu in der EU. Wie Ungarn über Hamas-Terror und Gaza-Krieg redet
Pro-Palästinensische Demonstrationen in Berlin: Finden wir wieder zusammen?
Die Sonnenallee war im Oktober wegen den pro-palästinensischen Demonstrationen oft in der Berichterstattung. Doch was denken die, die dort arbeiten oder leben über den Nahostkonflikt? Ein Besuch nach Abzug der medialen Aufmerksamkeit
Gaza-Krieg im Klassenzimmer: Schüler haben feines Gespür für moralische Maßstäbe
Wir haben lange unterschätzt, wie sensibel muslimische Jugendliche gegenüber Ungleichbehandlung sind. Unser Autor lehrt an einer Schule in Neukölln und sieht gerade, wie seine moralische Autorität schwindet
Hamas-Terror gegen Juden: Ich erreiche ständig irgendjemanden nicht
Die Hamas zieht nicht nur gegen Israel in den Krieg, sondern auch gegen die jüdische Community in der Diaspora. Stella Leder schreibt, wie sie in Berlin die Tage nach dem Pogrom in Israel erlebte
Slavoj Žižek nach Buchmesse-Rede: Es gibt keine gute Seite in diesem Krieg
Die Rede von Slavoj Žižek auf der Frankfurter Buchmesse sorgt für Diskussion: Muss der Terror der Hamas im Kontext der Unterdrückung der Palästinenser gesehen werden? Der Philosoph hält daran fest: Wir müssen den Kontext des Bösen verstehen
Historiker Jürgen Zimmerer über feiernde Palästinenser: „Hier wird niemand ausgebürgert!“
Welche Verpflichtung hat Deutschland nach dem Angriff auf Israel? Jakob Augstein spricht mit dem Historiker Jürgen Zimmerer darüber, was Erinnerungskultur in Kriegszeiten bedeutet – und wie wir mit Hamas-Fans auf der Sonnenallee umgehen
Victimblaming ist für viele Progressive ein Verbrechen. Außer wenn es um Juden geht
Nach den Terrorangriffen der Hamas gab es keine Pause für Mitleid. Falsche Erzählungen setzten sich durch und rechtfertigten das Morden, noch bevor das Blut trocken war
Der deutsche Antisemitismus wirkt weiter – auch in mir
Wer deutsch und nicht jüdischer Herkunft ist, sollte misstrauisch gegenüber den eigenen Meinungen zu den Themen Judentum und Antisemitismus sein. Warum ich eigentlich nichts zum Terror gegen Israel sagen wollte und es nun doch tue
Adania Shiblis Roman „Eine Nebensache“: Keine Indizien für Antisemitismus
Die palästinensische Autorin Adania Shibli sollte auf der Frankfurter Buchmesse den renommierten LiBeraturpreis erhalten. Die Verleihung wurde nun abegesagt. Das scheint vernünftig, trotzdem ist „Eine Nebensache“ nicht antisemitisch
Slavoj Žižek: Nicht Israel gegen Palästina, sondern Netanjahu gegen Hamas
In Israel und Gaza sterben Tausende. Der Philosoph Slavoj Žižek sagt: Es sind die Hardliner auf beiden Seiten, die diesen Krieg führen. Frieden kann nur erreicht werden, wenn Palästinenser und Israelis gleichermaßen eine Zukunft haben
Andreas Zick über neue Mitte-Studie: „Diese Menschen haben Angst vor einem Abstieg“
29 Prozent der für die Mitte-Studie 2023 Befragten vertreten neurechte Orientierungen – vor allem „entsicherte Marktförmige“. Wer das ist und was der Studientitel „Die distanzierte Mitte“ bedeutet, erklärt Mitherausgeber Andreas Zick
Linke Lehrer von A bis Z: Die bösen Seiten des Kapitalismus im Unterricht
Um seine „offen linksradikalen Lehrer“ zu provozieren, will Helmut Aiwanger die antisemitische Schmähschrift verfasst haben, die Bruder Hubert herumtrug. Was linke Lehrkräfte bei unseren Autor*innen bewirkt haben und woran man sie erkennt
Aiwangers Flugblatt: Ein Lehrstück über die Funktionsweise von Antisemitismus
Ein wütender Schuljunge schreibt halt mal ein antisemitisches Hetzblatt – so klingt die Erklärung des Bruders Hubert Aiwangers. Seine Begründung zeigt den Mechanismus psychischer Entlastung, der dem modernen Antisemitismus innewohnt
Dieter Pohl: „Der Holocaust war ein deutsches Projekt“
Dieter Pohl war fast 20 Jahre mit der Edition „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 – 1945“ befasst und forschte intensiv zu Osteuropa. Welche Lehren zieht er daraus?
Cléo Cohen überlebt Synagogen-Attentat in Tunesien: Jüdisch, wie ich bin
Cléo Cohen, französische Regisseurin mit arabisch-jüdischen Wurzeln, erlebte Anfang Mai das Attentat in der La-Ghriba-Synagoge. Ein Essay über dreieinhalb Stunden Angst, als Jüdin zu sterben – und das schmerzhafte Schweigen danach
Pirmasens ringt ums kulturelle Erbe: War Hugo Ball Antisemit?
Im pfälzischen Pirmasens ringt man ums kulturelle Erbe. Hugo Ball, der berühmteste Sohn der Stadt, war Antisemit? Eine von Hito Steyerl initiierte Podiumdiskussion brachte Antworten
Max Czollek: „Haben ‚wir‘ tatsächlich so viel aus der Geschichte gelernt?“
Max Czollek hält die deutsche Erinnerungskultur für gescheitert. „Versöhnungstheater“ heißt seine neue Streitschrift, in der er kritisiert, dass es ihr nur um die „Wiedergutwerdung“ der Nachkommenschaft der Täter*innen gehe
Nikolaus Lelle über Begriff von Arbeit in der NS-Zeit: „Was davon lebt bis heute fort?“
Ist unser Begriff von Arbeit von der NS-Zeit geprägt? Diese Frage untersucht der Philosoph Nikolaus Lelle in seiner Forschung. Im Gespräch erzählt er von seinen Erkenntnissen