Nackte Körper, nackte Angst
Mit neuartigen Schulbüchern will die Pariser Regierung gegen Geschlechterklischees vorgehen. Nun tobt ein Kulturkampf im Land
A–Z Sehr geile Wörter
„Supersexy, supereasy – sehr, sehr geil.“ Der Performer Friedrich Liechtenstein wird dieser Tage sehr, sehr zitiert. Noch mehr hammer-knorke Wörter: in unserem Lexikon
Farbe und Geld
David Schnell malt Landschaften im Wandel. Er will damit die Gesellschaft kritisieren. Wie Natur, Geld und Kunst zusammenspielen, erzählt er im Gespräch
Ein rätselhafter Suizid
Warum entscheidet sich einer für den Tod? Gegen das Leben? Lukas Bärfuss’ Roman „Koala“ kreist klar und weit um diese großen Fragen
Hinter Schloss und Giebel
Sie heißen Fellini- Residences oder Cantian-Eck. Premium-Immobilien formen das Gesicht unserer Städte neu. Allen voran das von Berlin
Der Sound der Weltmitte
Karl-Markus Gauß legt mit „Lob der Sprache, Glück des Schreibens“ ein kleines, aber zauberhaftes Buch vor
Kreml-Kritikerin, unfreiwillig
Der Philosoph Michail Ryklin zeichnet in seinem Buch das Leben und Sterben seiner Frau Anna Altschuk nach
Kein Fußball, keine Liebe, kein Glück
„Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ von Heinz Helle hält nicht, was der Klappentext verspricht. Schlimm?
Auf Don Drapers Rücken
Warum ist „Mad Men“ mehr als nur Oberfläche? Eine Antwort gibt uns Daniela Sannwald in ihrem Buch „Lost in the Sixties“
Snobs auf Trekkingtour
Betuchte Londoner im Jahr 1862 auf Pauschalreise in den Alpen: „Miss Jemimas Journal“ berichtet vom very first Rucksacktourismus
Wie ich wurde, wer ich bin
Eugène kam in den 70ern aus Rumänien in die Schweiz. Und stotterte auch noch! Nun hat er einen tollen autobiografischen Roman geschrieben
Wir sind alle ein bisschen irre
Geteilte Beklopptheit ist halbe Beklopptheit. Wie eine Internetplattform die Macken der Online-User sozialisiert
Das Kino als Rätsel
Zum Tod des französischen Regisseurs Alain Resnais
Explosive Stoffe
Soll „Jud Süß“ frei vertrieben werden? Leisten Frauen eine andere Form von Widerstand? Filme von Felix Moeller und Yüksel Yavuz
Heimatvernichtung
„Die Künstliche Mutter“ von Hermann Burger ist furchtbar böse, ungeheuerlich irr und aktueller denn je
Wo die wilden Leser wohnen
Der Wagenbach Verlag feiert seinen 50. Geburtstag und wehrt sich weiterhin gegen die Durchökonomisierung seiner Branche
Wer die Sprache hat, hat die Macht
Sprache beeinflusst das Bewusstsein. Trotzdem kommt die Debatte um gendersensible Begriffe noch oft zu kurz – zum Beispiel in den Medien
Brauchen wir eine Wikipedia-Uni?
Es gibt nun den ersten Wikipedian-in-Residence an einer Universität. Er wurde angestellt, um das Wissen aus den Seminaren für das Online-Lexikon aufzubereiten
Vom Eigensinn der Konsonanten
Mela Meierhans hat ihre "Jenseitstrilogie" abgeschlossen. Teil III stellt ein jüdisches Trauerritual dar und ist ein Requiem für die englische Lyrikerin Anne Blonstein
Ich bin teuer
Auch in seinen neuen „Tagebüchern“ nörgelt Fritz J. Raddatz wieder virtuos am Kulturbetrieb herum und fühlt sich unverstanden
Warum dauert denn das so lange?
Die Leipziger Folge "Frühstück für immer" beschreibt die Standardsituationen des Erzählens im Sonntagabendkrimi. Sie ist dennoch ein interessanterer Saalfeld-Keppler-Fall
Gymnastik des Geistes
Sieben Sachbücher – allesamt Jubiläen betreffend – auf etwas mehr als einer halben Seite fundiert besprechen, das kann halt doch nur einer: unser Prof. Dr. Erhard Schütz
Vom Mafioso zum Eisdealer
Wunderbar unglamourös: Gian Carlo Fuscos „Die Unerwünschten. Als Amerika die Mafia nach Hause schickte“
Ein jeder hat sein Tütchen zu tragen
Einkaufen ist für aufgeklärte, linke Kreise eins der schwierigsten Themen überhaupt. Höchste Zeit, der Shopping-Dialektik mehr Aufmerksamkeit zu schenken