Deutschland
Verrückte Maßstäbe
In der Krise gehen Menschenleben vor Wirtschaft. Warum gilt das gleiche Prinzip nicht auch bei anderen globalen und nationalen Problemen?
Der Schutz kommt zum Schluss
Ein rumänischer Erntehelfer starb am Virus. Ist billiger Spargel in Deutschland zu teuer erkauft?
Der Tanz beginnt
Wir stehen am heikelsten Punkt der Corona-Krise: Jeder hält sein eigenes Interesse für das wichtigste. Warum das so gefährlich ist
Wie das Virus fast den Kapitalismus killte
Als die Pandemie um sich griff, konnten nur Interventionen in noch nie dagewesenem Ausmaß eine wirtschaftliche Kernschmelze abwenden – vorerst
Viel Schuld, kaum Sühne
Vor 75 Jahren werden die Konzentrationslager von den Alliierten befreit. Schon bald wird klar, wie sehr deutsche Konzerne in dort begangene Verbrechen verstrickt sind
Furchtsame Deutsche
Eurobonds stoßen auf Skepsis. Dabei bieten sie die Chance auf eine gerechtere EU-Finanzpolitik
Wir sind Wir
Hunderttausende Touristen holt der Staat im Zweifel per Luftbrücke, 50 geflüchtete Kinder dürfen nicht auf solchen Interventionsspielraum hoffen
Immer wieder neu erfinden
Hier begann 1945 die DDR-Bodenreform. Nach 1990 überführt Helga Scheibner ihre LPG in eine schwankende Zukunft. Angela Städeke verliert ihren Job und rettet den Sohn
Die Stunde des Staates und der Zentralbank
Der Wirtschaftsweise Achim Truger hält eine V-Rezession für wahrscheinlich und warnt vor den Folgen der Austeritätspolitik in Ländern wie Italien
Öffnet die globalen Schuldengefängnisse
Linke-Chefin Katja Kipping setzt sich für ein globales Schuldenmoratorium ein, um eine humanitäre Katastrophe durch das Coronavirus zu verhindern
Enge Freunde, falsche Richter
Ausgerechnet CSU-Politiker schmähen Orbán als Despoten. Herrschte bis vor kurzem nicht noch Eintracht zwischen ihnen und dem Premier?
„Wir haben das Gefühl, man hat uns vergessen“
In Zeiten von Corona wird das Leben in Flüchtlingsunterkünften noch schwerer. Viele Menschen auf engem Raum – und über allem schwebt die Angst vor der Abschiebung
Laus im Pelz
Noch streiten die EU-Finanzminister über Corona-Bonds. Es wird sich zeigen, ob die Staatenunion bei der Krisenabwehr „systemrelevant" ist
Sprache der Diktatoren
Politiker reden jetzt von „Krieg“ und „Ausnahmezustand“. Das sollte uns eine Warnung sein
In der Krise sind alle Keynesianer
Corona zeigt der Welt das hässliche Gesicht eines entfesselten Kapitalismus. Höchste Zeit, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen
1990: Totenstiller Lärm
Während die letzte DDR-Regierung antritt, zeigt Heiner Müller am Deutschen Theater einen Hamlet, der gegen seine Natur versucht, ein Subjekt der Geschichte zu sein
Ohne Bonds steigen die moralischen Schulden
Wenn die Solidarität mit anderen EU-Staaten jetzt ausbleibt, kann das vereinte Europa getrost abdanken
Sonst wird das Virus Europa spalten
Der Druck auf Angela Merkel wächst – zurecht: Nur die Ausgabe einer gemeinsamen Anleihe kann den Euro vor dem Kollaps bewahren
Ein stilles Ende
Ein prächtiger neuer Band erzählt in Wort und Bild vom Abschied der DDR
Opfer im Widerstand
Die Idee einer spezifischen Ost-Identität greift auch in der Kunstszene um sich. Die Grenze nach rechts außen verwischt
Überwachung grassiert
Jens Spahn will Corona-Infizierte über Handydaten orten. Andere Länder gehen noch weiter
Welt im Fieber
Die „Spanische Grippe“ wütete schrecklich, aber sie stärkte auch Wohlfahrtsstaat und Forschung
Die Anti-Viren-Front
Die Politik versammelt sich geschlossen hinter Merkel. Sie vergisst, dass Streiten ihr Job ist
In der Zwickmühle
Wir wollen Menschen retten. Und die Wirtschaft. Beides zusammen wird aber schwierig. Uns droht eine moralische Überforderung