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Columbus auf dem Freitagsserver, ein kommentiertes Verzeichnis zum Händler&Helden mbH-Blog, Teil 1
Columbuss Textarchiv seiner dFC-Blogs, macht auch Kommentare und Anti-Kommentare, also jene reinen Beschimpfungsformeln, wieder sichtbar. Texte die gefunden werden wollen, lassen sich erschließen. Im Archiv geht es zuerst in die „Steinzeit“ und dann wird es aktueller.
1 -07.11.2009, Elitenbildung der besonderen Art ; Hajo Herrmann die „Rammsau“ aus Adolfs- Luftflotte und die Eliteburschen aus Mainz. Knapp, pointiert. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/elitenbildung-der-besonderen-art )
2 -09.11.2009, Die Rede vom Regenwald; Vorlauf zur Kopenhagener Klimaschutzkonferenz, im Dezember 2009, Lob des norwegischen MP Stoltenberg, Regenwaldschutz: Anspruch, Medienerzählung und harte Wirklichkeit, die klaffende Lücke, Rosenzucht in Nigeria, Waldromantik und Mörderwald, der Nürnberger Tannensäer, Peter Stromer, Erfinder des Nachhaltigkeitsdenkens. Ein paar Quellenangaben, insbesondere auch zu schöner Literatur: "El interior del bosque" von Eugenio Fuentes, Alfred Döblin, Amazonas-Romantrilogie: „Das Land ohne Tod“, „Der blaue Tiger“, „Der neue Urwald“ . - Sie müssen also nicht die Manolo Blahnik Hippe Thea Dorn anlesen (www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-rede-vom-regenwald ).
3 -11.11.2009, Depressionen; ein Artikel, der sich möglichst behutsam mit dem Tod Robert Enkes auseinander setzt und nicht behaupten möchte, Depressionen seien eine Erfindung des Zeitgeistes. Bemerkenswerte Kommentare.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/depressionen )
4 -17.11.2009, Neue, alte Kriege - Die Suche nach einfachen Lösungen; soll die deutsche Politik, im ewigen Gegensatz von Menschenrechten und staatlicher Souveränität, der einzigen verbliebenen, westlichen Supermacht, dem einzigen, wirklichen leviathanischen Souverän USA, eine Blanko-Vollmacht fürs globale Handeln ausstellen? Eine superintelligente Politologin, mit viel Stimme denkt an solche Strategien. Immerhin, die USA, das ist der wilde Westen, das sind „Wir“! Guter Kommentar Streifzugs, dem diese „Philosophie“, entlang der normativen Kraft des Faktischen, zum Halse heraus hing. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/neue-alte-kriege---die-suche-nach-einfachen-loesungen- )
5 -18.11.2009, Philosophie für Gelangweilte-Die Klingonentheorie ; was wusste Gene Roddenberry und sein Team von „Star Trek“/ „ Raumschiff Enterprise“, was heute mühsam in Sonderforschungsbereichen und Exzellenzuniversitäten am Bodensee erforscht werden muss? ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/philosophie-fuer-gelangweilte-die-klingonentheorie )
6 -20.11.2009, "Naturgesetze" der Medialisierung?; ein umfänglicher Artikel und eine sehr differenzierte Diskussion um das so genannte „Leistungsschutzrecht“ für Medien und Publikationen, das bei seiner Verwirklichung zu einer völligen Kontrolle der privaten und beruflichen Zitiermöglichkeiten führen würde. Es geht um das „kleine Zitat“ der kleinen Leute! Zudem abgehandelt, auch mit Hilfe kundiger Kommentaristen, die Aufdeckung der Verlegerinteressen durch Abtretung von Rechten, durch Kauf und Aneignung von Verwertungsrechten an Info-Materialien, die ursprünglich frei verfügbar waren, pp. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/naturgesetze-der-medialisierung )
7 - 28.11.2009, Hessischer Steuerfahnder-Skandal-Macht der Gefälligkeitsgutachten; wie verwandelt man Steuerfahnder zu beamteten, zahnlosen Tigern und Schreibtisch-Trotteln, wenn sie auf die Idee kommen, den großen Steuerhinterziehern aus der Big City nachzuspüren? Wie schasst man die missliebigen Beamten? Mit psychiatrischen Gefälligkeitsgutachten! Hommage für die guten, investigativen Journalisten der Frankfurter Rundschau. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/hessischer-steuerfahnder-skandal-macht-der-gefaelligkeitsgutachten- )
