Columbus auf dem Freitagsserver, ein kommentiertes Verzeichnis zum Händler&Helden mbH-Blog, Teil 1
Columbuss Textarchiv seiner dFC-Blogs, macht auch Kommentare und Anti-Kommentare, also jene reinen Beschimpfungsformeln, wieder sichtbar. Texte die gefunden werden wollen, lassen sich erschließen. Im Archiv geht es zuerst in die „Steinzeit“ und dann wird es aktueller.
1 -07.11.2009, Elitenbildung der besonderen Art ; Hajo Herrmann die „Rammsau“ aus Adolfs- Luftflotte und die Eliteburschen aus Mainz. Knapp, pointiert. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/elitenbildung-der-besonderen-art )
2 -09.11.2009, Die Rede vom Regenwald; Vorlauf zur Kopenhagener Klimaschutzkonferenz, im Dezember 2009, Lob des norwegischen MP Stoltenberg, Regenwaldschutz: Anspruch, Medienerzählung und harte Wirklichkeit, die klaffende Lücke, Rosenzucht in Nigeria, Waldromantik und Mörderwald, der Nürnberger Tannensäer, Peter Stromer, Erfinder des Nachhaltigkeitsdenkens. Ein paar Quellenangaben, insbesondere auch zu schöner Literatur: "El interior del bosque" von Eugenio Fuentes, Alfred Döblin, Amazonas-Romantrilogie: „Das Land ohne Tod“, „Der blaue Tiger“, „Der neue Urwald“ . - Sie müssen also nicht die Manolo Blahnik Hippe Thea Dorn anlesen (www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-rede-vom-regenwald ).
3 -11.11.2009, Depressionen; ein Artikel, der sich möglichst behutsam mit dem Tod Robert Enkes auseinander setzt und nicht behaupten möchte, Depressionen seien eine Erfindung des Zeitgeistes. Bemerkenswerte Kommentare.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/depressionen )
4 -17.11.2009, Neue, alte Kriege - Die Suche nach einfachen Lösungen; soll die deutsche Politik, im ewigen Gegensatz von Menschenrechten und staatlicher Souveränität, der einzigen verbliebenen, westlichen Supermacht, dem einzigen, wirklichen leviathanischen Souverän USA, eine Blanko-Vollmacht fürs globale Handeln ausstellen? Eine superintelligente Politologin, mit viel Stimme denkt an solche Strategien. Immerhin, die USA, das ist der wilde Westen, das sind „Wir“! Guter Kommentar Streifzugs, dem diese „Philosophie“, entlang der normativen Kraft des Faktischen, zum Halse heraus hing. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/neue-alte-kriege---die-suche-nach-einfachen-loesungen- )
5 -18.11.2009, Philosophie für Gelangweilte-Die Klingonentheorie ; was wusste Gene Roddenberry und sein Team von „Star Trek“/ „ Raumschiff Enterprise“, was heute mühsam in Sonderforschungsbereichen und Exzellenzuniversitäten am Bodensee erforscht werden muss? ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/philosophie-fuer-gelangweilte-die-klingonentheorie )
6 -20.11.2009, "Naturgesetze" der Medialisierung?; ein umfänglicher Artikel und eine sehr differenzierte Diskussion um das so genannte „Leistungsschutzrecht“ für Medien und Publikationen, das bei seiner Verwirklichung zu einer völligen Kontrolle der privaten und beruflichen Zitiermöglichkeiten führen würde. Es geht um das „kleine Zitat“ der kleinen Leute! Zudem abgehandelt, auch mit Hilfe kundiger Kommentaristen, die Aufdeckung der Verlegerinteressen durch Abtretung von Rechten, durch Kauf und Aneignung von Verwertungsrechten an Info-Materialien, die ursprünglich frei verfügbar waren, pp. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/naturgesetze-der-medialisierung )
7 - 28.11.2009, Hessischer Steuerfahnder-Skandal-Macht der Gefälligkeitsgutachten; wie verwandelt man Steuerfahnder zu beamteten, zahnlosen Tigern und Schreibtisch-Trotteln, wenn sie auf die Idee kommen, den großen Steuerhinterziehern aus der Big City nachzuspüren? Wie schasst man die missliebigen Beamten? Mit psychiatrischen Gefälligkeitsgutachten! Hommage für die guten, investigativen Journalisten der Frankfurter Rundschau. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/hessischer-steuerfahnder-skandal-macht-der-gefaelligkeitsgutachten- )
