Deutsche Demokratische Republik
1990: Totenstiller Lärm
Während die letzte DDR-Regierung antritt, zeigt Heiner Müller am Deutschen Theater einen Hamlet, der gegen seine Natur versucht, ein Subjekt der Geschichte zu sein
„Mut des Erkennens“
Alexander Kluge erzählt vom Jahr 1990. Er rät, dem Verstand zu vertrauen, den Ohren und dem Witz
Ein stilles Ende
Ein prächtiger neuer Band erzählt in Wort und Bild vom Abschied der DDR
Opfer im Widerstand
Die Idee einer spezifischen Ost-Identität greift auch in der Kunstszene um sich. Die Grenze nach rechts außen verwischt
„Ich find’s hier prima“
Während viele DDR-Bürger in den Westen gehen, zieht es Schriftsteller Ronald Schernikau gen Osten. Warum? – fragt der „Freitag“-Vorgänger „Sonntag“ am 11. März 1990
Gysi Rider
Erinnerungen an den Tag, an dem der DDR-Sozialismus in die (Wahl-)Urne kam
Kein Stein blieb
Yana Milev sieht koloniale Gewalt bei der Abwicklung der DDR
Die Geschichte der ungerechten Bezahlung
Frauen haben in der Geschichte immer wieder gleichen Lohn gefordert. Warum hat sich in den letzten 150 Jahren trotzdem kaum etwas getan?
Dissidenten in Dresden
Der Schriftsteller stellt sein neues Buch vor und bedient das Narrativ Rechter, sie würden mit DDR-hafter Repression zum Rückzug aus der Öffentlichkeit gezwungen werden
Es geht nicht nur um Thüringen
Wer glaubt, eine Wahl Bodo Ramelows würde die nach rechts außen geöffnete Tür wieder schließen, unterschätzt die gesellschaftliche Wirkung der AfD-Wahlerfolge
„Ramelow hat die Linke liberalisiert“
Der Eichsfelder CDU-Landrat Werner Henning wünscht sich einen pragmatischen Umgang mit der Linken
Der Lieberknecht-Coup
Die Linke macht der CDU ein Angebot, das sie kaum ablehnen kann. Die eh schon taumelnden Konservativen haben sich auskontern lassen
Das Phänomen
Lässt sich das Modell Ramelow auf Bundesebene übertragen? Vielleicht nicht, aber es gibt viel von ihm zu lernen
Tabubruch vor dem Tabubruch
Thüringen zeigt, wie sehr Deutschland mit der europäischen Normalität hadert: dass sozialistische Parteien Regierungsverantwortung übernehmen, wenn sie gewählt werden
Dorfleben
„#Dorfkinder haben den Dreh raus“, lautet einer der Slogans, mit denen Julia Klöckner das Image des Landlebens aufpolieren will. Hat es das verdient? Unser Wochenlexikon
1990: Ritter der Tafelrunde
In der DDR wird Hans Modrows Große Koalition zur „Regierung der nationalen Verantwortung“. Acht Vertreter der Opposition ziehen vom Runden auch an den Kabinettstisch
Ein Praktiker des Dialogs
Mein Vater war nach 1990 Anwalt vieler bekannter DDR-Bürger. Sein Wunsch war: Man hätte ihnen besser zugehört
Der Bruder
Bernd-Peter Lange erinnert an den Arzt und Kommunisten Georg Benjamin
Der Solidarische
Karamba Diaby sitzt für die SPD im Bundestag. Von den Schüssen auf sein Bürgerbüro lässt er sich nicht einschüchtern
Wer jetzt nicht tanzt
Geschichtsbilder sind so systemrelevant wie Großbanken. Umso mehr ist das Deutschland von 1990 eine Erinnerung wert
„Aggression und Scham liegen nah beieinander“
Stephan Lessenich erforscht, wie Finanzkrise, Migration und Klimawandel die Menschen verunsichern
„Kinder sind wunderbar anarchisches Publikum“
Fredrik Vahle tritt seit 45 Jahren mit Kinderliedern auf, die Politisches mit Märchen verbinden. Ans Aufhören denkt er nicht
„Es war falsch“
Helge Schmidt bringt den Cum-Ex-Skandal auf die Bühne und erforscht das Leben im Plattenbau
Nicht zweimal verlieren
Die Geschichte der vergangenen 30 Jahre ist in Ostdeutschland eine Geschichte der Niederlagen. Es ist an der Zeit, sie endlich umfassend aufzuarbeiten