8 - 03.12.2009, Kopenhagen Diagnose-Konsil vor dem Konzil; was stand im Vorbericht zur Kopenhagener Klimakonferenz, „The Copenhagen Diagnosis- Updating the World on the Latest Climate Science“. Auch Laien verstehen, was dort geschrieben steht. Noch kürzer steht hier, was die Diagnostiker zu sagen wussten. Es ist immer noch aktuell. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/kopenhagen-diagnose-konsil-vor-dem-konzil )
9 - 09.12.2009 , Direkte oder indirekte Demokratie, moralische Suchbewegungen; kann uns Friedrich Schiller, die Schweiz und der Tell helfen, wenn es um die Erweiterung und Sicherung der Demokratie geht? Ich meine, jein! Die eidgenössische Vorzeigefrau Bertha kann es! - Von Schiller und der Frauenemanzipation, geht es zu Wirtschaftsflüchtlingen und an den Rhein, die große „Völkermühle“. Dann dreht sich alles um den „kleinen Mann“, der wieder Furcht hat unter die Räder zu geraten und daher bloß zuschaut, wie man das für ihn vorbereitet. Boris Vian, Michel Foucault und Giorgio Agamben kommen zu Wort. Sie liefern Erklärungen, warum wir uns so einschüchtern lassen. Die hellsichtige Ulla Berkéwicz titelte dazu, „Vielleicht werden wir ja verrückt“ und mein Fazit lautet: „Der Anarchismus von oben fördert den Vandalismus von unten“. Einer der das lange schon wusste, F.C. Delius. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/direkte-oder-indirekte-demokratie-moralische-suchbewegungen )
10 - 10.12.2009 , Die KUNSTZEITUNG- Qualität umsonst ; ein fast uneingeschränktes Lob für die Arbeit des Verlegerpaares Lindinger und Schmidt. „Abgelegen“, fand einer meiner Lieblingsschreiber und Kommentatoren bei der dFC, J.A.-P., das Thema. Nicht zu Unrecht. Künftig müsste wohl auch einmal eine Betrachtung her, warum „Kunst“ so schreckt. Es geht um Larry Gagosian, einen Kunsthandelstycoon, um das Frankfurter Liebieghaus, um einen Blauglockenbaum, um den Verfall der modernen und postmodernen Kunstwerke, deren Materialien nicht „geupdatet“ werden können, die teuer restauriert werden müssen, um Kunst und Mathematik, Kunstbetrieb und eigene Kinder, sowie die Traute, sechs Enttäuschungen im Feuilleton vorzustellen.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-kunstzeitung--qualitaet-umsonst )
11 - 11.12.2009 Haggis, neeps and tatties; über Schottlands Nationaldichter Robert Burns, das sättigende Nationalgericht, das passende Gedicht dazu und seine ungereimte Übersetzung. Der Text kostete Mühe. Vielleicht liest er sich daher auch nur mit Mühe? So ist das nun einmal! ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/haggis-neeps-and-tatties )
12 -12.12.2009, Herta Müllers Rede und „Ceauşescu n-a murit “ , Herta Müller wurde Nobelpreisträgerin und in Rumänien singt die wunderbare Ada Milea über den Diktator, der in den Menschen sein zähes und böses Leben weiter führt, obwohl man ihn über den Haufen schoss. Dazu gibt es hier eine kleine Rezension zu Herta Müllers erstem Kurzgeschichtenbuch „Niederungen“. Die Geschichten sind in und um Nietzkydorf herum geschrieben. Um die Banater-Schwaben, die es dort heute kaum noch gibt. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/herta-muellers-rede-und-ceauescu-n-a-murit- )
13 - 24.12.2009, "Über Leckereyen", an Stelle eines zünftigen Weihnachtsmärchens ; da verschenkt Man(n) zu Weihnachten eine literarische Trüffel und keine Sau klingelt dankend an. Ich legte Max Raabe und das Palastorchester auf und dröhnte mich damit zu. Es geht um Georg Forsters Weltkulinarik. Der jüngste und klügste deutsche Weltumsegler, der spätere Rheinreisende und Revolutionär, er hatte Geschmack und erklärt uns, ganz im Sinne der Spätaufklärung, was es mit den Leckereyen so auf sich hat. Warum läuft da kein Wasser im Munde zusammen?
