Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Dem Sonderling ist alles zuzutrauen
Patrick McGuinness analysiert Englands Klassengesellschaft im Krimiformat. Ein realer Justizskandal über einen vermeintlichen Mörder bildete die Vorlage
Labyrinth aus Büchern
Fabio Stassis Detektiv hat einen seltsamen Beruf: Bibliotherapeut
Postpubertäre Fans
Warum wimmelt es nur so von Retro-Krimis und Neuauflagen von Klassikern? Unser Autor hat da einen Verdacht
„Ich will dir helfen, Laura“
Tanguy Viels „Das Mädchen, das man ruft“ war für Frankreichs höchsten Literaturpreis nominiert
Skandal-Roman „Yoga“: Luxusproblem Depression
In Frankreich gab es einen Skandal um diesen Roman des Bestseller-Autors Emmanuel Carrère. „Yoga“ ist nun auf Deutsch erschienen
Perverser Minnesang
Wie in einem Sog reißt einen der Roman „Mein kleines Prachttier" in die Abgründe seiner pädophilen Erzählfigur. Marieke Lucas Rijneveld überlässt ihm trotzdem nicht die Deutungshoheit über sein Opfer – ein literarisches Kunststück
Ödnis, Krise, tiefes Gelingen
Unser Kolumnist Erhard Schütz reist durch Kulturgeschichten des 20. Jahrhunderts, inklusive „Schwarzwaldklinik“. Manches gerät dabei episch!
Lust auf Kleinstadt?
Bevor Sie nach Cochem, Krefeld oder Husum umziehen, sollten Sie sich mit den ortsansässigen Räubern und Gendarmen vertraut machen, dazu rät unsere Krimi-Kolumnistin Ute Cohen
Haifischbecken großer Egos
Pieke Biermann konterkarierte die so oft beklagte Konformität des Krimis. Ihr „Berlin-Quartett“ ist noch immer aktuell
Gegen die Beschämung
Svealena Kutschke hat ihren Roman „Gewittertiere“ zwischen autoritärer Erziehung und queerer Welt angesiedelt
„Crossroads“: Auftakt zu Jonathan Franzens „Hildebrandt“-Trilogie
Jonathan Franzen will in drei Romanen von drei Generationen einer Familie erzählen – und beginnt mit „Crossroads“ am 23. Dezember 1971. Eine sprachgewaltige, einfühlsame und psychologisch komplexe Familienerzählung
Neues aus Kaltenmoor
Alles in Martin Lechners „Der Irrweg“ ist skurril. Vielleicht sogar zu skurril?
Dieser Klima-Krimi ist real
Eigentlich schreibt Fred Vargas Romane. Nun klagt sie die Umweltpolitik an und gibt Tipps, wie jeder einzelne aktiv werden kann
„Der falsche Gruß“ von Maxim Biller: Wer ist jetzt der Böse?
Maxim Billers „Der falsche Gruß“ veredelt eigene Obsessionen zu brillanter Literatur
Sich verweigern
Der Sammelband „Fehlender Mindestabstand“ untersucht die Verbindungen von Corona-Leugnern zum rechten Rand
Qual der Poesie
Ben Lerner klärt auf, was Dichten so schwer macht – und brilliert in dieser Kunst
Seine Kunst, jetzt
Coronaverse? Volker Braun verknüpft poetisch Diskursversatzstücke zu einer „Großen Fuge“
Wie es ist, wie es war
In Rumänien machte der Roman „Sonia meldet sich“ Furore
Freund und Täter
Besser wurde noch nie über #MeToo geschrieben als in Mary Gaitskills „Das ist Lust“ – findet auch die Schriftstellerin Sarah Hall
Der treue Visconti
Ivica Prtenjača schickt seinen Helden zur Läuterung auf einen Karstfelsen
Überreste des Zorns
Goran Ferčec’ Debüt „Wunder wird es hier keine geben“ ist ein kleines, subtiles Meisterwerk
Das Ich. Wer? Ich?
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse erzählen von der ewigen Selbstsuche
In der Zauberkiste
Lange hat man nichts von Judith Hermann gehört, nun ist sie mit „Daheim“ für den Leipziger Buchpreis nominiert
Nouvelle Vague auf Sizilianisch
Leonardo Sciascia hob den italienischen Kriminalroman auf eine neue Stufe. Vor hundert Jahren wurde er bei Agrigent geboren