8 - 03.12.2009, Kopenhagen Diagnose-Konsil vor dem Konzil; was stand im Vorbericht zur Kopenhagener Klimakonferenz, „The Copenhagen Diagnosis- Updating the World on the Latest Climate Science“. Auch Laien verstehen, was dort geschrieben steht. Noch kürzer steht hier, was die Diagnostiker zu sagen wussten. Es ist immer noch aktuell. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/kopenhagen-diagnose-konsil-vor-dem-konzil )
9 - 09.12.2009 , Direkte oder indirekte Demokratie, moralische Suchbewegungen; kann uns Friedrich Schiller, die Schweiz und der Tell helfen, wenn es um die Erweiterung und Sicherung der Demokratie geht? Ich meine, jein! Die eidgenössische Vorzeigefrau Bertha kann es! - Von Schiller und der Frauenemanzipation, geht es zu Wirtschaftsflüchtlingen und an den Rhein, die große „Völkermühle“. Dann dreht sich alles um den „kleinen Mann“, der wieder Furcht hat unter die Räder zu geraten und daher bloß zuschaut, wie man das für ihn vorbereitet. Boris Vian, Michel Foucault und Giorgio Agamben kommen zu Wort. Sie liefern Erklärungen, warum wir uns so einschüchtern lassen. Die hellsichtige Ulla Berkéwicz titelte dazu, „Vielleicht werden wir ja verrückt“ und mein Fazit lautet: „Der Anarchismus von oben fördert den Vandalismus von unten“. Einer der das lange schon wusste, F.C. Delius. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/direkte-oder-indirekte-demokratie-moralische-suchbewegungen )
10 - 10.12.2009 , Die KUNSTZEITUNG- Qualität umsonst ; ein fast uneingeschränktes Lob für die Arbeit des Verlegerpaares Lindinger und Schmidt. „Abgelegen“, fand einer meiner Lieblingsschreiber und Kommentatoren bei der dFC, J.A.-P., das Thema. Nicht zu Unrecht. Künftig müsste wohl auch einmal eine Betrachtung her, warum „Kunst“ so schreckt. Es geht um Larry Gagosian, einen Kunsthandelstycoon, um das Frankfurter Liebieghaus, um einen Blauglockenbaum, um den Verfall der modernen und postmodernen Kunstwerke, deren Materialien nicht „geupdatet“ werden können, die teuer restauriert werden müssen, um Kunst und Mathematik, Kunstbetrieb und eigene Kinder, sowie die Traute, sechs Enttäuschungen im Feuilleton vorzustellen.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-kunstzeitung--qualitaet-umsonst )
11 - 11.12.2009 Haggis, neeps and tatties; über Schottlands Nationaldichter Robert Burns, das sättigende Nationalgericht, das passende Gedicht dazu und seine ungereimte Übersetzung. Der Text kostete Mühe. Vielleicht liest er sich daher auch nur mit Mühe? So ist das nun einmal! ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/haggis-neeps-and-tatties )
12 -12.12.2009, Herta Müllers Rede und „Ceauşescu n-a murit “ , Herta Müller wurde Nobelpreisträgerin und in Rumänien singt die wunderbare Ada Milea über den Diktator, der in den Menschen sein zähes und böses Leben weiter führt, obwohl man ihn über den Haufen schoss. Dazu gibt es hier eine kleine Rezension zu Herta Müllers erstem Kurzgeschichtenbuch „Niederungen“. Die Geschichten sind in und um Nietzkydorf herum geschrieben. Um die Banater-Schwaben, die es dort heute kaum noch gibt. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/herta-muellers-rede-und-ceauescu-n-a-murit- )
13 - 24.12.2009, "Über Leckereyen", an Stelle eines zünftigen Weihnachtsmärchens ; da verschenkt Man(n) zu Weihnachten eine literarische Trüffel und keine Sau klingelt dankend an. Ich legte Max Raabe und das Palastorchester auf und dröhnte mich damit zu. Es geht um Georg Forsters Weltkulinarik. Der jüngste und klügste deutsche Weltumsegler, der spätere Rheinreisende und Revolutionär, er hatte Geschmack und erklärt uns, ganz im Sinne der Spätaufklärung, was es mit den Leckereyen so auf sich hat. Warum läuft da kein Wasser im Munde zusammen?
