Karl Marx und die Bibel: Ist Arbeit besser als Geld?
Der Religionskritiker und die heilige Schrift – kann das gut gehen? Kuno Füssel zeigt, dass Karl Marx die Bibel nicht zitiert, um sie abzutun, sondern um sich von ihr helfen zu lassen
Rein in die Kiste
„Good Pop, Bad Pop“ betitelt Jarvis Cocker seine Memoiren. Schriftstellerin Olivia Laing traf ihn in London in der Bibliothek
Wildes Alterswerk
Er war der erste afrikanische Literaturnobelpreisträger: Der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka ist jetzt 87 Jahre alt. 50 Jahre nach seinem letzten Roman schreibt er noch einmal über sein Land
Für Versöhnung
Navid Kermani schreibt über seinen Islam, schlägt Brücken zu anderen Religionen und zeigt wie eng sie verflochten sind. Die philosophischen Auseinandersetzungen dürften selbst Atheisten gefallen
Stalin’sche Paranoia, Sexpol, kosmische Strahlung
Prof. Dr. Erhard Schütz stellt seine Sachbücher des Monats vor. Eine Reise von Stalin'scher Paranoia über Wilhelm Reich bis in die Abgründe des Tourismus in der DDR
Der diskrete Charme der 80er Jahre
Kulturindustrieller Vintage-Hype, der begeistert: „Stranger Things“ geht in seine vierte Staffel. Eine finale fünfte soll noch folgen. Dann hat Netflix eine Sorge mehr: Was kommt nach der Hitserie?
Nachruf auf Andrew Fletcher: Depeche Mode waren Subkultur für die Massen
Andrew Fletcher stand wie kein anderes Bandmitglied für das, was den Kult um Depeche Mode ausmacht
Bloß nie still stehen!
Joachim Trier erzählt in „Der schlimmste Mensch der Welt“ so vital, wie man es nur selten sieht, von einem späten Erwachsenwerden
Nackte Frauen und ein röhrender BMW: Florentina Holzingers spektakuläre Performance
Warum bloß nackt? Die österreichische Künstlerin Florentina Holzinger veranstaltet bei der viel beachteten Reihe „Disappearing Berlin“ ein shocking Feuerwerk
Lord Byrons letzte Fahrt: Ein europapolitischer Krimi im historischen Setting
Die Geburt der griechischen Nation – Richard Schuberth erzählt den Griechischen Unabhängigkeitskrieg vor rund 200 Jahren als faszinierende Geschichte des Scheiterns von Illusionen und Idealen – mit dem schillernden Lord Byron im Zentrum
Mal wieder volle Dröhnung Polit-Theater im Gorki
Die Welt vor und nach ihrem Untergang: Yael Ronens „Operation Mindfuck“ und Mirko Borschts „Ground Control“ am Maxim Gorki Theater in Berlin
Filmfestival in Cannes: Das Beste zum Schluss
Die 75. Ausgabe des Filmfestival von Cannes war geprägt von Mittelmaß. Entdeckungen gab es nur in den Nebensektionen
„Schluss mit dem Geplapper von der russischen Seele“
Die Soziologin Polina Aronson erforscht, wie sich in Russland der Hang zur Selbstoptimierung durchgesetzt hat und warum viele jetzt anfällig für die Slogans der Regierung sind
Leonardo Paduras großer Exilroman: Kubas desillusionierte Generation
Leonardo Padura gehört im deutschsprachigen Raum zu den wohl meistgelesenen kubanischen Schriftstellerin – sein großer Roman „Staub im Wind“ erzählt von Hoffnung und Enttäuschung, von Solidarität und Freundschaft
Wenn aus Literaturkritik Gesinnungskritik wird
Uwe Tellkamp ist nicht der erste Schriftsteller, dessen Romane keiner Literaturkritik unterzogen werden. Stattdessen sieht sich der Autor einer Gesinnungskritik ausgesetzt
Veranstaltungbranche leidet unter Long-Covid: Maske weg, Hütte voll? Na ja
Hallen sind ausgebucht, Tickets werden immer teurer, Personal fehlt. Kommt die Veranstaltungsbranche wieder auf die Beine?
Ein Schnitzel, ist das Tier?
Der Kulturwissenschaftler und Philosoph Thomas Macho erklärt, warum wir Tiere essen – und gelangt zu überraschenden Antworten
Abgründe männlicher Sexualität: Auch nette Kerle haben Klischees verinnerlicht
Mit reduzierten dokumentarischen Mitteln lotet Jonas Rothlaender in „Das starke Geschlecht“ Abgründe und Überraschungen männlicher Sexualität aus
Opfer und Täter des ETA-Terrors: Heilung ohne Vergebung
Icíar Bollaíns Film „Maixabel“ zeichnet den wahren Fall einer versuchten Aussöhnung zwischen Opfern und Tätern im spanischen Baskenland nach
„Flee“ erzählt in animierten Bildern von der Flucht aus Afghanistan. Geht das?
Jonas Poher Rasmussen dokumentiert in seinem oscarnominierten Film „Flee“ mit Hilfe von Animation den alltäglichen Schrecken des Fliehenmüssens
Simone de Beauvoir und Gisèle Halimi: Fanzösische Feminismus-Ikonen sind wieder angesagt
Französische Feminismus-Ikonen wie Gisèle Halimi erleben ein posthumes Comeback. Was sagen sie uns heute?
Hohenzollern: Kein Staat, kein Geld
Der Staat will nicht mehr mit den Hohenzollern über die Eigentumsfrage verhandeln. Gut so. Aber warum tat er das überhaupt?
Filmfestspiele Cannes: Viele Filme bleiben im Mittelmaß stecken
Das Filmfestival in Cannes ist vom Ukraine-Krieg geprägt. Die Corona-Pandemie scheint passé, cineastische Sensationen fehlen noch
Schweinereien von Elfriede Jelinek: Sau Covid
Stefan Bachmann inszeniert Elfriede Jelinek am Schauspiel Frankfurt. Erneut erzählt sie vom Schlechtesten im Menschen – wenn sich Volkes Stimme rund um Corona in Verschwörungstheorien hineinsteigert