Der Artikel ist der dF-Kolumne „Koch und Gärtner“ gewidmet. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/ueber-leckereyen-an-stelle-eines-zuenftigen-weihnachtsmaerchens )
14 - 25.12.2009, Von Wurst und Brot; keinen einzigen Kommentar erntete die Glosse zum Lieblingsthema der Deutschen, nach dem Krimi in jeglicher Form und noch vor dem Sex. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/von-wurst-und-brot )
15 - 04.01.2010, Verstehen und Kochen fängt immer wieder bei Null an; vordergründig eine Geschichte rund ums Kochen, daheim, im TV, in den Zeitungen der Republik, auf der wichtigeren Ebene geht es aber um den „der Freitag“ und seine „Community“. Wie werden wir einander bekömmlich, und wie wenig Differenz gestattet selbst die beste Gemeinschaft? Es kommt als wesentliches Erschwernis hinzu: Die Community bildet sich hauptsächlich virtuell ab. Die dritte Ebene erfüllt die wichtigste Aufgabe des Essays, nämlich über ein Grundproblem des Lebens, Verständnis und ewige Missverständnisse, sich Klarheit zu verschaffen. Wenn das ein Gewinn für andere sein kann, dann wäre ich glücklich. - Gute Kommentare und dann fielen mit auch noch ein paar kürzere Formeln als Antwort ein. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/verstehen-und-kochen-faengt-immer-wieder-bei-null-an )
16 - 05.01.2010, Wer lügt, wer ist dumm?- Eine Antwort zu Ernst Elitz Journalismusbild , Ernst Elitz gilt als Grandseigneur des Rundfunkjournalismus. Damals hatte er in der Berliner Zeitung zwölf Thesen zur Zukunft und Haltung des Journalismus formuliert. Das klang zunächst sehr notwendig und fortschrittlich. Aber seine Satzung erwies sich als rückwärts gewandt. Gut, ein solcher Doyen wird predigen, was er einst lernte. Aber die Fixierung auf den „Transmissionsriemen“-Journalismus zwischen der leitenden Politik und den ungelenken Medienbürgern, sie klang allzu sehr nach „Zeitungslehre“ der 30er, 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, die den Journalisten zum Propagandisten und Schriftleiter machte. Zur Belohung erhielt er Zutritt zur „Society“ der Entscheider. Gute, auch kritische Kommentare dazu! (www.freitag.de/community/blogs/columbus/wer-luegt-wer-ist-dumm--eine-antwort-zu-ernst-elitz-journalismusbild )
17 - 12.01.2010 Sloterdijk und der glückliche Prinz , Peter Sloterdijk, der philosophische Leistungsträger und Steuerbürger erläuterte Marc Beise von der SZ-Wirtschaftsredaktion seine Vorstellungen zu einer Steuerreform, die die Leistungsträger gerechter behandelt, damit sie in einer Welt des Gebens und Nehmens, mehr freiwillig hergeben. Dieses famose Interview brachte mich auf die Idee, den guten Sloterdijk und seine Thesen mit Oscar Wildes Kunstmärchen vom „Glücklichen Prinzen“ zu verschmelzen. Es kommen noch zu Wort: Sascha Guitry, mit seinem „Roman eines Schwindlers“, Soziologieprofessor Michael Hartmann aus Darmstadt, dazu Axel Honneth, der dem Fernsehphilosophen so herzlich kräftig widersprach und ein wenig noch Thomas Mann. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/sloterdijk-und-der-glueckliche-prinz )