Der Artikel ist der dF-Kolumne „Koch und Gärtner“ gewidmet. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/ueber-leckereyen-an-stelle-eines-zuenftigen-weihnachtsmaerchens )
14 - 25.12.2009, Von Wurst und Brot; keinen einzigen Kommentar erntete die Glosse zum Lieblingsthema der Deutschen, nach dem Krimi in jeglicher Form und noch vor dem Sex. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/von-wurst-und-brot )
15 - 04.01.2010, Verstehen und Kochen fängt immer wieder bei Null an; vordergründig eine Geschichte rund ums Kochen, daheim, im TV, in den Zeitungen der Republik, auf der wichtigeren Ebene geht es aber um den „der Freitag“ und seine „Community“. Wie werden wir einander bekömmlich, und wie wenig Differenz gestattet selbst die beste Gemeinschaft? Es kommt als wesentliches Erschwernis hinzu: Die Community bildet sich hauptsächlich virtuell ab. Die dritte Ebene erfüllt die wichtigste Aufgabe des Essays, nämlich über ein Grundproblem des Lebens, Verständnis und ewige Missverständnisse, sich Klarheit zu verschaffen. Wenn das ein Gewinn für andere sein kann, dann wäre ich glücklich. - Gute Kommentare und dann fielen mit auch noch ein paar kürzere Formeln als Antwort ein. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/verstehen-und-kochen-faengt-immer-wieder-bei-null-an )
16 - 05.01.2010, Wer lügt, wer ist dumm?- Eine Antwort zu Ernst Elitz Journalismusbild , Ernst Elitz gilt als Grandseigneur des Rundfunkjournalismus. Damals hatte er in der Berliner Zeitung zwölf Thesen zur Zukunft und Haltung des Journalismus formuliert. Das klang zunächst sehr notwendig und fortschrittlich. Aber seine Satzung erwies sich als rückwärts gewandt. Gut, ein solcher Doyen wird predigen, was er einst lernte. Aber die Fixierung auf den „Transmissionsriemen“-Journalismus zwischen der leitenden Politik und den ungelenken Medienbürgern, sie klang allzu sehr nach „Zeitungslehre“ der 30er, 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, die den Journalisten zum Propagandisten und Schriftleiter machte. Zur Belohung erhielt er Zutritt zur „Society“ der Entscheider. Gute, auch kritische Kommentare dazu! (www.freitag.de/community/blogs/columbus/wer-luegt-wer-ist-dumm--eine-antwort-zu-ernst-elitz-journalismusbild )
17 - 12.01.2010 Sloterdijk und der glückliche Prinz , Peter Sloterdijk, der philosophische Leistungsträger und Steuerbürger erläuterte Marc Beise von der SZ-Wirtschaftsredaktion seine Vorstellungen zu einer Steuerreform, die die Leistungsträger gerechter behandelt, damit sie in einer Welt des Gebens und Nehmens, mehr freiwillig hergeben. Dieses famose Interview brachte mich auf die Idee, den guten Sloterdijk und seine Thesen mit Oscar Wildes Kunstmärchen vom „Glücklichen Prinzen“ zu verschmelzen. Es kommen noch zu Wort: Sascha Guitry, mit seinem „Roman eines Schwindlers“, Soziologieprofessor Michael Hartmann aus Darmstadt, dazu Axel Honneth, der dem Fernsehphilosophen so herzlich kräftig widersprach und ein wenig noch Thomas Mann. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/sloterdijk-und-der-glueckliche-prinz )
