Jeder kann den Knopf drücken
Angriffe aus dem Cyberspace gehören zu den größten Bedrohungen der kommenden Jahre. Der britische Verteidigungsstaatssekretär Harvey fordert deshalb eine neue Strategie
Das Epos von Sisyphos
Dietmar Dath und Ilja Trojanow sind schon Fans: Der Schriftsteller Erasmus Schöfer, der soeben seinen 80. Geburtstags feierte, gehört endlich vom größeren Publikum entdeckt
Windelweiche Empfehlung
Die Koalition geißelt das Regime Assad. Doch viele Syrer müssen weiter ihre Abschiebung fürchten – und damit auch um ihr Leben
"Ist diese Frau schön?"
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: logisch argumentieren
Ohne Ausweg
Aussteigen – und fertig? Selbst wenn sich die Mehrheit einen Verzicht auf Kernkraft wünscht, darf man nicht so tun, als ließe sich die Zerstörung der Erde einfach vermeiden
Landgewinnung
Erstmals analysiert eine Studie, wie „grünes Wachstum“ in einem Bundesland aussehen könnte: Autarkie ist nicht möglich - regionale Wertschöpfung schon
Sie kennen sich aus
Der Münchner "Tatort: Gestern war kein Tag" hat Demenz - was die erste Hälfte des Films lahm erscheinen lässt, den Ivo und den Franz aber von Witzen nicht abhalten kann
Lenin schaukelt
Landauf, landab fallen 1991 die ostdeutschen Denkmäler. Sie werden zersägt und eingeschmolzen. Bevor sie verschwinden, haben sie den letzten großen Auftritt. Sie fliegen
Und dann war ich wieder draußen
Im Gefängnis von Mpanga verbüßt André Kimonyo eine lebenslange Haftstrafe. Schon möglich, dass er von seinen Richtern zu Unrecht verurteilt wurde
Schöne Ferien
Eine Hilfsorganisation aus Seattle nimmt Touristen mit nach Äthiopien. Ist das die Zukunft des Spendensammelns?
Wisch und Wedel
Auf Pekings Straßen läuft die große Sammelausstellung von Schrubbern der Gegenwart. Soll die Wahl des Mopps etwa die Individualität der Bewohner zum Ausdruck bringen?
Die Toten ahnen uns
Von 1968, Zeitdokument, aber auch aktuell: Deutschlandradio Kultur sendet Peter O. Chotjewitzens Hörspiel „Die Falle oder die Studenten sind nicht an allem schuld"
Schlagen Sie alles kurz und klein!
In Hannover, Muttenz und Frankfurt/Main widmen sich Ausstellungen der "Metapher des Wachstums". Im Kunstverein Frankfurt ist daraus eine gediegene Schau geworden
Warum sind die richtigen Zutaten so wichtig?
Was wäre eine echte Pizza ohne "Tipo 00"? Wohl beinahe ein Klumpen. Der Koch begab sich also auf die Suche nach dem italienischen Wundermehl - aber nicht nur dem
Vergeltung in der Knesset
Obama könnte den Friedensprozess nur mit einem präzisen Plan neu starten und sich mit einer Gegenrede in Jerusalem für Netanjahus Auftritt im US-Kongress revanchieren
Der König der Tiere
In der größten Zoohandlung der Welt ist jedes Tier zu haben. Nur Hunde nicht. Das will Inhaber Norbert Zajac ändern – und bricht damit ein Tabu
Merkels Richtschnur
Keine Revolution, nicht einmal eine echte Wende: Nur eine Kanzlerin ohne Glaubwürdigkeit braucht eine Ethik-Kommission, damit sie ihre Atompolitik verkaufen kann
Die erste Dame der "Grey Lady"
Ein Erfolg, keine Frage. Aber auch komisch, dass das nun eine Nachricht ist: Mit Jill Abramson kommt an die Spitze der "New York Times" die erste Chefredakteurin
Zwischen Sühne und Farce
Kurz vor dem Prozess gegen vier Galionsfiguren des 1979 gestürzten Pol-Pot-Regimes ist am Internationalen Tribunal heftiger Streit um weitere Anklagen entbrannt
Mach mal leiser
Tex Drieschner macht mit „TV Noir“ in Berlin-Neukölln ein anderes Musikfernsehen – und liefert den Soundtrack zum postmaterialistischen Leben
Das richtige Bild im Falschen
Kann man die Welt verbessern, indem man für Boulevard-Zeitungen als Fotograf arbeitet? Kai Horstmann sieht da keinen Widerspruch. Porträt eines Paparazzos mit Anspruch
Prügelknabe im Seuchenzirkus
Statt einer echten Spur nur wütende Bauern: Auf der Suche nach der Ehec-Quelle steht Reinhard Burger als Chef des Robert-Koch-Instituts zwischen den Fronten
Drum links, zwo, drei
"Dass nichts bleibt wie es war" heißt eine fulminante CD-Kollektion zu 150 Jahren Arbeiterlied. Sie zeigt auch: der deutsche Arbeiter blieb ein Bauer in der Stadt
Mehr als ein Streit um Worte
Vielleicht ist „Sinti und Roma“ doch keine gute Bezeichnung für jene, die „Zigeuner“ heißen wollen. Die Debatte zeigt, wie viel Politik im Namen steckt