Fatale Eskalation
Nach den Anschlägen von Brüssel übt sich die Politik wieder mal in harscher Kriegsrhetorik. Das ist fahrlässig und falsch
Denken wir das Undenkbare
Am 23. Juni wird Großbritannien über den Verbleib der EU entscheiden. Was wäre so schlimm an einer EU ohne die Briten?
Vom Fortschritt, der keiner war
Die Ideen des kubanischen Sozialismus haben linke Intellektuelle lange fasziniert. Die Realität sorgte für Ernüchterung
Arm, aber trickreich
Die Bundes-FDP schönt ihre Bilanzen. Wer sind die unbekannten Darlehensgeber, die den Liberalen in der Not helfen?
Wo die Gewalt gedeiht
Wer über Clausnitz spricht, darf über eigenes Versagen nicht schweigen. Ein Plädoyer für einen aggressiven Humanismus
Wie ein kurzer Sonnenstrahl
An der Bucht von Taganrog haben Flüchtlinge aus dem Osten der Ukraine Zuflucht gefunden – ein Asyl auf Zeit
1946: Schiff, Kind, Tier
Im Kino läuft erstmals die Defa-Wochenschau „Der Augenzeuge“ und will Aufklärung statt Agitation bieten. Auf Dauer jedoch wird die Konkurrenz des Fernsehens zu stark
Leben
Ein Land zerrissen zwischen Kriegsparteien. Wir haben mit Menschen aus sieben Städten gesprochen – über ihr Ausharren, ihre Träume, ihren täglichen Überlebenskampf
Die alte Geschichte von Robin Hood
An Fidel Castro begeisterte das Lebendige und Unabhängige. Das war anders, als man Sozialismus aus der DDR kannte
Der Terror aus der Nachbarschaft
Terroristen schlagen oft dort zu, wo sie über ein umfangreiches Netzwerk verfügen. Vieles deutet darauf hin, dass dies auch in Belgien der Fall war
Wenn es um so viel geht
Nach Brüssel sollte man sich mehr denn je fragen, wann hat das eigentlich begonnen? Und wodurch wurde der "Krieg gegen den Terror" so unaufhaltsam?
Ruhe bewahren
Wenn man den Terror wirklich bekämpfen will, darf man nicht in alte Muster verfallen. Gerade jetzt gilt es mehr denn je, besonnen zu reagieren
Leibeigenschaft auf Zeit
Wie internationale Gewerkschaften versuchen, im Golfemirat Fuß zu fassen und etwas für die Wanderarbeiter zu tun
Klar zur Wende
Die von der Bundesregierung lange ausgeschlossenen Grenzschließungen und Obergrenzen für Flüchtlinge wurden durch den Deal mit der Türkei faktisch besiegelt
Schwarzer Wunderwuzzi
Sebastian Kurz ist Wiens Außenminister und personifiziert das patriotische Coming-out im Nachbarland
Ja, er kommt
Barack Obama nutzt sein letztes Amtsjahr für diplomatische Neuanfänge. Dass die Annäherung an Kuba so lange brauchte, lag an sehr alten Fehlern der US-Politik
Der begnadete Polarisierer
Guido Westerwelle wurde als laute Verkörperung des Neoliberalismus für die Linken zur Reizfigur. Nun ist er verstorben
War’s das, Leute?
Die Landtagswahlen lassen die Idee von linken Regierungsbündnissen zerplatzen
Kanzlerin ohne Partei?
Jede Woche prallen Welten und Weltanschauungen aufeinander, wenn Jakob Augstein und Nikolaus Blome aktuelle Geschehnisse reflektieren
Den Wechsel verschlafen
Angela Merkel kann ihre Regierungspolitik fortsetzen. Doch für die Führung der Partei muss sie sich künftig etwas einfallen lassen
Captain Kretschmann
Dem Vormarsch der Realos hat der linke Flügel nichts entgegenzusetzen
Ist das unser Weimar?
Der rechte Rand in Deutschland erstarkt immer mehr. Das ist das Versagen der großen Parteien: Sie drängeln sich in der Mitte
Der alte Mann und die Politik
Norbert Blüms Reise nach Idomeni beweist, dass er politisch längst nicht im Ruhestand ist. Dass dort sein Name missbraucht wurde, kann man ihm zu allerletzt anlasten
"Ich werde zunehmend wütend"
Als Arzt und Vorsitzender des Mainzer Vereins "Armut und Gesundheit" kommt Gerhard Trabert zu dem Schluss: Armut macht krank und Krankheit macht arm