Deutsche Demokratische Republik
Untertanen und Obertanen
In 20 Jahren Einheit mussten viele Ostdeutsche erleben, wie ihr Selbstwert-Gefühl verstümmelt wurde und blieb. Zu oft bekamen sie zu hören: Wir gut – ihr schlecht
Erfolgsgeschichte oder Desaster?
Immer noch besteht das Grundmissverständnis zwischen Ost und West darin, dass eine Seite denkt, sie gibt ihr Letztes, während die andere meint, man nähme ihr das Letzte
Dem Zeitgeist nachjapsen
Vor 20 Jahren war die evangelische Kirche ein Motor der Veränderung. Heute ist sie davon weit entfernt. Warum?
Kieselstein im Mund
Nur zu den Jubiläumsfeiern dürfen die DDR-Schriftsteller aus ihren bunten Kisten. Hier ist einer, der nicht dazu gehören will
Wieso wohnt der Ossi im Kleingarten?
Rettich und Radieschen - zum Wohl des Volkes? Der "produktive Garten" à la DDR ist seit der Wiedervereinigung passé
Im Wosten
Hauke Hanstedt kam aus Lüneburg nach Mecklenburg-Vorpommern, fand die Liebe und kehrte wieder zurück, ohne umzuziehen
Unvollendeter Übergang
Die Einheit hat Deutschland auf dem Weg zur vielfältigen Republik zunächst zurückgeworfen. Jetzt aber braucht die Vielheit eine Form
Ein Geruch nach faulem Obst
Wiedervereinigung interessiert niemanden, nur das Ende der DDR. So ist jedenfalls das TV-Programm zur Einheit
Scharf geschossen
Der Mauerschützen-Egoshooter "1378 km" wird nach Protesten nun nicht zum 3. Oktober veröffentlicht. Bei aller Empörung geht das eigentliche Anliegen des Spiels aber unter
Wenn der Berg nicht dem Propheten folgt
Was macht ein Land mit einem solchen Versprechen, wenn es auch nach 20 Jahren noch nicht eingelöst ist? Eine Diskussion
Einheits-Verlierer Gorbatschow
Als Gesamtdeutschland vor 20 Jahren vom Stapel lief, hatte neben der DDR auch die Sowjetunion ausgedient. Sie verfiel danach schneller als gedacht
Davids Gewehr
Als 1983 der Druck durch die Contras stärker wird, führt die sandinistische Regierung den Wehrdienst ein. Ein Entschluss, der ihr mehr schadet als hilft
Der Freitag "unplugged"
In regelmäßigen Freitag-Salons diskutieren wir – jenseits von Netz und Papier – mit unseren Gästen über Glück und Unglück der Gegenwart
Revolutionärin ohne Theorie
Weggefährten und Zeitgenossen trafen sich am Wochenende in der Berliner Akademie der Künste, um von Bärbel Bohley Abschied zu nehmen, von der Frau wie der Widerständlerin
Ein lästiger Fleck
Im August 1990 gibt es in der Volkskammer ein klares Votum. 294 gegen 62 Abgeordnete verabschieden die DDR – am 3. Oktober 1990 wird sie zum Entsorgungsfall
Aus der Welt gefallen
Als Rico merkt, dass er die Katastrophe seines Lebens nicht aufhalten kann, will er sie lieber beschleunigen. Teil 8 der Freitag-Serie "Berichte aus dem Dunklen"
Flughöhe der Fledermäuse
Wie nicht anders zu erwarten, knistern zum 20. Jahrestag des Einigungsvertrages die Emotionen. Es wird aber auch allseits viel dafür getan, dass es so ist
Hammer-Zirkel-Ährenkranz
Vor dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit wird nachgedacht über verpasste Chancen für Gesamtdeutschland. Hätte 1990 manches wirklich anders laufen können?
Übernahme total
Mit dem Stromvertrag, der die ostdeutsche Energiewirtschaft unter die drei großen westdeutschen Stromkonzerne aufteilt, hat sich die „Privatisierung von unten“ erledigt
Täter und Opfer
Opposition und FDP drängen auf die Erforschung des Stasi-Einflusses im Bundestag seit 1949. Das Thema ist heikel – und könnte gerade deshalb helfen, Fehler der Aufarbeitung zu korrigieren
Noch bei Trost?
„Es bleiben die Bäume, die du gepflanzt hast“: So manch ein Geisteswissenschaftler arbeitet als Trauerredner, ein guter Schriftsteller muss er dafür aber nicht sein
Künstler vs. Varroa-Milbe 0:1
Was alles die Kunst ist: Zu Besuch bei Olaf Wegewitz in Huy-Neinstedt in der Nähe von Halberstadt, kurz vor dem Harz
Das kritische Ich - Erich Kuby
Zum 100. Geburtstag des großen Publizisten. Er hat mit unverwechselbarer Stimme etwas dafür tun wollen, dass die Bundesrepublik ihre demokratische Chance auch nutzt
"Gauck hat bewiesen, dass er lernfähig ist"
Der Schriftsteller Navid Kermani darüber, warum er den rot-grünen Bundespräsidentschafts-Kandidaten wählt, und warum dieser sich mehr Pathos erlauben darf, als ein Literat