18 - 13.01.2010, Der Muffel-Wie man immer das Fell der Anderen gerbt , Glosse zur Diskussionstechnik eines Webtypus. ( www.freitag.de/community/blogs/columbus/der-muffel-wie-man-immer-das-fell-der-anderen-gerbt )
19 -14.01.2010, Die Barfliegen im Web, aber warum beim "Der Freitag"? , Warum platte Vorurteile und die Brunssprache in der dFC so kräftig ziehen (hektische Kommentarbewegungen auslösen) und einem doch gewaltig auf den Senkel gehen. Eine Glosse.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-barfliegen-im-web-aber-warum-beim-der-freitag)
20 -16.01.2010 Die Pflichten des Steuerzahlens im gelobten Land; die USA gelten als Schlaraffia der Steuerbürger. In Wahrheit können sich nur die Superreichen der sonst ganz durchschnittlichen Besteuerung entziehen. - Das Thema hat aktuelle Brisanz, weil Multimillionär Mitt Romney, einer der Aspiranten der Grand Old Party für den Präsidentschaftswahlkampf, übermütig bekundete, er zahle nur 15% Steuern auf sein Millioneneinkommen. Dadurch sanken seine Chancen, die schon geschlagenen Mitbewerber endgültig zu distanzieren.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/die-pflichten-des-steuerzahlens-im-gelobten-land)
21 - 18.01.2010, Henriette Davidis-Kinder, Küche, Kirche und trotzdem mehr; ein kleiner Artikel zum Leben und den Schriften der Henriette Davidis, der Köchin der Deutschen. Exemplarische Gerichte werden beschrieben, die Sprache der Davidis gewürdigt, und erklärt, wie sehr sich das biedermeierliche Majorat in der Küche von den realen Lebens- und Ernährungsumständen der „Leut“, der „Proleten“ unterschied.( www.freitag.de/community/blogs/columbus/henriette-davidis-kinder-kueche-kirche-und-trotzdem-mehr)
22 - 02.02.2010, Kleine Nachdenklichkeit zum Begriff des Voyeurs; wenn die Voyeure dem Publikum beständig Exibitionisten vorführen, lösen sie sich ins Nichts auf. Nicht einmal das Schlüsselloch bleibt, alles liegt offen. Eine Glosse. (www.freitag.de/community/blogs/columbus/kleine-nachdenklichkeit-zum-begriff-des-voyeurs )
23 - 07.02.2010, Haiti - Peau noire, masques blancs ; Hans Christoph Buchs Haiti-Roman in der Architektur eines dreiflügeligen Schlossbaus. Eine Rezension aus gegebenem Anlass, mit erheblichen Erweiterungen zu Heinrich von Kleist und François-Dominique Toussaint L’Ouverture.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/haiti---peau-noire-masques-blancs)
24 - 09.02.2010, Irgendwas mit Helden II , exemplarische Heldengeschichten und wer sie schrieb. Ganz kurz. Leseempfehlungen.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/irgendwas-mit-helden-ii)
25 - 09.02.2010, Mord, unser liebstes Medienvergnügen, nach sechs , beschäftigt sich mit den Tatort-Krimiwelten und ihren Mordraten. Wie könnten TV-Krimis thematisch erweitert werden, wenn es nicht immer nur um die „Leich´“ und den „Mörder, Mörder, Mörder“ gehen müsste? Lob bekam ich eigentlich nur für den schlüpfrigen Titel.(www.freitag.de/community/blogs/columbus/mord-unser-liebstes-medienvergnuegen-nach-sechs-)
Wann es weiter geht mit dem Columbus -Archiv, Teil 2, weiß ich noch nicht.
Christoph Leusch