18 - 13.01.2010, Der Muffel-Wie man immer das Fell der Anderen gerbt , Glosse zur Diskussionstechnik eines Webtypus. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/der-muffel-wie-man-immer-das-fell-der-anderen-gerbt )
19 -14.01.2010, Die Barfliegen im Web, aber warum beim "Der Freitag"? , Warum platte Vorurteile und die Brunssprache in der dFC so kräftig ziehen (hektische Kommentarbewegungen auslösen) und einem doch gewaltig auf den Senkel gehen. Eine Glosse.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-barfliegen-im-web-aber-warum-beim-der-freitag)
20 -16.01.2010 Die Pflichten des Steuerzahlens im gelobten Land; die USA gelten als Schlaraffia der Steuerbürger. In Wahrheit können sich nur die Superreichen der sonst ganz durchschnittlichen Besteuerung entziehen. - Das Thema hat aktuelle Brisanz, weil Multimillionär Mitt Romney, einer der Aspiranten der Grand Old Party für den Präsidentschaftswahlkampf, übermütig bekundete, er zahle nur 15% Steuern auf sein Millioneneinkommen. Dadurch sanken seine Chancen, die schon geschlagenen Mitbewerber endgültig zu distanzieren.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-pflichten-des-steuerzahlens-im-gelobten-land)
21 - 18.01.2010, Henriette Davidis-Kinder, Küche, Kirche und trotzdem mehr; ein kleiner Artikel zum Leben und den Schriften der Henriette Davidis, der Köchin der Deutschen. Exemplarische Gerichte werden beschrieben, die Sprache der Davidis gewürdigt, und erklärt, wie sehr sich das biedermeierliche Majorat in der Küche von den realen Lebens- und Ernährungsumständen der „Leut“, der „Proleten“ unterschied.( www.freitag.de/community/blogs/columbus/henriette-davidis-kinder-kueche-kirche-und-trotzdem-mehr)
22 - 02.02.2010, Kleine Nachdenklichkeit zum Begriff des Voyeurs; wenn die Voyeure dem Publikum beständig Exibitionisten vorführen, lösen sie sich ins Nichts auf. Nicht einmal das Schlüsselloch bleibt, alles liegt offen. Eine Glosse. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/kleine-nachdenklichkeit-zum-begriff-des-voyeurs )
23 - 07.02.2010, Haiti - Peau noire, masques blancs ; Hans Christoph Buchs Haiti-Roman in der Architektur eines dreiflügeligen Schlossbaus. Eine Rezension aus gegebenem Anlass, mit erheblichen Erweiterungen zu Heinrich von Kleist und François-Dominique Toussaint L’Ouverture.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/haiti---peau-noire-masques-blancs)
24 - 09.02.2010, Irgendwas mit Helden II , exemplarische Heldengeschichten und wer sie schrieb. Ganz kurz. Leseempfehlungen.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/irgendwas-mit-helden-ii)
25 - 09.02.2010, Mord, unser liebstes Medienvergnügen, nach sechs , beschäftigt sich mit den Tatort-Krimiwelten und ihren Mordraten. Wie könnten TV-Krimis thematisch erweitert werden, wenn es nicht immer nur um die „Leich´“ und den „Mörder, Mörder, Mörder“ gehen müsste? Lob bekam ich eigentlich nur für den schlüpfrigen Titel.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/mord-unser-liebstes-medienvergnuegen-nach-sechs-)
Wann es weiter geht mit dem Columbus -Archiv, Teil 2, weiß ich noch nicht.
