NATO
Kampf dem Pazifismus
Einige Reformer in der Partei wollen auf SPD und Grüne zugehen. Sie schließen Militäreinsätze nicht mehr generell aus. Dies kann sich bei der nächsten Wahl rächen
Höllenfahrt am Hindukusch
Die Politik hat den Krieg in Afghanistan stets verdrängt. Nun wurde das Lager Kunduz geräumt. Es wird endlich Zeit, die richtigen Konsequenzen zu ziehen
Der Alte geht
Mit Konrad Adenauer tritt der erste Kanzler der Bundesrepublik zurück. Er ist in die Defensive geraten, seit John F. Kennedy im Ost-West-Konflikt auf Realpolitik setzt
Auf und davon
Die Bundeswehr hat ihr Camp in Kunduz und damit einen Teil Nordafghanistans aufgegeben, der immer wieder umkämpft war. Dieser Rückzug wirkt wie eine Teilkapitulation
Kein Mut zur Sünde
Ambivalenz bildete den Markenkern schwarz-gelber Außenpolitik seit September 2009. Ohne stringentes Konzept zu sein, galt als Erfolgsrezept
„Für den Tag X“
Das ehemalige Gladio-Mitglied Norbert Juretzko über die Strategie der militärischen Geheimorganisation
Rote Linie, weiße Salbe
US-Präsident Obama vermeidet übereilte Schritte und forsche Erklärungen zum syrischen Bürgerkrieg. Eine Intervention birgt im Augenblick viel zu große Risiken
Prinzip Hoffnung
Vor 30 Jahren endet in Westberlin der Versuch, durch Ost-West-Treffen von Künstlern eine Koalition der Vernunft gegen die Atomrüstung zu bilden. Die Ohnmacht ist zu groß
Hakt euch unter, reiht euch ein!
In diesem Jahr geht es beim Treffen von Regierungschefs, Ministern und Sicherheitsexperten in München um „Smart Defence“, die der EU eine Europa-Armee bescheren könnte
Bundeswehr sekundiert Erdogan
Die Verlegung deutscher Abwehrsysteme in die Türkei hat begonnen. Deren Premierminister erhält so einen neuen Handlungsrahmen für seine regionalen Ambitionen
Der Ewiggestrige
Der Ex-Bundeskanzler trauert der Atomenergie hinterher und hält die Klimakatastrophe für ein Gerücht. Der Mann wird heute 94 Jahre alt
Standhaft ignoriert
Der Bundestag will endlich systematisch die Rolle von NS-Eliten im Staatswesen erforschen lassen. Nur die Bundeswehr soll auch diesmal außen vor bleiben
Das Problem mit Castro
Offiziell ist die Krise überwunden. Dennoch versuchen die USA weiterhin den "politisch zersetzenden" Einfluss Castros zu sabotieren. Teil 2 von Noam Chomskys Essay
Prädikat systemrelevant
Die EU bekommt einen ideologischen Rettungsschirm. Mit ihrer tatsächlichen Bilanz hat das nur bedingt etwas zu tun
Legionäre im Heiligen Krieg
Ausländische Dschihadisten und syrische Rebellen kämpfen gegen Baschar al-Assad zwar an einer Front, aber nicht unter dem gleichen Banner
Flucht statt Rückzug?
Es könnte sein, dass sich die NATO mit ihrer Vorstellung vom geordneten Ausstieg bis Ende 2014 verkalkuliert hat. Es häufen sich Attentate und tödliche Zwischenfälle
Vom Fall Libyen zum Ernstfall Syrien
Der Abschuss des türkischen Kampfjets versetzt die NATO in keinerlei Beistandspflicht, ist aber eine Vorlage, um Interventionsszenarien durchzuspielen
Schuld ohne Sühne
Liberias Ex-Präsident Taylor wurde wegen seiner Schuld am Tod von Zivilisten verurteilt. Wann verantwortet sich die NATO für die Opfer ihrer Angriffe auf Libyen?
Die unsichtbare Faust des Marktes
Das Bündnis erhebt den Anspruch, weltweit für Frieden und Sicherheit zu sorgen. In Chicago muss man danach lange suchen
Auf die Heimat nicht vorbereitet
Die NATO plant ihren Abzug aus Afghanistan. Schon dieses Jahr sollen 33.000 GIs in die Vereinigten Staaten heimkehren. Doch Jobs suchen viele Veteranen vergeblich
Fanfarenstoß gegen die NATO
Im Streit um den geplanten Raketenschild sieht Russland das Abschreckungspotential seiner Nukleararsenale bedroht. Die Zeit der Friedfertigkeit ist vorbei
Keine einzige Schlacht
Am 6. April 1992, auf den Tag genau 51 Jahre, nachdem Jugoslawien von Hitlers Wehrmacht angegriffen wurde, schloss die bosnisch-serbische Armee den Ring um Sarajewo
Schiffbrüchige wurden sich selbst überlassen
Vor einem Jahr trieb ein Flüchtlingsboot wochenlang auf dem Meer, Dutzende starben. Nun steht fest, dass Fehler und das Versagen von NATO-Schiffen mit verantwortlich sind
Es braucht Vermittler
Das Verfassungsreferendum sollte als Versuch der politischen Entkrampfung gewertet werden. Kompromissferner Maximalismus könnte die Konfrontation nur anheizen