Krieg und Alltag
Der erste Band wurde politisch frisiert, der zweite mitsamt Notizen vom KBG konfisziert. Jetzt ist Wassili Grossmans „Stalingrad" aus einem Typoskript restauriert worden und bietet tiefe Einblicke in die Sowjetunion des Zweiten Weltkriegs
Putzmann der Deutschen
Als die Bundeswehr abzog, verlor Rahmatullah Esmati seine Arbeit. Nun lebt er mit hunderten von Flüchtlingen in einem Park in Kabul, wo Verzweiflung und Elend herrschen
Do legst di nieda!
Die Ampel regiert, die CDU sucht sich – aber was macht eigentlich Markus Söders CSU? Zu Besuch in einer kriselnden Hochburg
Keine Blase der Gleichgesinnten
Fehlende Einigkeit und schwelende Konflikte in Parteien gehören zum demokratischen Prozess. Sie müssen ausgetragen werden, persönlich und scharf. Wer Mitglieder einfach rauswirft, beweist nur eins: Schwäche
Tweets und Talkshows machen noch keine Politik
Wagenknecht, Lafontaine, Palmer: Die Unbequemen wollen meist ins Rampenlicht. Eine Partei tut gut daran, sie zurechtzuweisen und wenn das nicht wirkt, ist es nur demokratisch, sie auszuschließen
Schwert des Islam
Saif al-Islam will als Gaddafi-Sohn Präsident Libyens werden und ruft zu nationaler Versöhnung auf
Ansichten des weiten Landes
Viele Menschen in den ländlichen Regionen der USA leben in Armut und wurden lange übersehen. Das US-Indiekino greift dieses Thema auf und erzählt von prekären und marginalisierten Existenzen
A–Z: Mitte
Friedrich Merz rückt ab vom Rand und ins Zentrum der CDU. In Berlin-Moabit ist der Bezirk Mitte zum Glück meilenweit entfernt und für Aristoteles war der Punkt in gleicher Entfernung zu zwei Polen das perfekte Ideal
Ein nachhaltiger Super-GAU
Kernenergie als grün und Gas als umweltschonend einzustufen, scheint für die EU-Kommission kein Widerspruch zu sein. Aber wie passt das mit verschleierten Zwischenfällen in französischen Atomkraftwerken zusammen?
Männer haben mehr von den Coronahilfen
Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Warum ausgerechnet die Corona-Hilfspakete die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern befeuern könnten
Ich frühstücke gern allein – das ist auch besser fürs Klima
Jagdwurst, Rührei-Berge und in Plastik verpackte Nutella-Portionen: Das Buffet im Hotel ist für unseren Autor ein Gruselkabinett. Dabei ließe es sich ganz leicht ersetzen – und damit sogar noch das Klima schonen
Wenn die Künstlerin die Kresse im Kissen schmuggelt
In Corona-Zeiten kaum vorstellbar: Es ist wieder Messe-Saison. Unsere Kolumnistin schaut bei der „Paris Photo“ vorbei – und begegnet dort den üblichen schillernden Persönlichkeiten
Die Ungeeigneten
„Succession“ zeigt den knallharten Machtkampf einer Familiendynastie – und Reichtum als Selbstverständlichkeit
Unsere letzte Hoffnung ist die kritische Masse
Die Gesellschaft muss im Kampf gegen die Klimakrise ihren Kipppunkt erreichen. Wie wir die notwendigen Veränderungen noch durchsetzen können, um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten
Einen Fuß in der Tür
Sanktionen sollen der Regierung von Baschar al-Assad Ressourcen für den Bürgerkrieg entziehen, doch die zweigt internationale Hilfsgelder für sich ab. Wie ist das möglich?
Nur noch fünf Fernsehsender?
Seit Jahrzehnten soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden. Bisherige Änderungen sind immer an einzelnen Bundesländern gescheitert. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag und alle sollen im Internet mitdiskutieren
Ein Bein über dem Abgrund
Verhärtete politische Fronten, eine hauchdünne Mehrheit im Senat und Angriffe auf das Wahlrecht durch Republikaner: Die Demokraten unter Präsident Joe Biden stoßen an die Grenzen des Systems
Fliegen sollst du
Kennen Sie Aphra Behn? Vermutlich nicht. Dabei brach die Theaterautorin zu Shakespeares Zeit Konventionen. Dann wurde sie vergessen. Höchste Zeit also, dass sie nun wiederentdeckt wird
Ein ganz fauler Fake
Luk Perceval adaptiert in Köln Gontscharows „Oblomow“ und spiegelt die Produktionsbedingungen des Theaters
Lotterie für Willige
In Moskau geht die Stadtverwaltung zu zweifelhaften Kampagnen über, um die Impfskepsis der Bevölkerung zu brechen
Bloß nicht dichtmachen
Computersucht, Angststörungen, Panikattacken: Kontaktbeschränkungen haben ernsthafte Folgen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Bei den Rufen nach einem Lockdown werden die Kollateralschäden nicht ernst genommen
Der Freiheitsbegriff wurde zur Selbstdarstellung missbraucht
100.000 Tote hat das Virus gekostet, doch Deutschland sorgt sich weiterhin um die Befindlichkeiten einer Minderheit. Wir sollten aufhören, uns in die Ecke drängen zu lassen
„Wir wollen prüfen, ob Deutschland ein Schlaraffenland werden kann“
177 Seiten lang ist der Koalitionsvertrag. Wer ihn liest, braucht starke Nerven – und kann sich auf herbe Enttäuschungen gefasst machen, trotz der guten Seiten
„Schön absurd, oder?“
Interessant ist, was aus dem Zusammenhang fällt: Ein Gespräch mit Gisela von Wysocki über das Schreiben und ihren ehemaligen Lehrer Theodor W. Adorno