Libyen
Lexikon Flucht und Asyl
Ein Kompendium wichtiger Begriffe zur Flüchtlingspolitik. Von A wie Asyl über D wie Dublin-II-Verordnung und R wie Rücknahmeabkommen zu W wie Wiederansiedlung
Fluchtpunkt London
Ein wichtiger Berater des Gaddafi-Sohnes Saif al-Islam wurde in London vorstellig: Sucht das Regime nach einer Exit-Stratgie?
Die patriotische Karte ist raus
Präsident Bashar al-Assad gerät durch Massenproteste in Bedrängnis, doch kann er die korrupte alawitische Führungselite nicht entmachten, ohne sich selbst zu schaden
Operation am offenen Herzen
Die NATO hat das Oberkommando für die Militäroperationen übernommen und verschafft dem Prinzip Schutzverantwortung einen Präzedenzfall
Treibgut Wahrheit
Die Begründungen für die Militärschläge gegen die Gaddafi-Armee sind nicht übermäßig zuverlässig und haben mit der UN-Resolution 1973 inzwischen kaum noch etwas zu tun
Ein Leben im „Legal Limbo“
Ein Gespräch mit Hein de Haas vom International Migration Institute (IMI) der Universität Oxford über Einschluss und Ausschluss in Afrika und Europa
Mobilität für Europas Profit
Der Umbruch im Maghreb hat die Angst vor Flüchtlingen verstärkt. Doch ihre Migration ist erzwungen und nützt nicht nur Afrikas, sondern vor allem auch Europas Wirtschaft
Schreckgespenst Irak
Es mutet seltsam an, Entscheidungen über die Zukunft eines Landes zu treffen, ohne dass dessen Regierung – so verpönt diese auch sein mag – daran beteiligt ist
NATO entsorgt UN-Charta
Der Nordatlantik-Pakt treibt die gewalttätige Parteinahme im libyschen Bürgerkrieg auf die Spitze und übernimmt in dieser Woche das Oberkommando der Intervention
Unter dem Banner des Königs
Die Aufständischen im Osten des Landes sind kein monolithischer Block. Sie könnten einen Rumpfstaat ausrufen – während das System Gaddafi im Westen erst einmal überlebt
Gaddafis Gegenspieler
Neben der Suche nach den politischen Konsequenzen der Libyen-Intervention drängt sich immer stärker die Frage auf, welche Klientel der Westen da eigentlich beschützt
Aus dem Irak-Krieg nichts gelernt
Die Entscheidungen zu schweren Luftschlägen fielen ohne seriöse Informationen, um die Situation einer hoch komplexen Gesellschaft verlässlich beurteilen zu können
Das Falsche aus falschen Gründen tun
Bei SPD und Grünen herrscht Chaos. Mancher mag wohl aus Wahlkampf-Kalkül plötzlich Interventionsfan sein. Scheitert die rot-rot-grüne Idee doch an der Außenpolitik?
Demokratie in Aktion
Auch außerhalb von Libyen gehen die Umbrüche weiter: Syrien ist erfasst, und die Jemeniten haben Präsident Saleh dazu gebracht, seinen Rücktritt anzukündigen
Merkels Verhältnisse
Die Bundesregierung kompensiert ihre militärische Enthaltsamkeit bei der Libyen-Intervention durch ihren politischen Beistand für die Interventen
Wer A sagt ...
Frankreich übernimmt die Führung eines Angriffs auf Libyen, dessen Fortgang ungewiss ist: Werden am Ende doch Bodentruppen gebraucht, um Gaddafis Macht zu brechen?
Erweiterte Verantwortung
Westerwelle wird für seine Enthaltung zu Libyen sogar von der Linksfraktion gelobt. Doch auch Interventionsgegner werden nun erleichtert sein, wenn die Waffenruhe hält
Das eigennützige Versprechen
Während Gaddafis Truppen vorrücken, entlarven UNO, EU und NATO sich selbst als heuchlerisch – und die „Schutzverantwortung“ als widersprüchlich
Öl ist dicker als Blut
Im Gegensatz zu Libyen muss Saudi Arabien keine Kritik aus dem Westen fürchten: Zu kostbar ist für uns das Öl, über das die despotische Monarchie verfügt
Operation Libyen-Sturm
Die Aufstände ringsherum ließen Muammar al-Gaddafi wanken – ihre Folgen könnten ihn retten. Die Arabische Liga wird sich gut überlegen, ob sie eine Luftblockade absegnet
Der Paukenschlag fürs große Geschäft
An der New Yorker Handelsbörse kostet ein Barrel Rohöl derzeit 104 Dollar – der höchste Wert seit 2008. An diesem Preisschub verdient keiner mehr als die Ölkonzerne
Aufbruch mit Einschränkung
Hunderttausende fliehen vor den Kämpfen in Libyen. Die Europäer fürchten, sie hätten es auf ihren Wohlstand abgesehen. Sie sitzen der Propaganda Gaddafis wie der EU auf
Voll und ganz bei der Sache
Die von den USA gestützte Regierung al-Maliki droht jedem Protest ungerührt mit Gewalt und will Journalisten foltern lassen, sollten sie versuchen, das Regime zu stürzen
Der König steigt vom Thron
Muammar al-Gaddafi rief einst in seiner Heimatstadt Sirrte die Vereinigten Staaten von Afrika aus – ein panarabischer Führer wurde zum passionierten Panafrikaner