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Die Stunde der Jäger

Die Entgrenzung aller Maßstäbe wird zur Tugend verklärt, es gilt Auge um Auge, Gewalt gegen Gewalt – die USA haben mit Osama bin Laden den Staatsfeind Nr. 1 verloren

Lutz Herden

Und alle haben ein Loch im Kopf

In der Provinz Belutschistan ist eine Nation auf dem Horrortrip der Selbstverleugnung und Selbstzerstörung. Wer im Geruch des Separatismus steht, lebt gefährlich

Mit dem Revolver am Kopf

Die Gefahr, im Irak sein Leben einzubüßen, bleibt groß: Ein Sprengsatz im Café, eine Autobombe während der Rush Hour, ein Schuss aus einer schallgedämpften Waffe

Wer will ’ne Wurst?

Die Nahrungsaufnahme im Freien ist beliebt als "piquer nique" und "pikunikku". Was man wissen sollte und braucht, vom Messer bis zur Bierbanklehne, erfahren Sie hier

Nah am Underground

Für die "Staatsgalerie Prenzlauer Berg" hat Macher Henryk Gericke kein klares Konzept. Es geht ihm mehr um das Gefühl für gute Kunst

Kreuzfahrer im Angebot

"Lebensmitteltransporte eskortieren" klingt ganz anders als "Bodenoffensive". Die Bundesregierung will nicht mehr abseits stehen - doch so begann es auch in Afghanistan

Grüezi Amigos!

Musikindustrie unter der Lupe: In der Schweiz geht es gerade nicht mit rechten Dingen zu. Wer pfuscht an der Hitparade herum?

Hier will kein Finne hin

Während Japan eine Nuklearkatastrophe durchstehen muss, baut der französische Konzern Areva auf Olkiluoto das mutmaßlich modernste Kernkraftwerk der Welt

Kreuzfahrer auf Abruf

In Libyen verharrt der Bürgerkrieg im Patt. Sollte die NATO bald Bodentruppen einsetzen und dies als humanitäre Mission tarnen, will Deutschland nicht abseits stehen

Lutz Herden

Peter Sunde: Der gute Pirat

Peter Sunde war das Gesicht der schwedischen Online-Tauschbörse Pirate Bay. Mit Flattr kämpft er heute für ein Netz mit freien Inhalten – und für eine andere Gesellschaft

Recht auf Protest? Oh dear!

Nick Clegg trat mit dem Versprechen an, das Demonstrationsrecht wieder zu stärken. Doch seit Samstag wissen wir: Selbst Blairs repressivste Maßnahmen haben überlebt

Rave, Drugs and Rock'n'Roll

We’re gonna have a party – vor zwanzig Jahren definierte „Screamadelica“ die Popmusik. Nicht nur für die Neunziger

Feministischer Kreisverkehr

Beim "Roller Derby" rempeln sich Rollschuh-fahrende Frauen von der Bahn. Was die dritte Welle des Feminismus damit zu tun hat? Ein Besuch beim Saisonauftakt in Berlin

Monarchie der 8.000 Prinzen

Das saudische Königshaus glaubt fest, jedem Ungehorsam gewachsen zu sein und einer möglichen Opposition nicht mit Reformen, sondern Geld den Schneid abkaufen zu können

Vor dem Act

Peter Maffay wurde mit Tomaten beworfen, als er vor den Stones spielte. Heute rocken Vorbands den Laden, jedenfalls wenn sie Ira Atari oder Minna von Bahrenfeld heißen

Wieso?

Es wird epischer: Charia Furtholm aka Malotte Lindwängler bringt den Betrachter in dem eigentlich brisanten Tatort "Mord in der ersten Liga" an den Rand des Wahnsinns

Wie ich kein Star wurde

Guardian-Autor Nirpal Dhaliwal ist Brite indischer Abstammung. Als ein Bollywood-Film in seiner Heimatstadt gedreht wurde, musste er unbedingt dabei sein

So lange nur alles zivil bleibt

Ausgerechnet das Land von Hiroshima und Nagasaki setzte auf Nuklear­energie. Warum treten Atom-Kritiker in Japan eigentlich so leise auf?

Parole: Durchhalten

Kaum Brot, leere Zapfsäulen, keine Möglichkeit, die Toten angemessen zu bestatten: In der Präfektur Miyagi kämpfen die Menschen mit den Folgen von Erdbeben und Tsunami

Angst und Beharrlichkeit

Ein Spendenskandal hätte Japans Premierminister Naoto Kan in diesen Wochen sein Amt kosten können - nun rückt das Land zusammen. Ein Stimmungsbild aus Tokio

Als wäre nichts gewesen

Anstatt Guantánamo wie versprochen zu schließen, schreibt Präsident Obama die Praxis der unbefristeten Internierung fest und ist so nah bei George Bush wie noch nie

Duplo statt Biosprit

Die Fahrt zur Tankstelle ersetzt heute den Gang in den Tante-Emma-Laden. Deshalb kauft man dort auch eher Schokoriegel als Agrarbenzin

Galliano weckt Gespenster

Der Stardesigner pöbelte im Marais und verlor seinen Job bei Dior. Für die Bewohner des jüdischen Viertels von Paris sind antisemitische Angriffe jedoch alltäglich