Wolfgang Ratzel

Melancholie und Apokalypse

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Menschheitsdämmerung 2

08.02.2012 | 14:52 Wolfgang Ratzel
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09.02.2012 | 02:08 Michael Jäger
Gern gelesen. Den Film des von Trier habe ich genauso wahrgenommen wie Sie. Man kann sagen, die letzte Szene mit dem pur imaginären Gebäude, das durch drei oder vier Stöcke/Äste angedeutet war, das a...
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14.02.2012 | 19:22 Wolfgang Ratzel
Ich glaube, Lars von Trier hat den vollendeten Nihilismus der Jetztzeit gefilmt. Ich sehe keinen Anhaltspunkt dafür, dass er den "nihilistischen Sog" als etwas Ursprüngliches sieht. "Die Erde ist schlecht" besagt ja nicht, dass sie immer schlecht war. Und das imaginäre bzw. magische Zelt aus neun Stöcken würde ich nicht als "Kirche" sehen. Sie passt vielmehr gut in die Tradition der säkularisierten christlichen Apokalypse. Wir deuteten sie als die Denkfigur des "Aufhalters" (katechon), der die Heraufkunft der Herrschaft des Antichristus aufhalten will (und dadurch paradoxerweise die Erlösung durch das Jüngste Gericht verzögern wird). Nun, die kupierte Apokalypse ohne Anderen Anfang hat keinen Platz mehr für einen "neuen heiligen Georg". Justine war ja nur eine Seherin, keinesfalls eine Führerin. Die Sorge hätten wir also los.
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13.02.2012 | 21:10 Magda
Ich habe gerade einen Blogbeitrag beim Wickel, der sich mit der Gartenarbeitsschule in der Pankower Galenusstraße befasst. Die soll ab März auch komplett geschlossen werden. Die jungen Leute sind sch...
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14.02.2012 | 19:09 Wolfgang Ratzel
Danke für den Hinweis. Die PM des Dr. Kühne ist tatsächlich ekelerregend; manchmal kommt es mir vor, als ob hier AUCH ein übles Spiel auf unserem und meinen Rücken gespielt wird. Ich bin auch überzeugt davon, dass die offizielle Kürzungsliste nur einen kleinen Teil der Streichungen offenlegt. Solche Projekte wie die benannte Gartenarbeitsschule (eine hervorragende Idee!) gibt es wohl viele, und die Resignation der jungen Leute ist mehr als verständlich. Auf jeden Fall interessiert mich Dein Blogbeitrag. ciao
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Biete WG mit Pool