Christoph Leusch
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Lieber Columbus,
obliegt es nicht der Nachwelt sich der Kärnerarbeit einer Herausgabe Ihrer Gesammelten Schriften zu befleißigen? Wie löblich isses, dass Sie bereits eine Vorauswahl treffen, sozusagen aus letzter Hand. Klasse übrigens: www.freitag.de/community/blogs/columbus/elitenbildung-der-besonderen-art Und dieser Waldblog sollte noch mal recycelt werden. Bringen Sie das noch mal! Ich habe noch nicht alles gelesen. Pralinen sind ja echte "Kalorienbomben". Aber jetzt mal ganz im Ernst: das ist tolle Idee. Ich warte auf das Columbus -Archiv, Teil 2! Nur zu und Ahoi und mit einem Augenzwinkern Ihre HN |
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Da war mal neulich jemand, der wollte den "Panhas" nachkochen und fand nix. Aber Sie haben schon Recht, ich ödete mich und dachte, schaff´ Ordnung und Einblick. Reine Eitelkeit.
Was meinen Sie mit Waldblog? Das Stück über den Hainich? Sie sehen, das Blograndnirwana schluckt mit der Zeit jegliche gedankliche Schweißperle. Grüße Christoph Leusch |
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schrieb am
27.01.2012 um 19:12
@ Lieber Columbus
Nee, seien Sie nicht so empfindlich. Ich finde das sogar wichtig. Es wäre schade, käme es abhanden. Ich habe ja einmal bei JJk angefragt, ob der Relaunch auch eine Verlinkung zum Bloger-Archiv ermöglichen werde. Das konnte er nicht versprechen, wohl eher verneinen. Allerdings hat auch Ph.Grassmann den Punkt des "Verrauschens" und "Verschwindens" von Blogger-Beiträgen angesprochen. Trotzdem muss ich schmunzeln. Das Internet macht dann doch nicht alles neu: Wir sind und bleiben Gedächtnistiere, lieber Columbus. Ahoi Ihre HN |
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schrieb am
27.01.2012 um 19:17
www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-rede-vom-regenwald
An dem Thema sollten Sie dran bleiben, das meine ich nicht nur aus Eigennutz. So was ist für die Print-Ausgabe geeignet.Dass da noch viel "Musik "drin ist, versteht sich von selbst, spätestens aber nach Lektüre. |
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War nicht als Stirnrunzeln gemeint. Ich bin ja Waldmensch und lasse mich mehrfach zum Thema aus. Daher, es gibt noch den Hainich-Beitrag, der kommt auch wieder ans Licht. Außerdem reut mich meine Löschgeschichte und ich will das wieder einstellen, zur Steffin, zu Hildegard von Bingen.
