In der Strafkolonie
Das bayerische „Psychiatriegesetz“ zeigt vor allem, dass die Politik es beim sogenannten Humankapital mit der oft beschworenen Nachhaltigkeit nicht so genau nimmt
Die Schuldigkeit des Strichjungen
Diether Dehm über den Vorwurf der Homophobie, männliches Akquisegebaren und sexualisierte Gewalt
Das Puzzle
Eine Bombe hat die Journalistin Daphne Caruana Galizia zum Schweigen gebracht – aber ihre investigative Recherche lebt weiter
Eine Seele, zwei Systeme
Die Wiedervereinigung ist für den Korea-Gipfel mit Kim Jong-un keine realistische Option
Gefängnisrevolte
Die Palästinenser marschierten nicht auf die israelische Grenze zu, sondern auf einen Zaun, der sie einsperrt
Die Liebe zur Asche
Der Konzern verbrennt Kohle ohne Ende und hält uralte Meiler am Netz – das Image soll aber hübsch grün sein
Psychiater auf den Barrikaden
Die CSU wollte psychisch Kranke wie Schwerverbrecher behandeln. Das ist ein Zeugnis für den Sicherheitswahn, der die Partei ergriffen hat
Die Gewalt der Beta-Männer
Die Todesfahrt von Toronto wirft Fragen auf. Eine, die auf eine neue Dimension von Sexismus schließen lassen könnte, lautet: Handelt es sich um maskulinistischen Terror?
Im Tode unversöhnt
Im Valle de los Caídos bei Madrid ist Francos Ehrentempel zugleich das größte Massengrab des Landes
Mit Teufelszungen
20 Jahre nach dem Karfreitagsabkommen reißen alte Gräben wieder auf. Der Brexit hat daran seinen Anteil
Diesseits von Afrika
Wer verdient an Altkleiderspenden aus Mitteleuropa? In Berlin warf unser Autor seine Jacke in einen Container – samt Peilsender
Hinter dem Hype
Eine Werkschau zeigt, dass Jean-Michel Basquiat mehr war als der neo-expressionistische Superstar, der heute den Kunstmarkt beglückt
Bagger marsch!
In Calais schlafen die Migranten im Gebüsch und träumen von England. Manche finden den Tod
Kinder an der Macht
Die Jugendrepublik „Gaudiopolis“ existierte von 1945 an sechs Jahre. Nun beleuchtet eine Ausstellung ihre kurze Geschichte
1947: Ein freies Buch
Anna Seghers erhält für „Das siebte Kreuz“ den Georg-Büchner-Preis und gilt als Autorin von Weltrang. Dann wird ihr Roman zu einem Opfer des Kalten Krieges
Normale Gewalt
In Rom hausen Migranten oft in verfallenden Gebäuden ohne Heizung, Wasser oder Strom. Vertrieben werden sie selbst von dort noch
Go and stop
Bisher war die innerkoreanische Entspannung noch nie von Dauer
„Der Kapitalismus ist schlimmer als damals“
Salomea Genin kam als vertriebene Jüdin in die DDR, war bei der Stasi und fühlte sich doch oft unverstanden. Heute erzählt sie ihr Leben auf der Bühne
Wo der Riedel rollt
Vor dem Gallery Weekend und der Art Cologne startet das Kunstjahr in der Leipziger Spinnerei
Nähen, weiterleben
Frauen werden auf vielfältige Weise zu Opfern des Bürgerkriegs. Ein Projekt macht Hoffnung
Anfang einer langen Reise
Bei Donald Trumps Gipfel mit Kim Jong-un wäre jeder Minimalkonsens eine Sensation
Das Geld ist nie genug
Das Deutsche Historische Museum will eine der vermeintlichen nationalen Tugenden hinterfragen: das Sparen
Männer kochen doch
Cem Erkisi ist Kita-Erzieher, männlich, mit Migrationshintergrund. Solche wie er fehlen
Das Fernrohr heißt „konkrete Utopie“
Eine Gedenkrede am Ort des Attentats auf Rudi Dutschke