Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Stille Nacht
Für das Partyvolk ist Berlin in Corona-Zeiten der blanke Horror. Für ruhigere Gemüter entfaltet die Stadt dagegen einen Zauber
Das Gedicht spricht
Am 23. November 1920 wurde Paul Celan geboren. Walter Benjamin traf er nie – doch beide sehen Geschichte als Erinnern. Das zeigt auch die „Todesfuge“
Schulterzucken
Mit Wiener Schmäh und leichtfüßiger Lakonie plus Klassenkritik: Stefanie Sargnagels Roman „Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin“
Zerrspiegel
In „Alles, was zu ihr gehört“ ordnet eine Archivarin den Nachlass einer Fotografin. Und stößt auf Indizien für einen Mord
So verletzlich wie wir
Geschult an den Großen: Mike Knowles schreibt in „Tin Men“ hart und realistisch
„Geschichten sind machtvoll“
Für die schottische Schriftstellerin Denise Mina sind Kriminalromane erst dann relevant, wenn sie einen ganzheitlichen Blick auf ein Verbrechen werfen
Ein Sack voll Sprengstoff
Unsere Kolumnistin Ute Cohen hatte mal Lust auf den kurzen Prozess. Sie entdeckte eine profunde Kenntnis an Toxinen, die Sexszenen fand sie eher mäßig
Eine Reise nach Täbris
In „Das armenische Tor“ ermittelt ein altlinker Kleinstadtadvokat im Südkaukasus
Was er hörte
In „Neulich in Amerika“ erzählt Eliot Weinberger Geschichte – und wird zum Chronisten der Gegenwart
Eingemauert in Schuld
„Hannahs Verlies“ erzählt von Kriegsende, Lagerhölle, Alkohol und Schweigen
Ein Waschbär erzählt
Thomas Brussigs Roman „Die Verwandelten“ ist vor allem Trash-Comedy
Alles Event, alles egal
Marius Goldhorn wollte keinen Poproman schreiben, doch er fängt den Zeitgeist fulminant ein
Material zu poetischer Erkenntnis
Mit Elke Erb zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Seismographin der Gegenwart aus
Finde den Schatz
Rebecca Makkai erzählt von einem vergessenen Maler und großer Liebe. Die Rahmenhandlung stört dabei eher
Fake und Fälschung
Unsere Kolumnistin schmökert im Kunstmilieu (hochkriminell!), trinkt Migräne-Rosé und findet ein echtes Original: die falsche Ursula
Der tiefe Staat: Jérôme Leroys Politthriller „Der Schutzengel“
In Jérôme Leroys Politthriller „Der Schutzengel“ geht es um Geheimdienste und den Rechtsruck in Frankreich
Nur ein Knalleffekt zu viel
„Echo des Schweigens“ erzählt den Fall Oury Jalloh
Stasi-Kasperle
In „Oktobernacht“ lümmelt und grölt das Böse
Es wird natürlich kompliziert
Katja Bohnet erzählt in multiplen Handlungssträngen vom „Fallen und Sterben“
Als die Lady verschwand
Agatha Christie schrieb 66 Krimis, ihr Gatte war 14 Jahre jünger. Und einmal galt sie als vermisst, weiß Barbara Sichtermann
Von Kollege zu Kollege
Karl-Heinz Ott nähert sich Hölderlin als Schriftsteller
Herrchen schweigt
Trauer Sigrid Nunez nimmt Abschied von einem alten, weißen, charmanten, egozentrischen Hundehalter
Entzweien wir uns
Erhard Schütz sieht Freundschaften verblühen und sucht Zuflucht in der Walachei
Verbohrt und faul
Was lief nur schief beim jungen Hitler? Ein neues Buch tappt im Dunkeln