Politik | 08.02.2012 | 14:20 Ulrike Baureithel
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08.02.2012 | 16:59 Wolfgang Ratzel
Selbstbestimmte Dementen-WG‘s - welch ein widerlicher und ekelerregender Neusprech, der sich allerdings sogleich durch Worte wie "Poolen" als Verdinglichungsstrategie offenbart. Wäre ich das Wort "Selbstbestimmung", dann würde ich Gesundheitsminister Bahr wegen Missbrauchs meines Textkörpers auf ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro verklagen und hiervon meinen demenzkompatible Wohnungsumbau selbstbestimmt finanzieren.
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02.02.2012 | 07:18 Don Olafio
PS: Ich habe mich noch einmal erkundigt (bei eineR äußerst kompetenten GriechInnen): Entgegen Ihrer Darstellung ist Griechenland nicht "überall", sondern befindet sich aktuell immer noch im Süden Eur...
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02.02.2012 | 13:34 Wolfgang Ratzel
Na, ein klein wenig metaphorisch kanns wohl sein? Zum besseren Verständnis schlage ich Ihnen die Lektüre folgender Fundstelle vor: "Wie viel Griechenland zeigt sich in Berlin?" Von A. Funk, G. Höhler, S. Kneist, E. Simantke In: Der Tagesspiegel vom 24.05.2011 Fundstelle: www.tagesspiegel.de/politik/verschuldung-wie-viel-griechenland-zeigt-sich-in-berlin/4214866.html
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02.02.2012 | 06:53 Don Olafio
Verehrter Wolfgang Ratzel, bei aller Sympathie in der Sache: Wer allen Ernstes "irgendjemensch" schreibt, sollte sich erstmal um einen Kurs "Deutsch als Muttersprache (DaM)" (bzw. MutterInnensprache...
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02.02.2012 | 13:32 Wolfgang Ratzel
Tja - geht leider nicht! - die VHS-KursleiterInnen-Fortbildung ist vor kurzem der Berliner Kürzungsorgie zum Opfer gefallen. Und: Seien Sie doch ein ein wenig experimentierfreudig. Sprache spricht und Sprache lebt und verändert sich! - Also nochmal: alt: jemand neu: jemannd oder jefraud oder jemensch! - klingt doch gut!?
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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26.01.2012 | 21:12 Ein Schelm
Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit, ohne Geifer bestimmte Themen hier im Freitag zu diskutieren? Zum Kotzen ... Ich hätte eine Frage und eine Anmerkung für Herrn Reitzel. Die Frage: Wieso verwe...
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27.01.2012 | 17:45 Wolfgang Ratzel
Ich hatte meine Antwort versehentlich weiter oben eingefügt. Deshalb hier noch einmal: Unter dem "Weiblichen" verstehe ich eine biologische Entität, d.h. Daseinsweise, die überformt wird durch soziokulturelle (und mentale und habituelle) Zuschreibungen seitens der normsetzenden Männlichkeiten. Das "Männliche" zeigt sich (ebenso wie das Weibliche) zersplittert in viele Männlichkeiten, die miteinander um VorHERRschaft konkurrieren, miteinander Zweckbündnisse eingehen und/oder verworfene Männlichkeiten ausgrenzen und unterdrücken. Die Hierarchie der Männlichkeiten ist somit ständig im Umbruch und lokal und global unterschiedlich aufgestellt. So könnte auch irgendwann -aber bestimmt nicht morgen- eine "schwule Männlichkeit" zur dominierenden Männlichkeit werden. Und hierzulande dominiert eine andere Männlichkeit als beispielsweise in Afghanistan. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der "Männerrechtler" habe ich mich lediglich als Kassandra resp. Kassandros betätigt. Würde im Netz nicht der permanente Ausnahmezustand HERRschen, dann würden sie dort schon als kriminelle Gewalttäter verfolgt werden müssen. Für eine Entschuldigung sehe ich deshalb keinen Anlass.
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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26.01.2012 | 16:37 Wolfgang Ratzel
Richtig! Wer Gender als soziale Kategorie leugnet, leugnet die faktische Diskriminierung des Weiblichen. Zumal die Unterdrückung des Weiblichen global betrachtet werden muss. Zumal hinzugefügt werden ...
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27.01.2012 | 13:46 Wolfgang Ratzel
Unter dem "Weiblichen" verstehe ich eine biologische Entität, d.h. Daseinsweise, die überformt wird durch soziokulturelle (und mentale und habituelle) Zuschreibungen seitens der normsetzenden Männlichkeiten. Das "Männliche" zeigt sich (ebenso wie das Weibliche) zersplittert in viele Männlichkeiten, die miteinander um VorHERRschaft konkurrieren, miteinander Zweckbündnisse eingehen und/oder verworfene Männlichkeiten ausgrenzen und unterdrücken. Die Hierarchie der Männlichkeiten ist somit ständig im Umbruch und lokal und global unterschiedlich aufgestellt. So könnte auch irgendwann -aber bestimmt nicht morgen- eine "schwule Männlichkeit" zur dominierenden Männlichkeit werden. Und hierzulande dominiert eine andere Männlichkeit als beispielsweise in Afghanistan. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der "Männerrechtler" habe ich mich lediglich als Kassandra resp. Kassandros betätigt. Würde im Netz nicht der permanente Ausnahmezustand HERRschen, dann würden sie im dort schon als kriminelle Gewalttäter verfolgt werden müssen. Für eine Entschuldigung sehe ich deshalb keinen Anlass.
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26.01.2012 | 16:37 Wolfgang Ratzel
Richtig! Wer Gender als soziale Kategorie leugnet, leugnet die faktische Diskriminierung des Weiblichen. Zumal die Unterdrückung des Weiblichen global betrachtet werden muss. Zumal hinzugefügt werden muss, dass die Frauen hierzulande die Verbesserung ihrer rechtlichen und faktischen Situation opfervoll gegen die normsetzende Männlichkeit erkämpfen mussten. Zum Trost: Die Piraten (der Name schon verweist auf eine reine Männervereinigung) gehören zur Verfallsgeschichte des Politischen und werden ebenso schnell aus den Medien verschwinden wie ihre schwedische Bruderpartei. Die schwedischen "Piraten" erreichten bei der Parlamentswahl 2010 gerade mal 1 Prozent der abgegebenen Stimmen - nach den 7 % bei der Europawahl 2009. Und die "Männerrechtler" werden sich in der realen Welt als das erweisen, was sie in der virtuellen Welt längst schon sind: als feige, aus der Anonymität aus operierende potenzielle Gewalttäter - als Fälle für den Staatsanwalt und anschließend für die Resozialisierungsmaßnahmen von Anti-Männergewalt-Projekten.
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MELANCHOLIA - SHORT CUTS I

20.09.2011 | 18:52 Wolfgang Ratzel
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20.09.2011 | 19:00 Nietzsche 2011
"durchschnittlichen deutschen männlichen Jugendlichen" Nach dem, was folgt, dürfte es sich wohl eher um den durchschnittlichen männlichen Gymnasiasten handeln. Schön, dass dieser noch so schlank sein ...
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20.09.2011 | 20:06 Wolfgang Ratzel
Lieber Nietzsche 2011, angeblich soll es sich um "Jan Müller", ein Konstrukt des durchschnittlichen männlichen deutschen Jugendlichen, handeln. Ich gebe Dir mal die Fundstelle: www.berlinonline.de/berliner-zeitung/vermischtes/358906/358907.php ciao, wolfgang.ratzel@t-online.de
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Eine Stimme für das Prekariat?

Politik | 07.06.2011 | 13:50 Guy Standing
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08.06.2011 | 10:48 Wolfgang Ratzel
Nichts ist singulärer als prekäre Daseinsweisen (vom KünstlerInnendasein über freiberufliche Bildungsarbeiter bis zur outgesourcten Reinigungsfachkraft und zu 400 Euro-MinijobberInnen, die bei Kaisers die Regale einräumen). Die Ideologenmenschen werden das aber niemals akzeptieren und beginnen wieder aufs Neue, Ihre alten Weltanschauungssysteme -etwas renoviert- dieser Vielfalt überzustülpen. Denn jeder -ismus braucht schließlich ein -iat. Ich bin mal gespannt, was dem Kommunismus, Sozialismus, Anarchismus, Operaismus folgen wird. Ein Prekarismus? Wetten, dass auch bald eine Partei des Prekariats kommt? Aber das Leben tickt anders. wolfgang.ratzel@t-online.de
Wolfgang Ratzel
Aus einem drängenden Endbewusstsein entsteht der übermäßige Gedanke an einen neuen und anderen Anfang.
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