Afghanistan

Löschen und leben lassen

Menschenrechtler haben Wikileaks gebeten, Namen aus den Afghanistan-Protokollen zu tilgen. Die Reaktion von Sprecher Julian Assange deutet auf ein schweres Zerwürfnis hin

Black Box Bundeswehr-Mandat

Sollten SPD und Realo-Grüne einen Grund für ein Nein zum Afghanistan-Einsatz suchen – er liegt nicht in den Wikileaks-Protokollen

Tausend Tropfen Wahrheit

Der Flirt der ­Internet-Plattform Wikileaks mit den ­Medien zeigt: Die ­Aktivisten haben sich von dem alten ­Ideal ­der Gegen­öffentlichkeit verabschiedet

Im (Mittleren)Osten nichts Neues

Für die Afghanen steht nichts Überraschendes in den Wikileaks-Protokollen. Es würde sie nicht einmal wundern, wenn das Weiße Haus von deren Veröffentlichung gewusst hätte

Was wusste man in Teheran?

Die "Kriegsprotokolle" liefern Hinweise, dass der Iran die Aufständischen in Afghanistan unterstützt. Zumindest ist die Spitze der US-Administration darüber stark besorgt

Ein Bild des Scheiterns

Wikileaks veröffentlicht das bisher größte Geheimdossier zu Afghanistan. Sie belegen: Die Lage ist wesentlich schlechter, als von der Politik bisher dargestellt

Der Doppelschlag

Mit der Veröffentlichung der Afghanistan-Protokolle will Wikileaks zweierlei: den Abzug der Truppen beschleunigen und die etablierten Medien als Partner gewinnen

Vom Saulus zum Paulus

Es sind gute Neuigkeiten, dass das Weiße Haus seine Afghanistan-Strategie zugunsten von indirekten Verhandlungen mit Führern der Aufständischen überdacht hat

Militärzivil versandet

Heimlich hat die Bundesregierung den 3. Bericht zur zivilen Krisenprävention verabschiedet. Er begräbt den guten Ansatz. Jetzt werden auch noch die Mittel gekürzt

Bomben im Sufi-Schrein

Präsident Hamid Karzai und Generalstabschef Kayani feilen an einem Deal zur Machtteilung mit den ­Taliban. Sie unterlaufen damit ­bewusst die US-Strategie

Ein Schlag gegen Indien

Präsident Hamid Karzai verhandelt mit der pakistanischen Armee, um auf eigene Faust einen ihm genehmen Nachkriegsstatus für sein Land abzusichern

Overkill vor Exit

Die erzwungene Demission des Afghanistan-Generals Stanley McChrystal hinterlässt Kollateralschäden. Obamas Sicherheitsberater ist unversehens ins Schussfeld geraten

Lutz Herden

Neue deutsche Friedfertigkeit

Militär und Krieg sind keine Vehikel staatspolitischer Bewusstseinsbildung mehr. Das lässt sich nicht nur der aktuellen Strategie-Debatte über Afghanistan entnehmen

Stanley McChrystals Erbe

Die Entlastung des Oberkommandierenden in Afghanistan sollte nicht über das inzwischen klaffende Loch in der Strategie der NATO hinwegtäuschen

Im Hochdruckkessel

Chaos und Anarchie im zentralasiatischen Hinterland des Afghanistan-Krieges erlauben einen Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Abzug der NATO, sollte es je dazu kommen

Lutz Herden

Für Washington ein Alptraum

Dem Netzportal WikiLeaks ist ein geheimes US-Militär-Videos zugespielt worden, das einen der verheerendsten Luftschläge der Amerikaner in Afghanistan zeigt

Saudi-Arabien des Lithiums

Zu Beginn der Woche erklärte ein Pentagon-Papier Afghanistan zu einem der rohstoffreichsten Länder der Erde. Hat das Einfluss auf die Kriegsziele des Westens?

Karzai - gestreichelt und geküsst

Vor der für Juli geplanten Kandahar-Offensive ist der Präsident wieder als Partner der Amerikaner gefragt, auch wenn seine Loya Jirga kein großer Durchbruch war

Afghanen auf die Piste!

In Zentral-Afghanistan soll trotz Krieg ein profitables Skigebiet entstehen. Deshalb werden nun zehn Kandidaten zu den ersten Skilehrern des Landes ausgebildet

Absurder geht es kaum

Nach dem Attentatsversuch auf dem New Yorker Times Square hat die US-Armee begonnen, für den Wiederholungsfall gezielte Vergeltungsaktionen gegen Pakistan vorzubereiten

Lutz Herden

Das ist Schreibstuben-Bellizismus

Torsten Wöhlert hat Befürwortern eines Abzugs aus Afghanistan im „Freitag“ vorgeworfen, sie würden der Frage nach einer Nachkriegsordnung aus dem Weg gehen. Eine Replik

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