Zum Tipp unter dem 2.Post. Aye Aye. Aber das sollen die vom Blatt schön selbst entscheiden, was sie da so einstellen. Zur dF-Red.: Ein bisschen schwammig ist das schon noch, was die sich von dFClern wünschen. Interviews würde ich nur mit Auftrag und Presseausweis machen. Die von Calvani waren ja eher interne Gespräche zur Beförderung des Treffens und der Kulturpflege hier. Aber mit Interviews dritter Personen wäre ich sehr, sehr vorsichtig, auch wegen der presserechtlichen Verantwortung. Gute Nacht und gutes WE Christoph Leusch |
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schrieb am
28.01.2012 um 00:51
@ Columbus
Auf den Hildegard -von -Bingen-Link freue ich mich schon. Ich bin an dem Thema Medizingeschichte sehr interessiert. Meines Wissens wird in Würzburg darüber intensiv geforscht. Jedenfalls hat die Uni einen Lehrstuhl für Klostermedizin. Obwohl ich inzwischen den Faden ein wenig verloren habe, konnte ich es doch nicht lassen und habe noch einmal nachgeschaut. www.klostermedizin.de/ www.klostermedizin.de/index.php?cat=197&cl2=197 Kennen Sie auch Sie das Werk von Raimond Klibansky, Erwin Panofsky, Fritz Saxl (1964): Saturn und Melancholie: Studien zur Geschichte der Naturphilosophie und Medizin, der Religion und der Kunst? (stw) Ich habe Klibansky als Studentin an der Münchener Uni erlebt. Es muss Anfang der 1990ziger Jahre gewesen sein. Er, inzwischen hochbetagt, hielt einen Vortrag über Melancholie - großartig, quasi „freihändig“. Ich habe dann auch Feuer gefangen, und das Thema lässt mich nicht mehr in Ruhe. Inzwischen steht die Thematik in einem anderen konkreten, praktischen Kontext. Lieber Columbus, was die Entwicklung von dF anbelangt, warte ich einfach ab. Wünschenswert wäre mehr Formenvielfalt. Wünschenswert wäre mehr intellektuelle Schärfe. An der einen oder anderen Stelle habe ich das ja ganz konkret an Textbeispielen festgemacht. Es ginge sicherlich alles viel weiter, gäbe es einen entspannten Umgang mit Kritik. Nun, es ist wie es ist. Die drei Interviews von Calvani scheinen lanciert. Das sehen Sie richtig. Hinsichtlich avisierter Interviews von echten und ernst zu nehmenden Usern haben Sie natürlich Recht. Da geht nichts "ex ärmolo". Wenn aber mehr "know how" der User abgegriffen werden soll, was sich in dem einen oder anderen Fall für dF rechnen sollte, wird die Redaktion mit einer anständigen "Ausweisung" kein Problem haben. Ich sehe das alles sehr entspannt. Lieber Columbus, ich schreibe mich seit einer Weile "frei", wenn Sie so wollen, und es macht mir Freude, mich auszuprobieren. Vor allem, es funktioniert. Mein Ziel, meine Themen habe ich sowieso fest im Blick. Die gehören nicht hier her. Ich werde weder einen Top-Blog schreiben noch erwarte ich etwas. Sie sind mir eine Vorbild. Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt, Sie beherrschen die Arabeske! Und Ihr Geschriebenes hat diesen „fin-de-siècle-sound. Das gefällt mir sehr gut. Ich bin noch dabei mich zu finden. Ahoi Ihre HN |
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Klar, Klibansky, Panofsky, Saxl ist Hausbestand und dazu noch Panofskys Dürer-Monografie. Alles zur Melancholia I, etc. Sie hatten das Glück einen großen Philosophen und Anhänger der erklärenden, der verstehenden Philosophie kennen zu lernen, der sich sein ganzes Leben gegen diesen Alltagssatz wehrte, "Ach, das hat doch überhaupt keine Bedeutung." - In Wahrheit hat alles eine Bedeutung und sie ist entschlüsselbar, ohne quasseln zu müssen oder von Mysterien zu faseln, die es zu verehren gälte. Zumindest ist es Menschen möglich, eine Bedeutung beizumessen und dafür eine begründete Erklärung zu akzeptieren.
