1993: Oh-oh, Oslo
Zunächst wird geheim und mit großer Skepsis verhandelt. Doch dann einigen sich Palästinenser und Israelis auf Verträge, mit denen der Frieden greifbar scheint
Jetzt Kurs halten
Labour sollte wissen, dass die Probleme, die zum Brexit führten, sich nicht mit einer Anti-Brexit-Position lösen lassen
Mit unscharf, bitte
Loredana Nemes’ „GierAngstLiebe“ in der Berlinischen Galerie und Libuše Jarcovjáková im Tschechischen Zentrum
Mehr als ein Facebookstatement
Ihr wollt etwas Gutes tun? Zieht nach Chemnitz, Leute
Etwas frisst uns auf
Nichts ist gut in Eva Trobischs „Alles ist gut“. Nach einer Vergewaltigung kommt nicht nur das Leben der Heldin ins Rutschen
Wie viel Rechtsruck braucht die CDU?
Jede Woche prallen Welten und Weltanschauungen aufeinander, wenn Jakob Augstein und Nikolaus Blome aktuelle Geschehnisse reflektieren
Noch mal neu
Viel zu lange war die Kunst ein Spielzeug von Experten und Eliten. Doch deren System kollabiert
Der alte weiße Mann unter den Großkonzernen
Der Energiekonzern RWE schafft weiterhin Fakten und zeigt damit sein wahres Gesicht. Der größte CO2-Emittent Europas ist autoritär, ignorant, stur, unbeweglich
Kunst nach Chemnitz
Kunst ist immer politisch, sagen Ina Wudtke, Thomas Kilpper und Dieter Lesage. Sie sehen in ihr ein wichtiges Korrektiv
Kichern, Lachen, Erdbeben
Regulierung ist voll doof! Beim „Deutschen Derivate Tag“ spürt man sie noch: die ungetrübte Lust aufs Finanzgeschäft
Sind Sie ein Täterversteher?
Der Chef der New York Review of Books geht, weil er einem Radiostar, der sexueller Übergriffe beschuldigt wird, eine Plattform gab. Ist das konsequent?
Serienwahn
In den großen Zeitungen will niemand mehr über das lineare Fernsehen schreiben. Dabei schauen immer noch viele Millionen Menschen Sendungen wie „Promi Big Brother“
Brav in den Untergang
Hauptsache: Regieren, lautet die Devise. Aber den Sozialdemokraten hat das Mantra von der Sacharbeit nur geschadet
Saure Kaffeesahne
Angela Merkel hat einen Abschied in Würde verpasst. Jetzt wird von ihr nicht viel mehr bleiben als das Problem AfD
Von Werten vernebelt?
Häufig wird so getan, als sei kritischer, sorgfältiger Journalismus nur dann möglich, wenn Journalisten sich nicht von ihren Werten leiten lassen. Das stimmt nicht
Der Kommandant muss abtreten
Hubertus Knabe ist nicht mehr Direktor der MfS-Opfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen. Sein Verständnis von Geschichtswissenschaft war seit jeher äußerst fragwürdig
Verkauf von Brandbeschleunigern
Alle meckern über die Zusammenarbeit von CDU, CSU und SPD. Bei Waffengeschäften funktioniert sie allerdings bestens
Rot auf Schwarz
Berlin ist immer noch die Stadt der Projekträume. Im Decad Room etwa kann man betörende Schönheit erleben
Süßholz schmeckt bitter
Der Wechsel an der Fraktionsspitze sollte SPD-Minister aufhorchen lassen – und Emmanuel Macron
Erdoğan bleibt ein Partner
Der türkische Präsident kommt geschwächt nach Deutschland, doch Syrien und die Flüchtlingsfrage machen ihn stark
Subprime Deutschland
Die Finanzlobby hat die Politik gut im Griff. Eine Bürgerbewegung will jetzt Abhilfe schaffen
1998: Werber an die Macht
Mit Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat gewinnt die SPD die Bundestagswahl und beendet die Ära Kohl. Die neue rotgrüne Regierung ist trotzdem keine „der 68er“
Warum denn?
Auf der Jahreskonferenz lässt sich Labour nicht von der Brexit-Frage vereinnahmen. Die Partei sollte den EU-Ausstieg als Einstieg in einen sozialen Umbruch nutzen
Ja, Pathos
Der Regisseur Ulrich Rasche mag es gern monumental und hält Ironie auf der Theaterbühne nicht mehr für zeitgemäß