Gescheitert und unter Generalverdacht
Mit der Hungersnot zahlt das Land am Horn von Afrika einen horrenden Preis dafür, dass die USA seit zehn Jahren auch in dieser Region ihren Antiterror-Krieg führen
Wenn das Wasser brennt
Unkonventionelles Erdgas gilt als Energie der Zukunft. Noch! Unter Experten lassen sich immer weniger Befürworter finden
Desillusionskunst
Mit "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge den deutschen Buchpreis gewonnen. Zu Recht meint unser Rezensent
Verkehrte Ressourcen-Welt
Occupy Wall Street hat das Potenzial, die Bewegung zu werden, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Auch weil die Umstände andere sind als 1999 in Seattle
Das Wagnis Leben
Zu Hause, auf Straße oder Spielplatz: Kinder sind Gefahren ausgesetzt. Das Bemühen, sie davor zu schützen, geht oft zu weit
Lasst uns Björk werden
Mit Biophilia zeigt Björk, wie die neuen Medien das ästhetisch-musikalische Erlebnis steigern können. Simon Reynolds über die einzige Innovatorin, die dem Pop geblieben ist
Jenseits der Apps
Björks "Biophilia" ist jetzt erschienen, ein ambitioniertes Multimedia-Spektakel. Wer sich aber nur auf die Apps stürzt, übersieht das Wichtigste, meint Verena Reygers
Ein ganzes Land wäre pleite
Wenn Griechenland die Eurozone verlässt, ist mit einem mittleren bis schweren Beben auch für die anderen Eurostaaten zu rechnen
Gestern beim Frühstück
Zurück im Sumpf der Ödnis: Der Stuttgarter "Tatort: Das erste Opfer" hat nichts mit den naheliegenden Bahnhofsstreitigkeiten zu tun, er behandelt dröge olle Kamellen
"Es ist okay, verwirrt zu sein"
Michael Muhammad Knight war strenggläubiger Muslim. Dann stürzte er in eine Glaubenskrise. Daraus halfen ihm ausgerechnet: Punks
Wünsche entdecken, Mehrwert schaffen
Der Staat will Kosten sparen und Bürger in die Pflicht nehmen. Eine Zumutung, meint Idil Efe von den „Neuköllner Talenten“. Das Projekt sucht neue Paten
Hetzjagd im Stehen
Jan Brandt schreibt in "Gegen die Welt" über den verdächtigen Jungen in der Kleinstadt. Nicht nur ein großartiger Roman. Brandt hat auch die ideale Erzählform erfunden
Ausbruch aus dem Hausarrest
In Frankreich gilt seit April das Burka-Verbot. Die Polizei kümmert sich wenig darum, öfter kommt es zu Privatjustiz. Nun begehren Musliminnen auf. Doch es sind wenige
Luftveränderungen
Frisieren und Föhnen: Der Besuch beim Coiffeur war der Luxus unserer Großmütter. Heute wird einem beim 10-Euro-Friseur der Haartrockner hingelegt - zum Selbermachen
„Selbst als Linker kann man in der Bundesrepublik leben“
Wurde der Rechtsstaat zum Rachestaat? Und was soll mit den Akten werden? Egon Bahr und Lothar Bisky streiten nur ein bisschen über den Stand der „deutschen Einheit“
Zusatzlöwe besucht Philosophen
Ein feiner Knochen nicht nur für Akademiker: Sibylle Lewitscharoff und ihre Fantasie über Hans Blumenberg
Saure Milch und große Keulen
Auf der Suche nach einem Rezept gegen den Bedeutungsschwund tut die Partei, was ihr doch selbst „nicht hilfreich“ erscheint: Sie führt Personaldebatten
Verscherzt
Frauenfeindliche Sprüche und verharmlosende Kommentare zu gewaltsamen Handlungen empören die Nutzer von Facebook. Doch das Netzwerk weigert sich, solche Seiten zu sperren
Die Hufe küssen
Die Verfilmung des Heinrich-Mann-Romans „Der Untertan“ gerät in der frühen Bundesrepublik auf den Index. Der Regisseur hat eine sehr werkgetreue Version vorgelegt
"Wir sind nicht machtlos"
Kleine Gruppen organisieren die Proteste, die von New York mittlerweile auf andere amerikanische Städte ausgeweitet haben. Karen McVeigh hat bei einem Treffen zugehört
Das Schweigen der Pilze
Ein erschreckender Bildband zeigt das Wohnhaus des Schriftstellers Peter Handke – Nahrung für den Handke-Hasser
Zwischen den Welten
Nneka ist in Nigeria aufgewachsen und ging mit 19 nach Deutschland. Dort entdeckte sie die Musik. Heute ist sie eine der wichtigsten afrikanischen Musikerinnen
Die Rache der Geschichte
Der Filmemacher Oliver Stone hat den Gelehrten Tariq Ali in L.A. getroffen, um über sein Filmprojekt „The Untold History of United States“ zu sprechen
Abziehen, aber nicht kapitulieren
USA und NATO sind zehn Jahre nach dem Sturz der Taliban in eine kaum mehr haltbare Situation geraten, weil sie eine illegitime Regierung stützen, die diskreditiert ist