Vergessene Stadt
Charkiw in der Ukraine war ein Prunkstück der sowjetischen Moderne. Heute verrostet und zerbröckelt der Ort
Dem Bruch ein Stückchen näher
Nun hat das offene Hauen und Stechen begonnen – um einen Deal, der keiner ist. Premierministerin Theresa May hat dabei ihre Feinde gegen sich vereint
Am schwarzen Loch
Im August wurde hier ein Mensch erstochen, dann marschierten die Rechten. Jetzt kommt Angela Merkel
Die prekäre Gesellschaft
#unten hat erreicht, dass nicht mehr nur abstrakt berichtet wird, sondern dass Betroffene selbst reden. Das ist wichtig, wenn wir etwas ändern wollen
Bahndammgewächs
Der Dylan von Bad Reichenhall, Georg Ringsgwandl, ist jetzt siebzig und innen drin jung wie immer. Die Schweißerbrille braucht er nicht mehr
Ich glaub’, ich spuke
Ulla Berkéwicz’ Essay ist, vorsichtig gesagt, eine kühne Übertretung all dessen, was Prosa bisher wagte
Berauschet euch
Frank Castorf inszeniert Dostojewski – in Köln. Und ganz ohne Castorf-Schauspieler. Doch alles ist, wie es sein soll
Der Busch brennt
Es ist höchste Zeit, die Kapitalmarktorientierung im Schienenverkehr zu beenden. Ein Acht-Punkte-Plan für eine Renaissance der Deutschen Bahn
Sollen sie doch Ratten jagen
Die Politik hat einen großen Anteil daran, dass so wenig über soziale Ungleichheit gesprochen wird. Eine kleine Diskursgeschichte der Hate Speech gegen Arme
„Damals musstest du dich positionieren“
Florian Ludwig hat Rathenow verlassen, weil es da zu viele Faschos gab. Sein Buch handelt vom Osten der Nachwendezeit
Gewerbe und Politik
Mit Friedrich Merz als Kanzler droht noch mehr marktkonforme Demokratie
Hier bekommst du nichts
Die Moskauer Hilfsorganisation CAC hilft Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan. Nur wenige haben Aussicht auf Asyl
„Es wäre ein großes Glück“
Frank Rösner will kurz vor der Rente endlich Lehrer werden. Für uns hat er aufgeschrieben, woran sein Traum 30 Jahre scheiterte
Alarmstufe Tiefrot
Die Sprecher des Chaos Computer Clubs blicken mit „Cyberwar – Gefahr aus dem Netz“ auf digitale Schlachtfelder
100 Tage, 100 Jahre
1918 war Bayern Revolutionsland. Echt wahr? Drei Bücher und ein „Freitag“-Leser helfen, das Gedenken aufzufrischen
Jetzt wehrt euch mal
Die EU kann und muss mehr tun, um den Atomvertrag mit Iran zu retten
Leningrader Nächte
„Leto“ erzählt mit Wehmut, aber ohne Nostalgie von der sowjetischen Rockszene der frühen 80er
Asche im Bett
Aus dem Moskauer Arrest heraus hat Kirill Serebrennikow für das Opernhaus Zürich Mozarts „Così fan tutte“ dekonstruiert
Die deutsche Niederlage
Am 11.11.1918 wurde im Compiègne der Waffenstillstand statuiert. Schon bald darauf kam die „Dolchstoßlegende“ auf
Schreiende Pferde
Briefe nach Hause sind im Frontinferno der letzte Halt. Doch es gibt keine Heimkehr: Land und Menschen sind nicht mehr, die sie mal waren
Hände von gestern
Ist Arbeit filmbar? Und wo kommen plötzlich all die Frauen her? Ein paar Fragen vom Leipziger Filmfestival
Almosen der Macht
1918: Die Sozialistinnen Rosa Luxemburg und Clara Zetkin sahen in der Novemberrevolution kaum Chancen für einen radikalen Umbruch. Eine reformistische SPD war zu stark
Verschwende keine Jugend
Terry Reintke hat die #MeToo-Debatte nach Brüssel gebracht und redet nicht gern von Exportüberschüssen
Warum es normal sein sollte
Heute vor 80 Jahren eskalierte mit den Novemberpogromen der faschistische Terror. Wieso gilt kein Jahrhundert später Widerstand als heikel, radikal und unzeitgemäß?