Hurra, wir sind über den Berg!
Es ist ein geschickter Schachzug, die ökonomische Krise in Deutschland immer häufiger als Rezession zu bezeichnen, um über die wahren Fakten hinwegzutäuschen
Im Schlafwagen ins Abseits
Der SPD fehlt im Wahlkampf der Mut für den Kampf um die Macht im Land. Stattdessen begnügt sich die ehemalige Volkspartei mit der Rolle des CDU-Juniorpartners
Merkels Betroffenheit
Wenn die Regierung sich nun um die Arcandor-Mitarbeiter sorgt, so ist dies heuchlerisch. Der Staat wollte eine Rettung nicht
McChrystals Mantra
Der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Afghanistan, General McChrystal, will den von seinem Vorgänger erdachten Strategiewechsel mit allen Mitteln durchsetzen
Mit 13 Knoten
2009 jährt sich der Beginn des zweiten Weltkrieges zum 70. Mal. Es wäre an der Zeit, die Rolle Russlands, Frankreichs und Großbritanniens neu zu beleuchten
Der Außerirdische
Der neue Ministerpräsident Japans ist ähnlich unkonventionell wie einst Junichiro Koizumi. Vielleicht ein Vorteil. Yukio Hatoyama steht vor schier unlösbaren Aufgaben
Projekt Daumenschraube
Das umstrittene Industriekonzept ist nicht die einzige Leiche im Keller des Wirtschaftsministeriums. Nach US-Vorbild sollen Arbeitslose zur Arbeit gezwungen werden
Auslese mal ganz anders
Wie sollte die Bildungsrepublik von morgen aussehen? Christian Füller hat in seinem Beitrag „Lasst die Schulen los“ ein streitbares Modell geliefert. Eine Entgegnung
Russen mögen Deutsche
70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 überlagert die Vergangenheit kaum noch das Verhältnis zwischen Russen und Deutschen. Man respektiert sich
Es könnte ein Kartenhaus sein
Dämpfer für Schwarz-Gelb, doch Merkel muss sich nicht grämen: So gut wie in der Großen Koalition wird sie nie wieder aussehen. Schon gar nicht im Bündnis mit Westerwelle
Keine Entwarnung
In Sachsen hat die NPD am 30. August trotz Verlusten erstmals den Wiedereinzug in einen Landtag geschafft. Die Rechtsextremen hoffen, sich als feste Größe zu etablieren
Versöhnliche Töne von Putin
Er könne die Gefühle der Polen am 1. September 1939 und zum Fall Katyn verstehen, hat Russlands Premier Putin in einem Text für die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ erklärt
Keine Großjapaner am Ruder
Die Demokratische Partei ist nicht so militärorientiert und US-hörig wie die LDP, sagt der Politologe Eiichi Kido. Aber ob sie auch Japans Auslands-Missionen beendet?
Es lebe die Projektion
Die Debatte um frühe Twitter-Wahlprognosen zeigt: Offenbar nehmen viele Medien den Dienst schon so ernst, dass sie ihre Pflicht vergessen: Kritisch hinsehen etwa
Hängepartie und Wechselperspektiven
Bei den Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland ist die CDU mit zweistelligen Verlusten schwer gestrauchelt und hat sich nur in Sachsen in etwa behaupten können
Klischee vom gewalttätigen Wilden
Das Land sollte ihnen gegenüber eine historische Schuld begleichen und einst geraubtes Land zurückgeben, fordert Chiles indigene Mapuche-Minderheit
Eine arabische Huldigung
Die Ramadan-Botschaft von Barack Obamas durchzieht der Geist des Respekts für die arabische Welt, findet Blogger Schlesinger. Auch in Berlin hinterlässt das Wirkung
Frisches Geld
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will mit zehn Milliarden Euro aus dem "Wirtschaftsfonds Deutschland" die Kreditblockade der Banken aufbrechen
1. September 1939, 4.40 Uhr
Mit Bomben auf das polnische Wielun begann vor 70 Jahren der Zweite Weltkrieg, nicht mit dem Beschuss der Westerplatte bei Danzig
Die Jaalon-Horrorschau
Premier Netanjahu bringt seinen Stellvertreter Moshe Jaalon als Sprachrohr der Ultrarechten in Stellung, um Druck auf die Amerikaner auszuüben
Krankheit als Waffe
Nicht nur die grassierende Schweinegrippe lässt ahnen, was geschehen könnte, wenn Militärs, Terroristen, oder Kriminelle Infektionskrankheiten als Waffe verwenden.
Die Akte Becker
Die Festnahme eines früheren RAF-Mitgliedes soll Licht in den Fall Buback bringen. Eine mögliche Verwicklung der Geheimdienste bleibt wohl weiterhin im Dunkeln
Auf Expansionskurs
Mit einer teuren Materialschlacht und einem guten Ergebnis bei den Kommunalwahlen am Sonntag will die rechte "Pro-"-Bewegung den Sprung nach Berlin vorbereiten
An Dissidenten fehlt es nicht
Der Hinweis, Frankreichs Parti Socialiste (PS) sei in einer schlechten Verfassung, ist eine Beschönigung. Nach drei verlorenen Präsidentenwahlen ist die Lage desolat