Deutsche Demokratische Republik

„Alles ist verschwunden!“

Als 1991 in Hoyerswerda Rassisten wüteten, blieb Grit Lemke stumm. Wieso? Jakob Augstein hat sie es verraten. Ein Gespräch

Plansoll nicht erfüllt

Robert Habeck müht sich, die Windkraft auszubauen. Aber ein alter Fehler der FDP bremst die Energiewende

Diplomatie

Warum der Westen an diplomatischen Urtugenden festhalten sollte, eine Schalmei ein Affront sein kann, Ping-Pong entspannt und Christian Schwochows neuer Politthriller sehr sehenswert ist. Unser Lexikon

Aufrührende Nachbauten

Preußische Geschichte, Nationalsozialismus, DDR-Rigorismus und die komplizierte Phase ab 1990: Worum es beim Streit um die Garnisonkirche in Potsdam wirklich geht

Sportunterricht

Günther Jauch fordert sie täglich, Aristoteles wollte dafür sogar Hallen auf der Agora bauen. Aber haben „Leibesübungen“ nicht etwas Soldatisches? „Turnvater“ Jahn ließ einst seine Schüler mit Dolch an der Hüfte trainieren. Unser Lexikon

Ihr Austritt ist ein Weckruf

Christa Luft steht wie wenige andere für die Geschichte der Linkspartei. Jetzt ist sie aus der Partei ausgetreten. Porträt einer Frau, die viel zu sagen hat – und zu wenig gehört wurde

Schlecht gealtert

Können Sie noch über die „Feuerzangenbowle“ lachen? Hören Sie etwa noch Ska und tragen Röhrenjeans? War cool, ist es nicht mehr. Genauso wie Westgemecker über Ersatzteilmangel in der DDR oder Rauchen à la française. Unser Lexikon

Nackt im Garten

In „Welten auseinander“ erzählt Julia Franck meisterlich von ihrer lebenslangen Unbehaustheit

1989: Auf stille Weise fremd

Die Ausreisewelle Richtung Westen ist auch Ausdruck eines Generationenkonflikts, bei dem es in der späten DDR vorrangig um eine Kultur des Zusammenlebens geht

1961: Nr. 558 in Bautzen II

Der Prozess gegen Heinz Brandt wird vorbereitet, der von West- nach Ostberlin entführt worden ist. Der Angeklagte saß im KZ und gehörte anfangs noch zur DDR-Nomenklatura

Alles sehr bereichernd

Ein Band der Bundeszentrale für politische Bildung widmet sich der deutschen Protestkultur seit 1945. Es ist eine kontroverse Sammlung, bei der ein Nazi-Netzwerker in eine Reihe mit PazifistInnen und AntirassistInnen gestellt wird

Oskar Lafontaine im Anzug vor einem Gebäude mit Bäumen im Hintergrund.

Oskar Lafontaine: Sein Traum war eine vereinigte Linke

Im Saarland stieg er mit der SPD auf, trat unter Gerhard Schröder aus der Partei aus und gründete später die Linke. Nun zieht sich Oskar Lafontaine aus der Politik zurück und mit ihm geht einer der letzten echten Sozialdemokraten

1969: Parole Aufbruch

Der hohe Ton, den derzeit SPD, Grüne und FDP anschlagen, erinnert an die erste sozialliberale Koalition. Auch damals galt die Modernisierung als wichtigste Aufgabe

Vier Personen stehen vor einer Ziegelwand mit zwei Fenstern, eines davon zerbrochen und vergittert.

Stella Leder: „Wir lernten die Deutschen als Opfer kennen“

Zum Jahrestag des Mauerfalls richtet sich der Blick stets auf Ost- und Westdeutschland. Die Autorin Stella Leder kennt beide Perspektiven. Sie erzählt von verfehlter Erinnerungskultur, Nazis in Ost und West – und von ihrer Stasi-Großmutter

Maxi Leinkauf

Weiche Waffen

Welche Erkenntnisse lassen sich aus künstlerischen Systemvergleichen gewinnen?

Terra incognita

Die Juristin Doris Liebscher untersucht den Rechtsbegriff „Rasse“ – von den Nazis bis zum Grundgesetz

1963: „Profil“ muss man haben

Als die Mauer steht, holt die DDR-Regierung zu Reformen aus. Der Sozialismus soll attraktiver, die Presse lesbarer werden. Ein eigenes Nachrichtenmagazin ist in Sicht

Falsch gedient

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle zeigt Willi Sitte als großen Künstler, der am Widerspruch von Kunst, Politik und Macht scheiterte – wie sein Staat, die DDR

Nachfolge

Wer wird Nachfolger vom Nachfolger von Angela Merkel? Kann eine Frau „die“ neue Bond verkörpern? Familienbetriebe und Diktatoren klären so etwas unter sich. Unser Lexikon

Empfehlung der Woche

Generation rechts?

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Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

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