Erster Weltkrieg
Lass krachen
Sam Mendes’ „1917“ entführt die Zuschauer in einen rauschhaften Ersten Weltkrieg
Das zerrt, reißt, blutet
Als Dadaist bekannt, als Katholik gestorben: Hugo Balls „Flucht aus der Zeit“ erzählt, neu aufgelegt, die Lebenswenden des Dichters
1919: Strafe muss sein
Der Versailler Vertrag gibt Deutschland die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg. Es verliert Gebiete, muss massiv abrüsten und Reparationen zahlen
1915: Unter der Gummiknute
Um die deutsche Kriegsproduktion zu sichern, werden jüdische Migranten aus Osteuropa rekrutiert. Viele müssen, attackiert und schikaniert, im Ruhrbergbau schuften
Mein Geist in Eurer Seele
Die CSU will nur marginal an den ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern erinnern. Ein Künstler hält dagegen
Helmut Lethen: Zwischen den Stühlen
Vor 25 Jahren erschienen die "Verhaltenslehren der Kälte". Sie prägten eine ganze Intellektuellengeneration. Heute machen Rechte wie Linke ihrem Autor das Leben schwer
1919: Große Koalition
In Köln wird die Novemberrevolution durch ein Bündnis zwischen Konrad Adenauer und der von Wilhelm Sollmann geführten SPD abgewürgt. Sie ergänzen sich bestens
1933: Auf Feindfahrt
Mit dem Spielfilm „Morgenrot“ über ein U-Boot im Ersten Weltkrieg liefert die Ufa eine Heldensaga ab, die der NS-Propaganda und der Regierung Hitler recht gelegen kommt
Neue Weltordnung
US-Präsident Woodrow Wilson will mit einem 14-Punkte-Programm künftige Kriege verhindern. Die Konsequenzen seines Scheiterns spüren wir bis heute
Tour de France
Der französische Präsident Emmanuel Macron bereist eine Woche lang die Schauplätze des Ersten Weltkriegs. Nebenbei schwört er Europa auf einen harten Wahlkampf ein
Deutsch
Wie veränderte der Erste Weltkrieg unsere Sprache? Das Wochenlexikon von Matthias Heine, Autor des Buchs „Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland“
Auf der Straße zum Krieg
Die Bundesregierung weist Diplomaten aus, liefert Waffen und schickt Militär. Höchste Zeit für Lenin, Jusos und die Friedensbewegung
Aus dem Hinterhalt
Das Buch „Schuldfragen“ versucht, die Massaker deutscher Truppen in Belgien zu relativieren. Es hat wenig Belastbares anzubieten
Hamburgs koloniales Erbe
Die erste Stadt in Deutschland will ihre Kolonialgeschichte näher beleuchten. Dazu sind ein Park und Studien geplant
1917: Der kurze dritte Weg
Als die Reichstagsfraktion der SPD fortgesetzt Kredite für den Ersten Weltkrieg bewilligt, verweigert sich eine innerparteiliche Opposition und gründet in Gotha die USPD
Braune Brüder im Geiste
Der Amokläufer war Deutsch-Iraner und sah sich als "Arier". Wie passt das zusammen? Er konnte dabei an einen dunklen Strang persischer Geschichte anschließen
Irrsinn im Irrsinn
Professor Schütz kritisiert Bücher über den Krieg. Beim Thema Kindersoldaten wird er ausnahmsweise persönlich
1916: Antipatriot
Romain Rolland beschreibt den Zusammenbruch der Zivilisation im Ersten Weltkrieg. Die Schlacht um Verdun vor 100 Jahren führt ihn zur sozialistischen Avantgarde
Evolution der Gewalt
Die Geschichte der Kriege hört nicht auf, sie ändern nur ihre Form und ihre Gestalt: Herfried Münklers neuer Wälzer
1920: Wie gehabt
In Bayern und in Preußen gab es schon einmal Abschiebecamps für Flüchtlinge. Sie richteten sich gegen Juden aus Osteuropa und wurden „Konzentrationslager“ genannt
Die letzten Tage des Irrsinns
Literaturprofessor Erhard Schütz betrachtet bizarre Details aus der Militärgeschichte und der Geopolitik
Das Auge war Zeuge
Mit dem „Handbuch der politischen Poesie“ lässt sich nachempfinden: Zu guten engagierten Gedichten gehört mehr als gute Gesinnung
Bitter und zart
Orkun Erteners „Lebt“ und Martin von Arndts „Tage der Nemesis“ führen durch ein Europa der Kriege
Neuland unterm Pflug
Der Aufmarsch des IS ist Zeichen einer territorialen Reorganisation. Die Staatenbildung nach dem Ersten Weltkrieg - geprägt von westlichen Interessen - hat sich überlebt