Ich glaube, bei Klibansky kam das mehr aus seiner Liebe für Platon, den Neoplatonismus und dann den erfrischend modernen Spätscholastiker am Übergang zur Neuzeit, Nicolaus Cusanus, als aus einer pragmatisch-systematischen Vorgehensweise, wie sie die Ikonologen aus der Warburg-Schule entwickelten. Die Renaissance Werke, vor allem deren Paganismus und die antiken Bezüge sind ja ohne diese Entschlüsselungsarbeit nur schwer zugänglich. Allein schon deshalb, wegen seiner offenen, philosophischen Herangehensweise ist er mir lieb. Die Hildegard-Forscher in Würzburg haben ja einige Mühe, diesen Wust an "Hildegard-Medizin" wieder einzufangen und auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren, das dann immer noch beachtlich ist. Hier im Rheinhessischen und am Rheingau entlang ist mittlerweile viel Schmuh "Hildegard" und die Zahnärztekammer verleiht den "Hildegard von Bingen Preis" an Publizisten. Das ist natürlich großer Unsinn, aber Ehren sind Ehren. Nehmen Sie sich kein Vorbild, misstrauen Sie jedem Satz, auch wenn er gut ist, und halten Sie nicht zu viel von dem, im Durchlauf Geschriebenem. Das sage ich nicht, um jetzt ihr Kompliment los zu werden, sondern als Credo aus einer Zeit, der die Schriften Saxls, Panofskys und Klibanskys, Flaschs, Warburgs, Berensons und Agnes Hellers wirklich etwas bedeuteten. Sie machen das schon und das ganz im Eigenen. Schade, wenn ich so zeitenwendig klinge, dass mich hier Leute für ein Staubtuch halten. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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schrieb am
28.01.2012 um 19:03
@ Lieber Columbus
Bitte sagen Sie so etwas nicht „Staubtuch“, denn, dies habe ich schon mehrfach betont, geht es bei aller Schärfe der Auseinandersetzung, nicht um Sie persönlich. Es geht, das ist mein Eindruck, um die Besetzung von Themenfeldern und leider auch um Ausgrenzung. Folgerichtig geht es um Formen des Schreibens. Das kann wohl leicht zu einer Grenzerfahrung werden, denn nur so kann ich mir die Heftigkeit der Foristen im Jäger-Blog erklären. Jedoch gab es aus meiner Sicht keine Sieger. Sie sollten dem Thema „Anzahl der Kommentare, meistgelesen“ nicht so viel Aufmerksamkeit widmen. So ein Forum ist ein Kommen und Gehen. Die Vorlieben für Themen und Formen unterliegen dem Drehtürgesetz. Natürlich macht es mich stutzig, wenn intelligente Menschen sich gegen ein zu viel an Reflexion beschweren. Da werde ich glatt zum „Glasabzieher“. Diese Hildegard-Medizin habe ich einmal gelesen ist überhaupt nicht „geschützt“, sodass es mir schwerfällt einen positiven Zugang zu finden. Also warte ich auf Ihren Link. "(...) Neoplatonismus und dann den erfrischend modernen Spätscholastiker am Übergang zur Neuzeit, Nicolaus Cusanus, als aus einer pragmatisch-systematischen Vorgehensweise, wie sie die Ikonologen aus der Warburg-Schule entwickelten. Die Renaissance Werke, vor allem deren Paganismus und die antiken Bezüge sind ja ohne diese Entschlüsselungsarbeit nur schwer zugänglich." Damit beschäftige ich mich seit geraumer Zeit. Davon aber später: off-line findet das wahre Leben statt. Salut Ihre HN |
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Ach, es war doch nur wegen des fin de....und auch ein wenig ironisch gemeint, weil nun Saxl, Panofsky und Klibansky und deren Kulturinteressen nicht unbedingt zu den meistdiskutierten Fragen hier beim dFC gehören und ich mir schon vorstellen kann, dass dies schon zum "Staub", es kann ja ruhig Blütenstaub sein, gehört.
Man müsste mal bei der Kulturred. des dF nachfragen, ob es dazu ´mal was gab und wie altbacken es wohl erschiene. Aus den Klickraten und Listen mache ich mir absolut nichts. Ich verteile ja auch selbst keine Wertungen, sondern beiße mir höchstens heimlich in die Faust, wenn wieder eine Eieraufschlaggeschichte zu hunderten von Antworten führt. - Wenn mich wirklich was stört schreibe ich, wenn ich was ganz toll finde, ebenfalls. LG Christoph Leusch |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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